Bitcoin Analyse: Positive On-Chain Daten häufen sich

24. Januar 2023, 05:00 GMT+0100
Aktualisiert von Toni Lukic
24. Januar 2023, 05:00 GMT+0100
IN KÜRZE
  • Die Anzahl der Bitcoin-Adressen wächst weiter ungebremst.
  • Die ersten bullischen Indikatoren schlagen an.
  • Im Laufe der aktuellen Rallye wurden große Short-Positionen liquidiert.
  • promo

Über die letzten Wochen überraschten hohe Kursgewinne und deutliche Erholungen im Bitcoin-Kurs die Anleger. Der Kurs überschritt kurzzeitig sogar die Marke von 23.000 US-Dollar und erholte sich unerwartet sprunghaft, nachdem er im Laufe des FTX-Kollapses stark gelitten hatte.

Viele Indikatoren zeigen, dass sich historisch bei den aktuellen Kursen ein Makroboden bilden könnte. Allerdings kann die Bodenbildung sich auch über einen längeren Zeitraum ziehen. Um den Beginn des nächsten Bullenmarktes abschätzen zu können, hilft die Analyse einiger aussagekräftiger Graphiken von Indikatoren und On-Chain-Daten für den Bitcoin-Preis.

Ziel ist es, die weitere Kursentwicklung einzuschätzen und zu verstehen, welche Faktoren für die aktuelle Rallye verantwortlich sind..

Anzahl der Bitcoin-Adressen wächst linear

Ein Blick auf die steigende Anzahl an Bitcoin-Adressen lässt für die Zukunft positives vermuten. Seit der FTX-Insolvenz bewegte sich die Anzahl der Adressen über die letzten drei Monate recht konstant aufwärts. Während die Blockchain-Datenbank Glassnode Anfang November, als der Preis das bisherige Bärenmarkt-Tief erreichte, ca. 1,05 Milliarden Bitcoin-Adressen feststellte, waren es Mitte Januar bereits 1,08 Milliarden Wallets. Das entspricht einem Zuwachs von rund 30 Millionen neuen Adressen, obwohl der Preis sich bis vor kurzem noch in einem einjährigen Abwärtstrend befand.

Bitcoin Adressen
Bitcoin Adressen: Ein Bild von Glassnode

Die ersten Indikatoren schlagen an

Die MVRV-Z-Score (Market Value to Realized Value) ist aktuell ein interessanter Indikator. Er wurde ursprünglich von der Datenplattform Glassnode entwickelt und wird verwendet, um zu bestimmen, ob der Kryptowährungsmarkt im Allgemeinen überbewertet oder unterbewertet ist.

Die MVRV-Z-Score berechnet sich aus dem Verhältnis von durchschnittlichem Gewinn pro Coin (Market Value) zu durchschnittlichem Realisierungsgewinn pro Coin (Realized Value). Ein hoher Wert bedeutet, dass der durchschnittliche Gewinn pro Coin höher ist als der durchschnittliche Realisierungsgewinn pro Coin, was darauf hinweisen könnte, dass der Markt überbewertet ist.

Ein niedriger Wert bedeutet hingegen, dass der durchschnittliche Gewinn pro Coin niedriger ist als der durchschnittliche Realisierungsgewinn pro Coin, folglich ist der Markt unterbewertet.

Zweiteres ist aktuell der Fall. Der Bitcoin brach kurzfristig über die Marke von 23.000 US-Dollar aus, die MVRV Z-Score zog nach. Zusätzlich verließ der Kurs bereits wieder die in der Grafik grün markierten, statistischen Tiefstände. Historisch betrachtet indiziert die Ratio ab sofort einen Bullenmarkt.

Bitcoin MVRV Z-Score
Bitcoin MVRV Z-Score: Ein Bild von Look Into Bitcoin

Bitcoin-Liquidierungen: Short-Positionen wurden geräuchert

Im Zuge der FTX-Pleite wurden innerhalb von wenigen Tagen Long-Positionen im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar liquidiert. Dasselbe passierte nun im Januar im Zuge der Revaluation des Marktes. Innerhalb der letzten zwei Wochen liquidierten steigende Kurse Short-Positionen in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar. Die hohe Short-Quote hat wohl zusätzlich einen Short-Squeeze ausgelöst.

Bitcoin Liquidierungen
Bitcoin Liquidierungen: Ein Bild von Coinglass

Was machen die Bitcoin-Großanleger?

Daten von Santiment zeigen, dass Bitcoin-Wale in den letzten zwei Wochen rund 70.000 Bitcoins im Wert von knapp 1,6 Milliarden US-Dollar kauften. Es ist zu erkennen, dass sie sich in steigende Kurse einkauften und damit die Preise wohl zusätzlich trieben. Es bleibt abzuwarten, ob Großanleger weiter einkaufen oder andere Katalysatoren die Kurse weiter befeuern.

Bitcoin Käufe
Bitcoin Käufe (1.000 – 10.000 Coins): Ein Bild von Santiment

Erst kürzlich berichteten wir, dass es nach einem baldigen Ende des Bärenmarktes aussieht.

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