Ein anonymer On-Chain-Trader mit dem Namen „0x007“ hat 2,04 Millionen USD verdient, indem er einen Silber-Short nahezu am Allzeithoch eröffnete.
Dies geschah nur wenige Tage, bevor ein starker Ausverkauf die Edelmetallmärkte erschütterte und die weltweiten Risiko-Märkte beeinflusste.
On-Chain-„James Bond“ verdient 2 Mio. USD mit Silber-Short – Jane Streets Position schürt neue Volatilitätsängste
Die Blockchain-Analysefirma Arkham Intelligence spielte dabei auf den Namen James Bond an, um die Präzision des Handels zu betonen.
„Trader 0x007 liegt 2 Mio. USD vorn, weil er Silber geshortet hat. Der größte On-Chain-Silber-Short liegt jetzt 2 Mio. USD im Plus. Trader 0x007 hat Silber vor nur zwei Tagen am Hoch geshortet und ist schon 2,04 Mio. USD im Gewinn. Der Name ist Bond. James Bond“, schrieb Arkham.
Der Handel kam, als Silber eine seiner turbulentesten Phasen seit Jahren erlebte. Die Preise stiegen über 96 USD je Unze, bevor sie dann stark einbrachen.
Die Kursschwankung vernichtete viel Wert im Markt für Edelmetalle und sorgte für Schockwellen bei Aktien und Krypto.
Jane Streets Silber-Beteiligung entfacht Manipulations-Debatte
Der Ausverkauf traf auf ein bereits angespanntes Umfeld. Laut Bloomberg-Daten kaufte Jane Street im vierten Quartal 2025 rund 20,6 Millionen Anteile des iShares Silver Trust (SLV).
Dies ist die größte Erhöhung innerhalb eines Quartals. Die quantitative Handelsfirma ist dadurch zum größten Halter des ETF geworden. Ihr Anteil ist etwa 1,6 Milliarden USD wert und liegt damit vor BlackRock und Morgan Stanley.
Analyst Bull Theory sagt, Jane Streets Anteil entspricht etwa 3,6 Prozent aller SLV-Anteile.
Online wurde schnell diskutiert, ob solch eine starke Position im weltweit größten, physisch gedeckten Silber-ETF den Kurs beeinflussen könnte, besonders zusammen mit Jane Streets größerem Engagement in Derivaten.
Bemerkenswert ist, dass Jane Street schon einmal von Regulierungsbehörden überprüft wurde. Die indischen Behörden haben das Unternehmen 2025 wegen Derivate-Manipulationen bestraft. Diese Vorgeschichte sorgt auch in anderen Märkten wie beim Bitcoin-Kurs für mehr Skepsis.
Jane Street hat die Manipulationsvorwürfe immer als Verschwörungstheorien zurückgewiesen und bleibt dabei, dass sie als Liquiditätsanbieter arbeitet.
„Die Silbermärkte werden stark von Banken, ETFs, Terminmärkten und algorithmischen Tradern bestimmt“, sagte Crux-Investor-Analyst Ole Hansen von Saxo Bank. Er ergänzte, dass bei mehr Schwankung die Liquidität schnell sinke, was die Situation weiter verschärfe.