Krypto-Angriffe steigen 2026 um 50%, gestohlene Beträge sinken

  • Krypto-Hacks steigen Anfang 2026 um 50%, Gesamtschäden sinken um 60%
  • SlowMist verzeichnete im Halbjahr 182 Vorfälle mit einem Wert von 956 Millionen USD.
  • KI kommt bei Angriffen zum Einsatz: Von Lazarus-Malware bis zum Grok-Agenten-Exploit
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Krypto-Sicherheitsvorfälle sind im 1. Halbjahr 2026 um etwa 50 % gestiegen, obwohl die gesamten Verluste um etwa 60 % sanken. Das ergibt ein Halbjahresbericht der Blockchain-Sicherheitsfirma SlowMist.

Das Unternehmen zählte 182 Vorfälle mit einem Wert von etwa 956 Millionen USD zwischen Januar und Juni. Im Vorjahr verursachten 121 Vorfälle Verluste von rund 2.373 Millionen USD.

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Krypto-Angriffe steigen 2026 um 50 %: Entwendete Summen sinken deutlich

Die Daten zeigen einen Unterschied zwischen Häufigkeit und Ausmaß der Vorfälle. Zwar gab es mehr Angriffe, aber die höchsten Summen konzentrierten sich auf wenige besonders wertvolle Ziele.

Die meisten Vorfälle gab es bei Contract- und Logik-Schwachstellen mit 85 Fällen. Private-Key- und Zugangsdaten-Kom­promittierungen lagen mit 17 Fällen auf Platz zwei, gefolgt von Supply-Chain-Angriffen mit 12 Fällen.

Beim Gesamtwert zeigt sich ein anderes Bild. Supply-Chain-Angriffe führten zu den größten Verlusten mit etwa 298 Millionen USD. Ein einzelner Vorfall war dabei besonders relevant.

Der Kelp DAO Exploit führte zu einem einzelnen Verlust von fast 292 Millionen USD und war damit der größte des Halbjahrs. Forschende ordneten den Angriff einer Untergruppe der Lazarus-Gruppe aus Nordkorea zu.

Contract- und Logik-Fehler verursachten etwa 152 Millionen USD Verlust. Private-Key- und Zugangsdaten-Kom­promittierungen sorgten für rund 130 Millionen USD an Verlusten.

Bemerkenswert ist, dass Ethereum (ETH) das am häufigsten angegriffene Ökosystem war. Die damit verbundenen Verluste lagen bei etwa 134 Millionen USD.

Krypto-Hacks und Verluste im 1. Halbjahr 2026.
Krypto-Hacks und Verluste im 1. Halbjahr 2026. Quelle: X/SlowMist
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Wie KI die Angriffe verändert

SlowMist betonte außerdem, dass künstliche Intelligenz ein wachsendes Risiko darstellt. Das Unternehmen erklärt, dass KI die Einstiegshürde für Social Engineering und automatisierte Angriffe verringert hat. Angreifer nutzen KI mittlerweile in der gesamten Angriffskette.

In einem Beispiel warnte der CISO von SlowMist im April, dass HexagonalRodent, eine Lazarus-Untergruppe, Entwickler mit fingierten, lukrativen Jobangeboten und Interviews köderte, um so mit Schadcode versehene Software einzuschleusen.

„Zugehörige Untersuchungen ergaben, dass Angreifer umfangreich KI-Tools wie ChatGPT und Cursor während des Angriffs nutzten, um bei der Code-Erstellung zu helfen, Kommunikationsinhalte zu verfassen und Social-Engineering-Narrative zu optimieren“, heißt es im Bericht.

Auch KI-Agenten waren selbst Ziel von Angriffen. In einem Fall aus Mai 2026 hat ein Angreifer zuerst ein NFT verteilt, das hoch privilegierte Übertragungen ermöglichte, und sendete dann dem Chatbot Grok eine Morsecode-Nachricht, die in eine versteckte Transferanweisung entschlüsselt wurde.

Der verbundene Trading-Agent BankrBot behandelte diese Ausgabe als vertrauenswürdig und transferierte etwa 175.000 USD auf der Blockchain. SlowMist nennt dies einen Angriff auf die „KI-Agenten-Vertrauenskette“.

Das gemischte Bild stellt Verteidigende derzeit vor zwei große Herausforderungen. Die Zahl der Angriffe steigt weiter und KI wandelt die Art, wie Angriffe aufgebaut und durchgeführt werden.

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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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