Ein japanischer Pensionsfonds plant, ab dem Fiskaljahr 2026 etwa 1% seiner Vermögenswerte in Kryptowährungen zu investieren und betrachtet Bitcoin (BTC) dabei als Absicherung gegen einen schwächeren US-Dollar, nicht als Investition auf steigende Kurse.
Der National Business Corporate Pension Fund mit Sitz in Okayama verwaltet rund 136 Millionen USD für etwa 1.200 kleine und mittelgroße Unternehmen. Nur wenige japanische Pensionsfonds haben bisher direkt in digitale Vermögenswerte investiert.
Eine Währungsabsicherung, keine Investition auf Preissteigerungen
Der Investmentdirektor des Fonds, Aiyu Kiguchi, erklärte, dass der US-Dollar möglicherweise seinen globalen Reservewährungsstatus verlieren könnte. Daher verringert der Fonds seine US-Dollar-Position, statt sie zu erhöhen.
Gleichzeitig liegt der Kurs des Yen aktuell bei etwa 161 pro US-Dollar, was einem niedrigen Bereich entspricht. Das Portfolio bleibt jedoch weiterhin zu vier Fünfteln in Yen investiert.
Diese Sorge ist nicht unbegründet. Der Anteil des US-Dollar an den globalen Reserven ist laut IWF-Daten auf etwa 57% gesunken, nach ungefähr 71% im Jahr 2001.
Bitcoin weist wenig Korrelation mit dem US-Dollar-Index auf, sodass der Fonds Bitcoin als Schutz gegen Währungsabwertung betrachtet. Der Token wird als Teil einer kleinen Diversifikation neben Gold und Währungen aus Schwellenländern gehalten.
Der Fonds wird keine Kryptowährungen direkt kaufen. Stattdessen soll die Anlage über einen passiven, Multi-Token-Fonds erfolgen, der von einem großen Hedgefonds verwaltet wird.
Dadurch sinkt der Yen-Anteil im Portfolio von 80% auf 70%. Die frei werdenden Anteile werden durch Währungen aus entwickelten Märkten und die Krypto-Allokation ergänzt.
Warum der Schritt des japanischen Pensionsfonds wichtig ist
Der riesige staatliche japanische Government Pension Investment Fund hat im Jahr 2024 lediglich Informationen zu Bitcoin und Gold eingeholt, aber keine Investitionszusage gemacht.
Dieser wesentlich kleinere Fonds handelt tatsächlich. Er ist aus einem Pensionsplan für Maschinen- und Metallhersteller in Okayama hervorgegangen, Branchen, die seit Langem Währungsschwankungen ausgesetzt sind.
Im Vergleich dazu ist der Unterschied zu den USA deutlich. Der State of Wisconsin Investment Board baute eine Bitcoin-ETF-Position im Wert von rund 321 Millionen USD auf.
Diese wurde dann innerhalb weniger Monate vollständig verkauft, wie aus den SEC-Meldungen hervorgeht. Die meisten US-amerikanischen Pensionsfonds haben über börsengehandelte Fonds (ETFs) mit taktischem Ansatz investiert, nicht für eine Währungsabsicherung wie in Japan.
Kiguchi traf seine Entscheidung nach etwa sechs Jahren Analyse, da er den Markt mittlerweile als gereift einschätzt.
Der Schritt spiegelt Japans wachsendes Interesse an Bitcoin wider, da das Land Kryptowährungen als Finanzinstrumente regulieren möchte.
Der Fonds aus Okayama untersucht bereits Arbitrage zwischen mehreren Token, was darauf hinweist, dass der Anteil von 1% steigen könnte, falls andere Rentenpläne von kleinen Unternehmen folgen.









