Bitcoin (BTC) fiel auf etwa 61.500 USD während der frühen Handelsstunden in Asien. Das war der niedrigste Stand seit Anfang Februar. Der heutige Ausverkauf führte dazu, dass über 1 Milliarde USD an gehebelten Positionen am Kryptomarkt innerhalb von 24 Stunden liquidiert wurden.
Der Rückgang setzte einen Abwärtstrend fort, durch den Bitcoin in den vergangenen vier Wochen 20% seines Werts verloren hat. Einige Analysten sagen jedoch, dass der jüngste Rückgang eher auf die späten Phasen des Abschwungs als auf dessen Anfang hindeutet.
Bitcoin-Halter geben nach: Verkaufsdruck nimmt zu
Seit Mitte Mai ist Bitcoin stark gefallen. Gleichzeitig haben anhaltende Nettoabflüsse aus Spot-ETFs eine zentrale Quelle für institutionelle Nachfrage entfernt.
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Der Analyst Ed Engel von Compass Point sagte, dass nun auch langfristige Halter am Ausverkauf teilnehmen. Diese Halter waren von Februar bis April größtenteils inaktiv. Sie verkauften jedoch laut Engel etwa 2,4 Milliarden USD in Bitcoin.
Er wies zudem darauf hin, dass 26% des in den letzten 30 Tagen verkauften Bitcoins von Investoren stammt, die zu Kursen über 90.000 USD eingekauft hatten. Nach Ansicht von Engel tritt die Kapitulation dieser Käufer meist in späten Phasen eines Bärenmarkts auf. Dies deutet also eher auf eine Erschöpfung hin als auf einen erneuten starken Abschwung.
„Die Kapitulation von Käufern zu Höchstständen ist ein sehr häufiges Muster in späten Zyklen eines Bärenmarkts. Das macht uns zuversichtlicher, dass der Bärenmarkt von BTC in einer späten Phase ist“, merkte er an.
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Warum manche einen Boden bei Bitcoin erwarten
Unterdessen sagte Scott Melker, Moderator von The Wolf Of All Streets, dass der Markt Signale zeigt, die historisch oft mit wichtigen Tiefpunkten zusammenhingen, darunter ein überverkaufter wöchentlicher Relative Strength Index. Er verwies auf frühere Böden in den Jahren 2015, 2018 und 2022.
„Zur Klarstellung: Ich behaupte nicht, dass ein überverkaufter RSI wie durch Zauberei die genaue Tiefstkerze identifiziert. So funktionieren die Märkte nicht. Tiefpunkte sind Prozesse, keine Ereignisse. Es spricht aber dafür, dass Bitcoin nun in das gleiche Momentum-Szenario eingetreten ist, das bei der Bildung wichtiger Zyklustiefs in der Vergangenheit oft vorlag“, erklärte er.
Auch die zeitliche Komponente unterstützt diese Ansicht. Die letzten drei Tiefpunkte traten jeweils etwa 777, 889 und 924 Tage nach den entsprechenden Halving-Ereignissen auf.
Aktuell sind seit dem Halving im April 2024 etwa 770 Tage vergangen, was genau in den Zeitraum fällt, in dem frühere Zyklen meist kein weiteres Abwärtspotenzial mehr zeigten.
„Keine einzelne Kennzahl ist allein ausschlaggebend. RSI allein reicht nicht. Auch das Timing allein ist nicht genug. Doch wenn mehrere unabhängige Signale in die gleiche Richtung weisen, lohnt es sich, darauf zu achten“, ergänzte Melker.
Joao Wedson, CEO von Alphractal, sieht einen längeren Horizont und meint, dass Bitcoin ab 2027 deutliche Dynamik gewinnen könnte.
Obwohl die aktuelle Schwäche den Markt verunsichert, zeichnet die Analyse der Experten ein positiveres Bild. Ob nun eine Erholung folgt oder Bitcoin weiter fällt, sollte sich in den kommenden Sessions zeigen.









