SEC schafft 25.000-USD-Regel für Pattern Day Trader ab: Neue Regeln für den Handel von Privatanlegern

  • Die SEC hat die bisherige Mindestanforderung von 25.000 USD aufgehoben, die kleine Händler bisher vom Daytrading ausgeschlossen hat.
  • Ein neues Intraday-Marginsystem ersetzt die 25 Jahre alte Pattern-Day-Trader-Bezeichnung.
  • Broker-Dealer haben bis zu 18 Monate Zeit, um das neue Rahmenwerk umzusetzen.
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Die SEC hat am 14. April den Vorschlag von FINRA genehmigt, das Mindest-Eigenkapital von 25.000 USD für sogenannte Pattern Day Trader abzuschaffen. Damit wurde eines der größten Hindernisse für die Teilnahme von Retail-Anlegern am Markt beseitigt.

Mit dieser Entscheidung entfällt auch die Bezeichnung „Pattern Day Trader“. Bisher wurden Kunden so eingestuft, die innerhalb von fünf Geschäftstagen mindestens vier Daytrades durchgeführt haben.

Was die neuen Regeln ersetzen

Die ursprüngliche Pattern Day Trader (PDT) Regel gibt es seit 2001. Regulierungsbehörden führten damals die 25.000 USD Grenze ein, um starke Verluste von Retail-Anlegern während dem Platzen der Dotcom-Blase zu verhindern. Über mehr als zwei Jahrzehnte hinderten die Regeln kleinere Konten effektiv an aktivem Intraday-Handel.

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„Seit 2001 mussten Sie mindestens 25.000 USD ständig auf dem Konto haben, wenn Sie mehr als drei Daytrades in fünf Tagen machen wollten. Sobald Ihr Kontostand darunter fiel, hat Ihr Broker Sie komplett vom Daytrading ausgeschlossen. Diese Regel hinderte Millionen von Retail-Anlegern daran, aktiv am Markt teilzunehmen, weil ihnen das nötige Kapital fehlte“, schrieb Bull Theory .

Nach den nun genehmigten Änderungen der FINRA Regel 4210 müssen Trader stattdessen Eigenkapital entsprechend ihrem tatsächlichen Marktrisiko während des Handelstags vorhalten. Kunden von FINRA-Mitglieds-Broker-Dealern unterliegen weiterhin den bisherigen Anforderungen beim Initial- und laufenden Margin gemäß Regel 4210.

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Das neue Regelwerk schließt zudem eine Lücke, indem es auch Optionen mit Laufzeit „zero-days-to-expiration“ (0DTE) einbezieht. Broker-Dealer können dabei zwischen zwei Umsetzungswegen wählen. Unternehmen können entweder in Echtzeit überprüfen lassen, ob Trades die Margin-Anforderungen verletzen, oder eine einmalige Berechnung nach Handelsschluss durchführen, um die Intraday-Exponierung zu prüfen.

Konten, die innerhalb von fünf Geschäftstagen wiederholt ihre Intraday-Marginpflicht nicht erfüllen, werden für 90 Tage gesperrt. Während dieser Zeit können sie keine neuen Short-Positionen oder Soll-Salden aufbauen. Kleine Defizite, die entweder unter 5% des Kontowerts oder unter 1.000 USD liegen, oder bei außergewöhnlichen Umständen, lösen keine Sperre aus.

„FINRA ist der Ansicht, dass die vorgeschlagene Regeländerung Kunden und Mitgliedern gleichermaßen Vorteile bringt, weil sie die Risiken durch Intraday-Handel insgesamt verringert und Kunden mehr Freiheit zur Marktteilhabe gibt, während die Kosten für die Einhaltung von Vorschriften für Mitglieder sinken“, heißt es in der Mitteilung.

Die neuen Regeln gelten 45 Tage, nachdem FINRA die Regulierungsmitteilung veröffentlicht. Unternehmen, die für Systemanpassungen mehr Zeit brauchen, haben eine Übergangsfrist von 18 Monaten ab Veröffentlichung der Mitteilung.

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