Der Bitcoin-Kurs (BTC) stieg am Freitag auf 81.050 USD und kehrte damit auf das Niveau zurück, das zuletzt am 14. Mai erreicht wurde. Die jüngsten Käufer sind nun deutlich weiter von ihrem Break-even entfernt als damals.
Daten von Glassnode zeigen, dass der durchschnittliche Einstiegspreis für Coins, die jünger als 155 Tage sind, stark gesunken ist. Der Bitcoin handelt dabei fast auf dem gleichen Niveau wie im Mai.
Kurzfristige Halter: Kostenbasis um fast 7.500 USD gesunken
Der Short-Term Holder MVRV misst, wie weit die jüngsten Käufer über oder unter ihrem durchschnittlichen Einstieg liegen. Am 3. September lag der Wert bei 1,1415, am 14. Mai bei 1,0298.
An beiden Tagen war der Kurs fast identisch. Am 14. Mai lag der Schlusskurs bei 81.059,69 USD, am 3. September bei 81.261,98 USD, also ein Unterschied von nur 0,25%.
Die implizite Kostenbasis zeichnet ein anderes Bild. Im Mai lag sie bei etwa 78.713 USD, aktuell liegt sie bei etwa 71.188 USD und damit rund 7.500 USD niedriger.
Dadurch verändert sich der Spielraum für Fehler. Im Mai hätte ein Rückgang um 2,9% die gesamte Gruppe ins Minus gedrückt. Dieser Rückgang trat ein und die Rallye ging zurück in Richtung niedrige 60.000 USD.
Heute hat diese Gruppe einen Puffer von 12,4%, mehr als viermal so hoch. Historisch war dieser Puffer oft entscheidend dafür, ob Erholungen bestehen bleiben oder scheitern.
SOPR signalisiert Gewinn ohne Verteilung
Der aktuelle Puffer wirkt positiv. Das Spent Output Profit Ratio (SOPR) macht das Bild jedoch komplexer.
Am 3. September lag der SOPR-Wert bei 1,0082. Coins, die auf der Blockchain bewegt wurden, wechselten also mit einem durchschnittlichen Gewinn von weniger als 1% den Besitzer.
Vergleichbare Ausbrüche zeigten deutlich höhere Werte. Im November 2024 erreichte der SOPR 1,086, im Juli 2025 sogar 1,179.
Langfristige Halter scheinen wenig aktiv. Ihre Coins haben die höchsten Multiplikatoren, daher würde nennenswerter Verkauf den Wert deutlich über das aktuelle Niveau heben.
Allerdings gilt der gleiche Wert auch umgekehrt. Das Handelsvolumen pro Woche sinkt weiter, und der Anstieg, der den Ausbruch der vergangenen Woche auslöste, wurde nicht wiederholt. Die geringe Beteiligung kann auf ein knappes Angebot bei den Haltern hindeuten oder darauf, dass die Bewegung eher durch Derivate als durch Spot-Käufer ausgelöst wurde.
Bitcoin-Kursprognose und die 82.842-USD-Marke als Auslöser
Der Wochen-Chart zeigt eine Abfolge von tieferen Hochs und tieferen Tiefs seit dem Rekord von 126.200 USD. Diese Abfolge wird nun durchbrochen. Bitcoin hat ein höheres Tief gebildet und liegt 35,8% unter seinem Allzeithoch.
Ein Wochenschluss über 82.842 USD würde das erste höhere Hoch seit dem Rekord bestätigen. Das aktuelle Wochenhoch lag bei 82.285 USD, also etwa 557 USD darunter.
Der Widerstand liegt direkt darüber beim 0,382 Fibonacci-Retracement nahe 83.917 USD. Sollte der Ausbruch dort stoppen, wäre die Trendwende noch nicht bestätigt.
Die Unterstützung ist aktuell ungewöhnlich klar definiert. Der 200-Tage-Durchschnittspreis liegt bei 69.664 USD, das 0,5 Fibonacci-Level bei 70.855 USD. Die On-Chain-Kostenbasis bei 71.188 USD vervollständigt eine Spanne von nur 2,16%.
Am 14. Mai wurde dieser Durchschnitt zuletzt als Widerstand getestet. Jetzt notiert Bitcoin 16,3% darüber.
Das Momentum warnt davor, dem Trend hinterherzulaufen. Der tägliche RSI liegt nahe bei 72, nachdem er Ende August einen Wert von 78 erreicht hat, was ein erstes bärisches Zeichen ist. Der wöchentliche RSI liegt im Vergleich dazu bei etwa 60, daher besteht noch Spielraum. Ein Anstieg des Volumens würde Klarheit bringen.
Oberhalb von 83.917 USD wird die Umkehr bestätigt. Unterhalb von 71.188 USD verlieren die Käufer, die hinter dieser Bewegung stehen, ihren Gewinn.









