Summer.fi stellt den Betrieb ein, nachdem ein Exploit am 6. Juli das Lazy Summer Protocol mit einem Schaden von 6,04 Millionen USD getroffen und das für einen Neustart nötige Kapital vernichtet hat.
Die fünf Jahre alte Decentralized Finance (DeFi) Plattform erklärte, dass die App bis zum 31. August weiterhin verfügbar bleibt.
Summer.fi schließt die Türen: Exploit vom 6. Juli vernichtet Kapital für den Neustart
In einem Blog-Eintrag führte das Team den aktuellen Rückgang von DeFi unter anderem auf die Folgen des Stream Finance-Fiaskos im Oktober 2025 zurück. Den Exploit im Juli bezeichnete das Team als „verheerenden Moment” für Nutzer und das gesamte Ökosystem.
BeInCrypto berichtete von Verlusten von etwa 6 Millionen USD. Der Angreifer manipulierte den Anteilspreis in zwei USDC-Vaults des Protokolls auf Ethereum (ETH).
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Die Schäden verteilten sich unterschiedlich auf die beiden Pools. LazyVault_LowerRisk_USDC (0x98C49e13…EcF17) erlitt einen Nettoverlust von fast 5,64 Millionen USDC. LazyVault_HigherRisk_USDC (0xE9cDA459…cB06) verlor etwa 0,40 Millionen USDC.
Nach Angaben des Teams lag ein bedeutender Teil des eigenen Kapitals in den betroffenen Vaults. Der Verlust hat die nötige Basis für einen Wiederaufbau entfernt.
„Nachdem wir jede Alternative geprüft haben, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Einstellung des Betriebs der einzige gangbare Weg ist, auch wenn uns das sehr traurig macht”, teilte das Team mit.
Trotz der Schließung weist Summer.fi darauf hin, dass die Lazy Summer DAO daran arbeitet, sowohl Auszahlungen als auch Rücknahmen für alle Vaults, auch in den vom Exploit betroffenen, wiederherzustellen. Sobald diese Prozesse abgeschlossen sind, wird der volle Funktionsumfang der Vaults wieder über die Summer.fi-Oberfläche verfügbar sein.
Summer.fi reiht sich damit in die wachsende Liste von Protokollen ein, die nach einem Angriff nicht überleben konnten. Radiant Capital stellte den Betrieb im Juni nach einem 50-Millionen-USD-Exploit ein. Step Finance schloss im Februar aufgrund eines Treasury-Hacks. In allen Fällen war der Exploit das Ende für das jeweilige Projekt.
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