AFX Trade, ein Protokoll auf Arbitrum (ARB), hat am 22. Juli etwa 24,15 Millionen USDC verloren, nachdem ein Angreifer eine von AFX betriebene Bridge ausgenutzt hat.
Das Sicherheitsunternehmen Blockaid hat den Angriff um 21:30 Uhr UTC festgestellt. Es ist bereits der 14. Sicherheitsvorfall im Krypto-Bereich im Juli, damit übersteigt der Monat bereits die Verluste durch Hacks im Juni.
Angreifer entzieht 24 Millionen USDC aus von AFX betriebener Bridge
Der Angriff richtete sich auf eine von AFX betriebene Bridge, nicht auf das Arbitrum-Netzwerk selbst. Blockaid hat den Abfluss erkannt und sofort begonnen, mit dem Arbitrum-Team eine Reaktion zu koordinieren.
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Der Angreifer hat die gestohlenen USDC anschließend von Arbitrum auf Ethereum (ETH) verschoben. Die Blockchain-Sicherheitsfirma PeckShield meldete, dass die Vermögenswerte in 12.467,5 ETH umgetauscht wurden.
Der umgetauschte ETH-Betrag wurde auf eine einzelne Wallet, 0x6276…ebAC, zurückverfolgt. Diese Zahl zeigt die bislang abgezogenen Vermögenswerte, der Betrag kann sich jedoch noch ändern, während der Fluss weiter verfolgt wird.
Steven Goldfeder, Mitgründer von Offchain Labs, äußerte sich direkt zu dem Vorfall. Er betonte den Unterschied zwischen der AFX-Bridge und der Kerninfrastruktur von Arbitrum.
„Uns ist ein Bericht über einen Bridge-Hack auf Arbitrum bekannt und wir untersuchen den Fall. Wir können bestätigen, dass die betroffene Transaktion von einem Drittanbieter-Protokoll stammt und die native Bridge von Arbitrum in keiner Weise gehackt oder ausgenutzt wurde”, sagte er.
Schwieriger Monat für die Krypto-Sicherheit
Der Vorfall bei AFX ereignet sich in einer teuren Phase für die Branche. Es gab bereits mehrere ähnliche Angriffe auf Cross-Chain-Protokolle, die über deren Bridges massiv ausgenutzt wurden.
Nach Angaben von DefiLlama gab es im Juli vor diesem Vorfall 13 Hacks bei verschiedenen Protokollen. Der Schaden lag zu diesem Zeitpunkt bei 72,6 Millionen USD. Mit dem AFX-Vorfall steigt die Zahl auf 14.
Durch diesen Vorfall steigt der Gesamtschaden im Juli auf rund 97 Millionen USD. Damit übersteigen die Verluste bereits die 75,32 Millionen USD an Schäden durch Hacks im Juni.
In den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob das Protokoll einen Teil der gestohlenen Vermögenswerte einfrieren oder zurückholen kann.
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