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Coinbase-Chef Armstrong: Banken werden bald stabile Coins mit Zinsen fordern

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Geschrieben von
Oluwapelumi Adejumo

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Redigiert von
Phil Haunhorst

28 Dezember 2025 12:00 CET
  • Coinbase-Chef: „US-Banken blockieren Stablecoin-Zinsen - bald fordern sie sie selbst“
  • Er meint, der Streit um das GENIUS-Gesetz zeigt, dass Banken günstige Einlagen schützen wollen - und es geht ihnen weniger um echte Sicherheitsbedenken.
  • Bis Banken eigene tokenisierte USD herausgeben, wollen Unternehmen wie Coinbase das aktuelle System verteidigen.
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Der Coinbase-Chef Brian Armstrong meint, dass US-Banken ihre Meinung zur Regulierung von Stablecoins ändern werden. In Zukunft werden sie wohl das Parlament bitten, Zinsen auf diese digitalen Vermögenswerte erlauben zu dürfen.

Armstrong hat seine Vorhersage am 27. Dezember auf X veröffentlicht. Damit widerspricht er den aktuellen Versuchen der Bankenbranche, die Möglichkeit auf Zinsen aus dem GENIUS Act zu streichen.

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Armstrong: Banken kippen bald Verbot von Stablecoin-Zinsen

Er sagt, die Banken schützen nun vor allem ihre günstigen Einlagen. Um aber weiter Geld von Anlegern zu bekommen, werden sie neue Technik nutzen müssen.

„Meine Vorhersage ist: Die Banken werden schon in ein paar Jahren umschwenken und dann selbst darum bitten, Zinsen und Rendite auf Stablecoins zahlen zu dürfen“, schrieb Armstrong auf X.

Armstrongs Aussage zeigt: Beim Streit um den GENIUS Act geht es nicht nur um Regeln. Es ist ein Kampf zwischen alten Geschäftsmodellen und dem neuen Markt.

Das GENIUS Act, das im Juli 2025 unterschrieben wurde, verbietet Stablecoin-Anbietern wie Circle und Tether, direkt an Halter Zinsen zu zahlen.

Allerdings dürfen Vermittler – zum Beispiel Börsen – die Zinsen aus den US-Staatsanleihen an die Nutzer weitergeben.

Deshalb bitten Banken-Lobbyisten jetzt die Politiker, das Gesetz noch einmal zu öffnen und diese Ausnahme zu streichen.

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Sie sagen, dass andere Firmen jetzt fast risikofreie US-Staatsanleihe-Zinsen von rund 4 Prozent bis 5 Prozent auf Bargeld anbieten können. Somit haben die Banken Mühe, mitzuhalten, ohne ihre Einlagezinsen zu erhöhen. Ihre Gewinne werden dadurch kleiner.

Armstrong nennt jedoch Versuche, das bestehende Gesetz wieder zu ändern, eine „rote Linie“ für die Krypto-Community.

Er nennt das Verhalten der Banken-Lobby „Gedankensport“. Ihrer Darstellung – Sicherheit wäre wichtig, während sie Kunden Zinsen unter dem Markt zahlen – widerspricht Armstrong deutlich.

Der Coinbase-Chef meint außerdem, dass die aktuellen Lobby-Kosten der Bankenverbände „zu 100 Prozent vergeudete Mühe“ sind.

Es ist auffällig: Eine Gruppe aus 125 Krypto-Unternehmen, darunter auch Coinbase, hat jüngst einen Brief an das Banken-Komitee des Senats geschickt. Sie sind gegen Änderungen am Gesetz. Die Gruppe meint: Neue Änderungen würden die Klarheit im Markt zerstören.

Armstrong glaubt, Banken werden das Halten von Einlagen zu fast null Prozent bald nicht mehr durchsetzen können. Stattdessen könnten sie selbst eigene Token-Dollars ausgeben, um direkt an den Zinsgewinnen zu verdienen.

Solange das nicht passiert, wollen Coinbase und andere Unternehmen weiterhin die aktuellen Regeln verteidigen. Damit bleiben sie die Anbieter guter Zinsen für alle mit US-Dollar.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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