Der Gründer von Coatue Management, Philippe Laffont, sagt, dass künstliche Intelligenz (KI) und der Weltraum inzwischen klarere Investitionen bieten als Bitcoin (BTC). Er sagte gegenüber CNBC, dass er sich zunehmend unsicher ist, wie er die Kryptowährung einschätzen soll.
Der Milliardär argumentierte, dass es leichter sei, ein zukünftiges Unternehmen mit einem Wert von 10 Billionen USD zu finden, als die Entwicklung des Bitcoin-Kurses zu prognostizieren. Diese Frage könne man seiner Ansicht nach eher beantworten als die langfristige Rolle von Bitcoin.
Warum der Coatue-Gründer Bitcoin skeptischer sieht
Laffont gründete Coatue im Jahr 1999, nachdem er bei Julian Robertson von Tiger Management gelernt hatte. Diese Erfahrung gibt seiner zurückhaltenderen Einstellung zusätzliches Gewicht.
Im Gespräch mit CNBC sagte er, dass früher wegen seltener Börsengänge spekulatives Kapital in Bitcoin floss. Das verändert sich nun. Neue Börsengänge und ein schnell wachsender Boom bei Stablecoin-Zahlungen bieten jetzt alternative Möglichkeiten für risikofreudige Anleger.
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. Bitcoin notiert nahe 60.000 USD, also etwa bei der Hälfte seines Rekordhochs von rund 126.000 USD. Gleichzeitig steigen Bewertungen im Bereich KI und Weltraum an.
„Ich weiß nicht mehr, was ich von Bitcoin halten soll”, sagte Philippe Laffont im Interview.
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Warum ein Unternehmen 10 Billionen USD wert sein könnte
Laffont rechnet einfach. Seiner Aussage nach könnte der globale Börsenwert von etwa 120 Billionen USD auf 200 Billionen USD steigen. Ein einzelnes Unternehmen mit einem Anteil von 5 % hätte dann einen Wert von 10 Billionen USD.
Die Kandidaten zeichnen sich ab. Nvidia (NVDA), der Chip-Hersteller hinter dem KI-Boom, hat einen Marktwert von fast 5 Billionen USD. SpaceX bewertete den größten Börsengang aller Zeiten in diesem Monat mit 1,77 Billionen USD, und die Aktie stieg zum Börsenstart um 19 %.
Das private Unternehmen Anthropic wird mit 965 Milliarden USD bewertet; OpenAI mit 852 Milliarden USD. Beide nähern sich damit dem Gesamtwert von Bitcoin, der rund 1,2 Billionen USD beträgt.
Das ist kein leeres Gerede. Coatue und Laffonts Bruder Thomas leiteten bereits eine frühere Anthropic-Finanzierungsrunde im Wert von 380 Milliarden USD und waren auch beim letzten Kapitalzufluss beteiligt. Der Fonds investiert zudem in OpenAI.
Die Aussagen kommen, während an der Wall Street weiter debattiert wird, wohin Kapital künftig fließt. Einige Investoren sind weiterhin der Meinung, dass Bitcoin für institutionelle Halter noch zu klein ist.
Doch nicht jeder teilt seine Vorsicht. BlackRock, der größte Vermögensverwalter weltweit, empfiehlt weiterhin eine kleine Bitcoin-Beimischung zur Diversifikation.
Ob Bitcoin seinen Wertvorteil behalten kann, während Kapitalströme in KI und Weltraum wandern, bleibt offen. Laffont sagt aktuell jedoch, dass er lieber in anderen Bereichen investieren möchte.









