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Was lief wirklich zwischen Binance und FTX? CZ packt endlich aus

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Geschrieben von
Lockridge Okoth

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Redigiert von
Phil Haunhorst

16 Februar 2026 14:00 CET
  • CZ erinnert sich: So investierte Binance früh in FTX
  • Die Rivalität wuchs wegen Streit um Regularien und offenen Konflikten bei Neueinstellungen.
  • Binance verließ 2021 den Markt – lange vor dem FTX-Zusammenbruch
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Die Beziehung zwischen Binance und FTX gehört schon lange zu den meistdiskutierten Rivalitäten in der Krypto-Welt. Jetzt berichtet Changpeng Zhao (CZ) öffentlich so ausführlich wie selten zuvor darüber.

CZ erklärt, wie aus Zusammenarbeit schon vor dem FTX-Zusammenbruch 2022 Konkurrenz wurde.

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CZ enthüllt überraschende Details zur geheimen Trennung von Binance und FTX

In dem All-In-Podcast hat der ehemalige Binance-Chef die Geschichte zurück bis Anfang 2019 verfolgt. Damals hat er Sam Bankman-Fried (SBF) zum ersten Mal getroffen. SBF leitete zu dieser Zeit Alameda Research.

„Äh, ich glaube, ich habe ihn zum ersten Mal im Januar 2019 auf einer der Konferenzen in Singapur getroffen, die Binance organisiert hat. Ich denke, FTX gab es damals noch gar nicht … Sam … leitete Alameda”, sagte CZ und erinnerte sich, dass Alameda damals ein großer Handelskunde von Binance war und die Beziehungen anfangs freundlich waren.

Laut CZ haben Alameda und das spätere FTX-Team Binance dann bald mit Vorschlägen angesprochen, bei einer Plattform für Derivate zusammenzuarbeiten. Mehrfach wurden Angebote gemacht, darunter auch eine Gemeinschaftsfirma, die für Binance vorteilhaft gewesen wäre.

Schließlich hat Binance Ende 2019 einer Investition zugestimmt.

„Ja … wir haben irgendwann nur 20 Prozent als Eigenkapital in sie investiert und dann sind wir ein Jahr … später wieder ausgestiegen … wir waren nicht lange dabei”, sagte CZ.

Zu dem Deal gehörte auch ein Token-Tausch mit BNB und FTT. Binance wurde Minderheitsgesellschafter. CZ betonte dabei:

  • Er blieb während der ganzen Zeit ein passiver Investor.
  • Er verzichtete darauf, Finanzberichte anzufordern, weil beide Firmen im Futures-Bereich Konkurrenten waren.

„Wegen des Wettbewerbs in den Geschäften … habe ich sie eigentlich nie … nach Finanzberichten gefragt … Ich bin ein sehr passiver Investor. Wenn ich investiere, mische ich mich nicht in das Geschäft ein“, sagte er.

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Zwischen Binance und FTX brodelt es hinter den Kulissen

Trotz der anfänglichen Zusammenarbeit verschlechterte sich das Verhältnis laut CZ schnell. Nach seinen Worten hörte er bald, dass SBF Binance in politischen und aufsichtsrechtlichen Kreisen in Washington kritisierte.

„Und fast direkt nachdem wir den Deal gemacht hatten, hörte ich von meinen Freunden … SBF sprach schlecht über uns in den Kreisen in Washington”, so CZ.

Er äußerte auch Ärger über die Personalpolitik. FTX habe angeblich Mitarbeitende von Binance mit deutlich höheren Gehältern abgeworben. Zudem sollen mit diesen Einstellungen VIP-Kunden von Binance mit Konkurrenz-Angeboten kontaktiert worden sein.

Obwohl CZ sagte, dass er öffentlich einen kooperativen Ton beibehalten wollte und sogar gemeinsamen Auftritten auf Branchentreffen zustimmte, deutete er an, dass der Konkurrenzkampf hinter den Kulissen schon stärker wurde.

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Darum ist Binance ausgestiegen

Bereits Anfang 2021 sammelte FTX bei Investoren Geld ein – angeblich bei Bewertungen von bis zu 32 Mrd. USD. CZ sagte, Binance hatte vertraglich ein Veto-Recht bei künftigen Finanzierungsrunden, habe aber darauf verzichtet.

„Also … wir sagten … warum steigen wir eigentlich nicht aus?”, erinnerte sich CZ. Binance wollte lieber frei konkurrieren, anstatt weiterhin Anteilseigner bei einem schnell wachsenden Rivalen zu sein.

Der Ausstieg wurde im Juli 2021 abgeschlossen – etwa anderthalb Jahre bevor FTX im November 2022 zusammenbrach.

„Das war noch eineinhalb Jahre, bevor sie Probleme bekamen … damals wussten wir nichts davon“, sagte er und wies Behauptungen zurück, Binance sei wegen Insiderwissen ausgestiegen. „Das ist kategorisch nicht wahr.“

FTX-Zusammenbruch: Folgen und aktuelle Entwicklungen

FTX ging am Ende unter, nachdem bekannt wurde, dass Kundengelder genutzt wurden, um Verluste bei Alameda Research auszugleichen. Dies löste eine Liquiditätskrise und die Insolvenz aus.

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Die Entscheidung von Binance im November 2022, die eigenen FTT-Bestände zu verkaufen, beschleunigte einen Banken-Run. Doch spätere Untersuchungen und Gerichtsverfahren kamen zu dem Schluss, dass Betrug und Missmanagement im Inneren der Hauptgrund für den Zusammenbruch waren.

CZ wollte sich nicht weiter zu laufenden Rechtsstreitigkeiten äußern, etwa zu Bestrebungen der FTX-Insolvenzverwaltung, Gelder aus dem Ausstieg 2021 zurückzuholen. Er betonte jedoch noch einmal, dass Binance als Anteilseigner nie Einblick in die Interna von FTX erhalten habe.

Zusammengefasst stellt CZ den Ablauf zwischen Binance und FTX nicht als plötzlichen Bruch, sondern als langsamen Zerfall dar. Seine Aussagen deuten darauf hin, dass es erst Kooperation, dann wachsende Rivalität und schließlich einen strategischen Ausstieg lange vor der Krise gab, die die Krypto-Branche verändert hat.

SBF hat auf Anfrage von BeInCrypto zu den Behauptungen von CZ bisher nicht geantwortet.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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