Berlins Landesregierung hat ein Lösegeld von 30 Bitcoin abgelehnt, daraufhin veröffentlichten die Hacker 5,7 Terabyte gestohlene Daten im Darknet.
Die Ransomware-Gruppe Rhysida hatte die Auktion bei 30 Bitcoin gestartet. Berlin ließ die Frist verstreichen und zahlte nicht.
Warum die Bitcoin-Lösegeldforderung scheiterte
Rhysida, eine Ransomware-Gruppe, die seit 2023 aktiv ist, bot die Dateien meistbietend an. Das Angebot begann bei 30 Bitcoin.
Der Bitcoin-Kurs liegt aktuell bei rund 79.902 USD pro Coin. Daher entsprechen 30 Coin etwa 2,4 Millionen USD. Die Senatskanzlei in Berlin schätzte die Forderung auf etwa zwei Millionen Euro.
Bitcoin hat heute 0,46 % zugelegt und im vergangenen Monat 24,4 % gewonnen. Dieser Anstieg erhöhte während des Ultimatums den Wert der Forderung in USD.
Florian Hauer, der Chief Digital Officer der Stadt, schloss eine Zahlung aus.
„Das Land Berlin wird sich nicht erpressen lassen. Die Sicherheit der Mitarbeiter und der Menschen in Berlin hat für uns oberste Priorität.”
Die Frist für das Bitcoin-Lösegeld endete am Freitag, 4. September. Rhysida veröffentlichte die vollständigen Daten an diesem Nachmittag.
Berlins Ablehnung spiegelt eine breitere Entwicklung wider. Auf der Blockchain gingen Ransomware-Zahlungen 2025 um etwa 8 % zurück, obwohl angegebene Angriffe um 50 % zunahmen.
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Berlin beziffert die Folgen der Darknet-Auktion
Der Angriff wurde am 14. August bekannt. Berlin koppelte daraufhin zwei Senatsverwaltungen vom Landesnetzwerk ab. Eine ist zuständig für Stadtentwicklung und Wohnen, die andere für Mobilität, Verkehr und Umwelt.
Zahlungen für Wohngeld und Familienförderung verzögerten sich, bis beide Senatsverwaltungen am 23. August wieder arbeiteten. Die Behörden warnten, dass persönliche Daten der Einwohner betroffen sein könnten.
Eine zentrale Kriseneinheit prüft derzeit das von Rhysida veröffentlichte Material, weil das Bitcoin-Lösegeld nicht gezahlt wurde. Forensische Experten untersuchen die Dateien rund um die Uhr.
Das Landeskriminalamt und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik leiten die Ermittlungen. Die Behörden riefen dazu auf, Betrug oder Identitätsdiebstahl bei der Polizei zu melden.
Die Berliner wählen am 20. September ein neues Landesparlament, zwei Wochen nachdem die Bitcoin-Lösegeldfrist abgelaufen ist.
Rhysida hat nichts erhalten. Berlin hat noch keinen Schadensbetrag genannt, die Überprüfung der veröffentlichten Dateien dauert an.









