Über 40% aller Altcoins werden im März 2026 an oder nahe ihren Allzeittiefs gehandelt, so Analyst Darkfost. Dieser Wert liegt über dem bisherigen Bärenmarkt-Höchststand von etwa 38%.
Diese Daten markieren den stärksten Kursrückgang bei Altcoins während des aktuellen Zyklus. Geopolitische Spannungen und makroökonomische Volatilität belasten weiterhin Risiko-Vermögenswerte an den Finanzmärkten.
„Der Kryptomarkt leidet weiterhin unter den zunehmenden geopolitischen Spannungen und der damit verbundenen Volatilität an den Finanzmärkten. Vor allem Altcoins sind besonders betroffen. Sie standen während dieses Zyklus noch nie so stark unter Druck”, sagte er.
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Darkfost weist zudem auf ein strukturelles Problem jenseits dieser Faktoren hin. Die Gesamtzahl aller Kryptowährungen ist mittlerweile auf über 47 Millionen gestiegen.
Allein auf Solana (SOL) gibt es über 22 Millionen Token. Base verzeichnet mehr als 18 Millionen Token und die BNB Smart Chain kommt auf weitere 4 Millionen. Dieses massive Wachstum bei der Erstellung von Token hat das Kapital auf einen überfüllten Markt verteilt.
Dadurch entsteht eine starke Verwässerung der Liquidität. Da die Nachfrage der Investoren mit dem Angebot nicht mithalten kann, könnten viele Altcoins Schwierigkeiten haben, anhaltenden Kaufdruck zu erzeugen.
„Eine derart massive Anzahl von Kryptowährungen führt direkt zu einer Verwässerung der Liquidität, wodurch Altcoins im Laufe der Zeit immer fragiler werden. Das erklärt, weshalb wir aktuell rekordverdächtige Unterperformance beobachten”, erklärte er.
Dennoch bemerkt Darkfost, dass extreme Unterperformance potenziell Einstiegschancen bieten kann. Investoren, die inmitten des Verkaufsdrucks widerstandsfähige Projekte erkennen, könnten attraktive Möglichkeiten entdecken.
Vorher hatte Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise Asset Management, eine strukturelle Einschätzung abgegeben. Er meint, dass das klassische Rotationsmuster, bei dem Kapital von Bitcoin (BTC) zu Ethereum (ETH) und anschließend zu spekulativen Token wandert, nicht mehr funktioniert.
„Ich denke nicht, dass wir eine Art allgemeine Aufwärtsbewegung sehen werden. Stattdessen rechne ich mit einer untypischen Altcoin-Saison”, so Hougan.
Hougan erwartet, dass zukünftige Zyklen nur Projekte belohnen, die echte Nutzung in der realen Welt nachweisen, und nicht breiten spekulativen Auftrieb.
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