Obwohl MiCA das Wachstum von Krypto in Europa im vergangenen Jahr erschwert hat, ist die Branche für digitale Vermögenswerte in dieser Region weiterhin mehr als 250 Milliarden USD wert. Ein großer Teil dieser Entwicklung wird von Neobanken vorangetrieben.
Dieses Ranking bewertet die fünf führenden europäischen Neobanken nach Nutzerzahl, Tiefe des Krypto-Angebots, geografischer Reichweite und der Integration von Kryptowährungen in den Alltag, Stand März 2026. Die meisten Plattformen veröffentlichen keine Handelsvolumina. Daher liegt der Fokus auf Verbreitung und Nutzerfreundlichkeit statt auf spekulativer Aktivität.
| Rang | Neobank | Nutzer | Krypto-Zugang | Token | Hauptstärke | Wichtigste Einschränkung |
| 1 | Revolut | 50 Millionen+ | Nativ (Handel in der App, Staking, Revolut X) | 100+ | Größte Nutzerbasis, vollständige Krypto-Suite | Regulatorische Komplexität in verschiedenen Märkten |
| 2 | N26 | 8 Millionen+ | Nativ (über Bitpanda-Integration) | 200+ | Starke Verbreitung in der EU, einfache Bedienung | Wenige Funktionen für fortgeschrittenen Handel |
| 3 | bunq | 12 Millionen+ | Nativ (über Kooperation mit Kraken) | 200+ | Schnelle Einführung, Expansion in mehreren Märkten | Nutzerbasis wächst noch im Vergleich zu Wettbewerbern |
| 4 | Monzo | 9 Millionen+ | Indirekt (Integration externer Exchanges) | k. A. | Große Basis im Vereinigten Königreich, Fokus auf Regeltreue | Keine direkte Monetarisierung mit Krypto |
| 5 | Lydia | 7 Millionen+ | Indirekt (Zugang über Partner) | k. A. | Hohe Einbindung im Retail-Sektor (Frankreich) | Geringe geografische Reichweite |
Revolut: Wachstum und ProduktvielfaltEntdecken Sie die führenden Köpfe hinter dem institutionellen Wandel in der Kryptobranche
Revolut führt den europäischen Markt mit weltweit mehr als 50 Millionen Nutzern an und ist damit die größte Neobank mit Krypto-Angebot.
Die Krypto-Suite von Revolut ist die fortschrittlichste unter den Wettbewerbern. Nutzer haben Zugang zu mehr als 100 Token, zusätzlich zu Staking, wiederkehrenden Käufen und einer fortgeschrittenen Handelsplattform (Revolut X).
Krypto ist zentraler Bestandteil der Finanz-Super-App von Revolut. Die Plattform verbindet Reichweite mit umfangreichen Funktionen und bietet damit das umfassendste Krypto-Angebot unter den europäischen Neobanken.
N26: Einfacher Zugang für Millionen Kunden
N26 ist in Europa mit mehr als 8 Millionen Nutzern präsent. Das Krypto-Produkt, welches in Partnerschaft mit Infrastrukturprovidern entwickelt wurde, ermöglicht Zugang zu mehr als 200 Token.
Der Fokus liegt auf einfacher Bedienung. Nutzer können Kryptowährungen direkt innerhalb der Banking-App kaufen und verkaufen, ohne komplexe Oberflächen nutzen zu müssen.
Bei N26 steht die leichte Zugänglichkeit vor erweiterten Funktionen. Dadurch sinkt die Einstiegshürde, sodass alltägliche Bankkunden in der EU einfach auf Kryptowährungen zugreifen können.
bunq: Schnelles Wachstum dank Expansionsstrategie
bunq zählt inzwischen mehr als 12 Millionen Nutzer und hat sein Krypto-Angebot auf mehrere Märkte ausgeweitet.
Durch Partnerschaften mit etablierten Krypto-Börsen bietet bunq Zugriff auf mehr als 200 Token in der App. Das Unternehmen hat es schnell geschafft, Krypto in Europa und den Vereinigten Staaten zu integrieren.
Die Hauptstärke von bunq liegt in der schnellen Umsetzung. Die Neobank positioniert sich als flexible Finanzplattform und integriert Krypto in eine umfassende „All-in-One“-Banking-Strategie.
Monzo: Kontrolliertes Engagement
Monzo betreut mehr als 9 Millionen Nutzer im Vereinigten Königreich. Im Gegensatz zu anderen Anbietern gibt es hier keinen nativen Krypto-Handel.
Stattdessen können Nutzer über externe Krypto-Plattformen agieren, während Monzo strenge Kontrollen im Bereich Betrugsprävention und Regeltreue beibehält.
Dies begrenzt den direkten Zugang zu Kryptowährungen in der App. Allerdings zeigt Monzos Vorgehen eine vorsichtige Strategie, bei der der Schutz der Nutzer wichtiger ist als ein schneller Ausbau von Krypto-Funktionen.
Lydia ist vor allem in Frankreich aktiv und zählt mehr als 7 Millionen Nutzer, wobei der Fokus auf einer jüngeren, mobil orientierten Zielgruppe liegt.
Über Kooperationen mit Partnern erhalten Nutzer Zugang zu Kryptowährungen, weil sie digitale Vermögenswerte in einer bekannten Zahlungs-App kaufen und halten können.
Obwohl der geografische Wirkungsbereich begrenzt ist, profitiert Lydia von einer hohen Nutzerbindung. Die Nutzer setzen sich häufig mit Finanzfunktionen auseinander, wodurch der Weg zur Krypto-Nutzung erleichtert wird.
Das verrät dieses Ranking
Europäische Neobanken konkurrieren nicht mehr allein mit Zugang für Nutzer. Die meisten bieten mittlerweile eine Krypto-Integration an.
Unterschiede zeigen sich bei Größe, Tiefe der Produkte und der Frage, wie gut sich Kryptofunktionen in den Alltag integrieren lassen.
Revolut bietet ein umfassendes Ökosystem. N26 und bunq setzen auf leichten Zugang und Ausbau. Monzo und Lydia verfolgen eher vorsichtige oder spezialisierte Ansätze.
Zudem zeigt sich insgesamt eine klare Entwicklung: Kryptowährungen werden zu einem Standard in europäischen Banking-Apps und von einer optionalen Ergänzung zu einem festen Bestandteil von Finanzdienstleistungen.