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MicroStrategy droht großes Risiko: Bitcoin-Kurs fällt auf 60.000 USD

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Geschrieben und bearbeitet von
Mohammad Shahid

06 Februar 2026 01:56 CET
  • Bitcoins Rückgang auf 60.000 USD erhöht Druck auf MicroStrategys Bilanz
  • Das Unternehmen wird aktuell unter dem Vermögenswert gehandelt – Kapitalaufnahme ohne Verwässerung kaum möglich
  • Risiko aktuell unter Kontrolle – anhaltende Schwäche könnte finanzielle Belastung deutlich erhöhen
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MicroStrategy steht wieder unter Druck am Markt, nachdem der Bitcoin-Kurs auf 60.000 USD gefallen ist. Daher rutscht das große Krypto-Vermögen der Firma noch weiter unter seinen durchschnittlichen Einkaufspreis. Das führt erneut zu Sorgen über Risiken in der Bilanz.

Die Aktien des Unternehmens sind stark gefallen, weil Bitcoin weiterhin an Wert verliert. Das zeigt, dass MicroStrategy wie ein gehebelter Vertreter für Krypto am Markt gesehen wird. Der Kursrückgang der Aktie hat auch den Börsenwert des Unternehmens unter den Wert der Bitcoin auf der Bilanz gedrückt. Das ist für das Kassenmodell der Firma ein wichtiges Alarmsignal.

Bitcoin-Kurs-Chart. Quelle: CoinGecko
Bitcoin-Kurs-Chart. Quelle: CoinGecko
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Bitcoin-Kurs fällt auf Jahrestief von 60.000 USD

MicroStrategy besitzt etwa 713.500 Bitcoin. Diese wurden zu einem durchschnittlichen Preis von ungefähr 76.000 USD pro Coin gekauft.

Da Bitcoin nun bei etwa 60.000 USD steht, liegen die Bestände der Firma etwa 21 Prozent unter dem Einkaufspreis. Das bedeutet Milliarden von USD an noch nicht realisierten Verlusten.

Diese Verluste sind noch nicht realisiert und zwingen nicht direkt zum Verkauf der Coins. Trotzdem schwächt das die Aktie von MicroStrategy deutlich.

Der starke Rückgang lenkt den Fokus der Investoren weg von langfristiger Ansammlung hin zur Frage, wie widerstandsfähig die Firma kurzfristig ist.

Bitcoin liegt jetzt 16.000 USD unter MicroStrategys durchschnittlichem Kaufpreis. Quelle: Strategy
Bitcoin liegt jetzt 16.000 USD unter MicroStrategys durchschnittlichem Kaufpreis. Quelle: Strategy
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Marktprämie fällt unter Vermögenswert

Eine aktuellere Sorge ist der Marktwert des Nettovermögens (mNAV) von MicroStrategy, der auf ungefähr 0,87x gefallen ist. Das bedeutet: Die Aktie wird jetzt billiger gehandelt als die eigenen Bitcoin-Bestände wert sind.

Das ist deshalb wichtig, weil die Strategie von MicroStrategy stark darauf baut, Aktien mit Aufschlag auszugeben, um noch mehr Bitcoin zu kaufen.

Fehlt dieser Aufschlag, würden neue Aktien eher verwässern anstatt den Wert zu steigern. Somit funktioniert der Hauptmechanismus für Wachstum bei der Firma gerade nicht.

MicroStrategys Bitcoin-Aufschlag fällt zusammen. Quelle: Saylor Tracker
MicroStrategys Bitcoin-Aufschlag fällt zusammen. Quelle: Saylor Tracker
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Strategy und Michael Saylor genießen kurzfristigen Schutz

Trotz des Drucks ist die Situation noch keine echte Insolvenzkrise. MicroStrategy konnte in den letzten zwei Jahren rund 18,6 Mrd. USD durch Aktienverkäufe einsammeln, meistens mit Aufschlag auf den Nettovermögenswert.

Das Kapital wurde in guten Marktzeiten eingesammelt. Dadurch konnte die Firma ihre jetzigen Bitcoin-Bestände aufbauen, ohne dass die Aktionäre zu stark verwässert wurden.

Wichtig ist außerdem: Die meisten Schulden laufen erst in vielen Jahren aus. Zudem gibt es keine Zwangsverkäufe, die direkt vom aktuellen Bitcoin-Kurs ausgelöst werden.

Gesamtes beschafftes Kapital von MicroStrategy. Quelle: Saylor Tracker
Gesamtes beschafftes Kapital von MicroStrategy. Quelle: Saylor Tracker
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Das echte Risiko kommt erst noch

MicroStrategy ist vom Expansionsmodus nun in einen Verteidigungsmodus gewechselt.

Ein richtiges Katastrophenrisiko entsteht, falls Bitcoin für längere Zeit klar unter dem Einkaufspreis bleibt, der mNAV weiter niedrig bleibt und die Kapitalmärkte zu bleiben.

In diesem Szenario würde es für MicroStrategy schwerer, Kredite nachzuschießen. Das Risiko einer Verwässerung steigt, und das Vertrauen der Investoren kann weiter sinken.

MSTR-Aktie fällt diese Woche um 23 Prozent. Quelle: Google Finance
MSTR-Aktie fällt diese Woche um 23 Prozent. Quelle: Google Finance

Momentan bleibt MicroStrategy zahlungsfähig. Dennoch ist der Spielraum für Fehler nun sehr klein geworden. Die Firma ist dadurch stark von der nächsten Phase beim Bitcoin-Kurs abhängig.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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