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Ark Invest: Über 480 Milliarden USD in Bitcoin für Quantencomputer angreifbar

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Geschrieben von
Mohammad Shahid

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Redigiert von
Leonard Schellberg

13 März 2026 12:30 CET
  • ARK schätzt, rund 6,9 Millionen Bitcoin, 483 Milliarden USD, könnten künftig durch Quantencomputing bedroht sein
  • Rund 1,7 Millionen Bitcoin in alten Wallets dauerhaft gefährdet
  • Bitcoin, neue Updates nötig, um gegen Quanten-Technologie zu bestehen
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ARK Invest warnt, dass etwa 6,9 Millionen Bitcoin (rund 483 Milliarden USD) einem Risiko durch Quantencomputer ausgesetzt sind.

Das Risiko betrifft die elliptische Kurvenkryptografie (ECC), das System, das den Besitz von Bitcoin mit digitalen Signaturen absichert.

Menge des Bitcoin-Angebots, die durch Quantencomputer bedroht ist. Quelle: Ark Invest und Unchained
Menge des Bitcoin-Angebots, die durch die Quantenbedrohung gefährdet ist. Quelle: Ark Invest und Unchained
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Bitcoin verwendet den Elliptic Curve Digital Signature Algorithm (ECDSA) auf Basis der secp256k1-Kurve.

Nach einer Analyse von ARK könnten Quantencomputer, die etwa Shor’s Algorithmus nutzen, grundsätzlich private Schlüssel aus öffentlichen Schlüsseln ableiten, was es Angreifern ermöglichen könnte, Vermögenswerte zu stehlen.

Allerdings ist diese Bedrohung im Netzwerk ungleich verteilt.

Quantencomputer & Bitcoin: Ältere Wallets besonders gefährdet

Der Bericht schätzt, dass etwa 1,7 Millionen BTC auf älteren Adresstypen wie P2PK liegen, bei denen der öffentliche Schlüssel bereits auf der Chain sichtbar ist.

Viele dieser Coins gelten als verloren, das bedeutet, sie können nicht mehr auf sichere Adressen übertragen werden.

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Weitere rund 5,2 Millionen BTC sind technisch gesehen ebenfalls gefährdet, könnten aber auf neuere Adressformate migriert werden, falls die Halter ihre Coins vor kritischen Quanten-Fähigkeiten bewegen.

Insgesamt entspricht das etwa einem Drittel des gesamten Bitcoin-Angebots, das im schlimmsten Fall einer Quantenbedrohung ausgesetzt wäre.

Illustration zum Thema Bitcoin-Resilienz gegen Quantencomputer. Quelle: Ark Invest

Dennoch betonen Experten, dass aktuelle Quantencomputer noch keine unmittelbare Bedrohung darstellen.

Heutige Maschinen befinden sich in der sogenannten „Noisy Intermediate-Scale Quantum“- (NISQ)-Phase.

Experimentelle Geräte haben bisher weniger als hundert logische Qubits mit hohen Fehlerraten erreicht.

Zum Vergleich: Das Knacken der 256-Bit-Ellipsenkurve von Bitcoin würde vermutlich Tausende stabile logische Qubits und Milliarden von Quantenoperationen erfordern.

Daher sieht der Bericht das Risiko als schrittweise technologische Entwicklung und nicht als plötzliches „Q-Day“-Ereignis.

Ringen zwischen Quanten-Fortschritten und Bitcoin-Upgrades

Das Bitcoin-Ökosystem hat jedoch bereits mit Vorbereitungen begonnen.

Ein kürzlich vorgeschlagenes Upgrade, BIP-360, soll quantenresistente Adressstrukturen einführen, die mit Taproot kompatibel sind, damit das Netzwerk bei Bedarf auf post-quanten sichere Kryptografie umstellen kann.

Derzeit besteht die größte Herausforderung nicht in unmittelbaren Quantenangriffen, sondern darin, die technologische Entwicklung zu beobachten und betroffene Coins zu migrieren, bevor entsprechende Fähigkeiten verfügbar werden.

Mit anderen Worten: Die Quantenbedrohung für Bitcoin könnte am Ende weniger von technischen Durchbrüchen abhängen und eher davon, ob das Netzwerk rechtzeitig aktualisiert wird.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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