Weitere 20.000 neue Ledger-Kundendaten wurden gestohlen

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IN KÜRZE
  • 20.000 weitere Kundendaten sind gestohlen worden.

  • Bis jetzt gibt es keinen Schadensersatz von Ledger.

  • Viele Ledger-Wallet-Besitzer erhalten weiterhin Spam- und Erpresser-E-Mails.

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Der Hardware-Wallet-Hersteller Ledger hatte letztens auf seinem Blog veröffentlicht, dass erneut 20.000 sensible Kundendaten gestohlen wurden. Deswegen ist die Zahl der Erpressungs- und Diebstahlversuche weiter angestiegen. Viele Kunden sind enttäuscht und verärgert.



Der Hardware-Wallet-Hersteller Ledger hatte letztens in seinem Blog veröffentlicht, dass erneut 20.000 sensible Kundendaten gestohlen wurden. Seitdem ist die Anzahl der Erpressungsversuche weiter angestiegen.

Das Image von Ledger erleidet einen immer größeren Schaden. Aufgrund der Nachlässigkeit des Unternehmens schreiben immer mehr frustrierte Kunden im Internet über ihre Erfahrungen und Gefühle.



Bis jetzt hat sich der Hardware-Wallet-Hersteller geweigert, seine Kunden zu entschädigen. Und das, obwohl viele der Kunden sämtliche Bestände auf ihren Wallets durch Sim-Swapping-Angriffe oder andere Methoden verloren haben. Abgesehen von dem Update auf dem Ledger-Blog über den neuesten Vorfall zeigte die Firma bis jetzt wenig Initiative.

Aufgrund einer Sicherheitslücke sind erneut 20.000 neue Kundendaten gestohlen worden. Diese beinhalten die Namen, Postanschriften, Telefonnummern sowie die zugehörigen Produktdaten.

Ledger Kunden erhalten Morddrohungen

Leider reicht ein Blogpost nicht, um den zahlreichen verärgerten Kunden zu helfen. Alleine von dem vorherigen Daten-Leak sind mehr als 270.000 Kunden betroffen. Viele haben bereits zahlreiche Spam- und Erpresser-E-Mails erhalten. Darunter sind auch Morddrohungen, die die persönliche Adresse der Kunden enthalten.

Der technische Analyst sagte:

Nein, ich werde unter keinen Umständen irgendetwas an einer dieser E-Mail-Adressen schicken. Aber alleine, dass die E-Mails meine persönliche Adresse beinhalten, hat mich schon verdammt wütend gemacht.

Besorgte Kunden haben sich auch auf Reddit zu Wort gemeldet. Ein Reddit-User hat gepostet, dass sein Vater eine Morddrohung in seinem privaten E-Mail-Postfach vorgefunden hatte, nachdem er vor ein paar Monaten einen Ledger Nano S gekauft hatte.

Außerdem hat der Reddit-User erzählt, dass der Betrüger den Namen Darrin Burlew verwendet hat und er den Namen, die Adresse und die Telefonnummer seines Vaters kennt. Das sind genau Daten, die beim letzten Hack der Ledger-Datenbank gestohlen wurden.

Fallen sie nicht darauf rein, niemand wird zu Ihnen nach Hause kommen, um Sie zu umzubringen. Trotzdem ist dieses Gefühl der Unsicherheit extrem unangenehm. Das Ganze ist ein Skandal und Ledger muss etwas dagegen unternehmen. Teilen Sie diese Nachricht mit Leuten, die auch eine Ledger-Wallet gekauft haben, bevor sie in Panik geraten.

Kritische Sicherheitslücke bei Shopify

Der Hardware-Wallet-Hersteller hat sich in diesem ganzen Schlamassel bis jetzt eher gleichgültig verhalten. Leider hat der Hard-Ware-Wallet bisher die Schuld einfach auf die Betrüger und die das Surf-Verhalten der Kunden geschoben, anstatt selbst Verantwortung zu übernehmen.

In dem Update steht außerdem, dass die Firma Ende Dezember eine Mitteilung von seinem E-Commerce-Dienstleister Shopify erhielt. Ein kriminelles Mitglied des Support-Teams hatte sensible Unternehmens- und Kundendaten von Shopify gestohlen. Vertrauliche Ledger-Daten sind ebenfalls betroffen.

Ein Bild von BeInCrypto

Bei dem letzten Datendiebstahl wurden mehr als 20.000 Kundendaten entwendet. Deswegen ist die Anzahl der gemeldeten Scam-Mails und Hackversuche wieder weiter gestiegen.

Ledger behauptet zwar, bereits aktiv mit Behörden und Blockchain-Sicherheitsfirmen zusammenzuarbeiten, um die Cyberkriminellen zu fassen. Allerdings ist die Behauptung bis jetzt nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Tausende von Kunden werden wahrscheinlich keinerlei Entschädigung erhalten und müssen sich weiter mit angsteinflößenden E-Mails rumschlagen.

Geschrieben von Martin Young, übersetzt von Maximilian Mußner.

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Martin schreibt seit zwei Jahrzehnten über Cybersicherheit und Infotech. Er hat bereits Handelserfahrung und ist seit 2017 aktiv in der Blockchain- und Kryptoindustrie tätig.

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