Die königliche Regierung von Bhutan hat seit Jahresbeginn ungefähr 120 Millionen USD in Bitcoin verkauft.
Mit diesem Schritt beschleunigt sich eine Ausstiegsstrategie, durch die die digitalen Reserven des Himalaja-Königreichs um mehr als 60% von ihrem Höchststand gesunken sind.
Am 28. März berichtete die Blockchain-Analyseplattform Arkham Intelligence, dass die letzte Transaktion am 27. März stattfand, als die Regierung 123,7 BTC – im Wert von etwa 8,5 Millionen USD – an eine zuvor ungenutzte Adresse transferierte.
Dieser Transfer folgte einer deutlich größeren Veräußerung nur 48 Stunden zuvor, bei der Bhutan 519,7 BTC für ungefähr 36,75 Millionen USD verkauft hat.
Bhutan scheint für diese Verkäufe Over-the-Counter-Desks und Market Maker einzusetzen, darunter das in Singapur ansässige QCP Capital, um diese Transaktionen mit möglichst wenig Einfluss auf die Orderbücher öffentlicher Börsen durchzuführen.
Der massive Verkauf im Jahr 2026 bedeutet eine Veränderung des Tempos beim staatlichen Vermögensfonds des Landes, Druk Holding and Investments. Während Bhutans Verkäufe früher vereinzelt stattfanden, deutet die jüngste Aktivität nun auf eine systematische Liquidierung hin.
Seit dem 1. Januar hat die Regierung 158,57 Millionen USD aus ihren Haupt-Wallets transferiert und im Gegenzug nur 38,84 Millionen USD erhalten.
„Bhutan verkauft Anteile seines Bitcoin-Bestands in Größenordnungen von rund 5 bis 10 Millionen USD und hat Mitte bis Ende September 2025 ungefähr 3.500 BTC verkauft. Das Volumen der ausgehenden Transfers hat in den vergangenen Wochen ebenfalls zugenommen, wobei der Staat offenbar seit Jahresbeginn seinen Bestand um etwa 1.700 BTC reduziert hat”, erklärte Arkham Intelligence.
Im Gegensatz zu den meisten Ländern, die Bitcoin durch eingezogene kriminelle Vermögenswerte halten, hat Bhutan seinen Bestand durch ein staatlich unterstütztes Mining-Programm aufgebaut, das 2019 gestartet wurde.
Indem überschüssige Wasserkraft aus den Gletscherflüssen genutzt wird, konnte das Land bis zu 13.000 BTC anhäufen. Durch kontinuierliche Verkäufe in den vergangenen zwei Jahren wurde dieser Bestand jedoch auf etwa 4.300 BTC reduziert, was derzeit nahezu 300 Millionen USD entspricht.
Analysten gehen davon aus, dass die Erlöse in große nationale Infrastrukturprojekte fließen, insbesondere in die geplante Sonderverwaltungsregion Gelephu Mindfulness City.
Die Regierung hatte zuvor zugesagt, 10.000 BTC für dieses Projekt bereitzustellen. Die aktuelle Liquidierung deutet jedoch darauf hin, dass die Mittel bereits aus diesen Reserven zur Finanzierung der Anfangsphase des Baus entnommen werden.
Trotz der umfangreichen Verkäufe bleibt Bhutan der siebtgrößte staatliche Halter von Bitcoin weltweit und liegt damit hinter den Vereinigten Staaten, China, dem Vereinigten Königreich, El Salvador und den Vereinigten Arabischen Emiraten.