Bitcoin (BTC) fiel in Richtung 62.500 USD, während der Crypto Fear and Greed Index auf 10 absank. Eine so starke Bitcoin-Angst tritt nur in der Nähe von früheren Zyklustiefs auf.
Der Index lag am Vortag bei 8 und vor einem Monat bei 47. Zwei bekannte Momentum-Charts zeigen, warum der Rückgang stattfand und was eine mögliche Trendumkehr einleiten könnte.
Momentum brach zuerst, dann folgte der Kurs
Ein Chart von Glassnode, geteilt von Analyst BitcoinVector, zeigt Bitcoin-Kurs, Kurs-Momentum und das kumulierte Volumen im Vergleich. Das Momentum fiel schon vor dem Kurs unter den Schwellenwert von +0,5.
Im selben Chart ist zu erkennen, dass die Nachfrage am Spot-Markt in diesem Moment nachließ. Das kumulierte Volumen wechselte auf etwa minus 1.000, was darauf hindeutet, dass Verkäufer auf den Spot-Börsen dominant waren. Aktuell verharrt das Momentum bei -1,00.
BitcoinVector betont, dass die Reihenfolge der Ereignisse entscheidend ist. Zuerst schwächt sich das Momentum ab, dann lässt die Nachfrage am Spot-Markt nach, zuletzt fällt der Kurs.
Krypto-Sentiment fiel von neutral auf extreme Angst
Der Crypto Fear and Greed Index berücksichtigt Volatilität, Momentum, Volumen und soziale Signale auf einer Skala von 0 bis 100. Vor einem Monat zeigte er mit 47 einen neutralen Wert an.
Innerhalb weniger Wochen sank er auf 23, dann auf 8 und liegt nun bei 10. Diese aktuellen Werte deuten auf extreme Angst hin, die meist von Panik im Handel geprägt ist.
Diese negative Stimmung spiegelt eine Angstphase wider, die kürzlich zu einer der längsten seit dem FTX-Zusammenbruch wurde. Frühere Studien zu Krypto-Emotionen zeigen zudem, dass das Sentiment oft zu Extremen tendiert und selten in der Mitte verharrt.
Bitcoin-Angst auf diesem Niveau markierte frühere Tiefpunkte
Ein Chart von BitboBTC zeigt den Bitcoin-Kurs farblich nach Höhe der Angst. Besonders tiefe Werte im Extrembereich treten fast nur an wichtigen Tiefpunkten auf.
Die blauen Kreise markieren diese Zeitpunkte. Sie stimmen unter anderem mit dem Tiefpunkt Ende 2018 bei etwa 3.000 USD, dem Crash im März 2020 bei etwa 4.800 USD und dem Bärenmarkt-Tief 2022 bei etwa 18.000 USD überein.
Der heutige Wert von 10 reiht das aktuelle Sentiment in diese Ereignisse ein. BTC liegt etwa 50% unter dem Rekordwert von Oktober 2025 bei rund 126.200 USD.
Allerdings blieb die Angst in der Vergangenheit teilweise über Wochen niedrig, und die Kurse sanken anschließend weiter. Deshalb raten einige Analysten zu Geduld bei ähnlich niedrigen Werten.
Was eine Bitcoin-Erholung bestätigen würde
Ein älterer Swissblock-Chart zeigt, was für eine Erholung nötig wäre. Das Momentum sollte wieder über -0,5 steigen, um zu signalisieren, dass die Kapitulation nachlässt.
Swissblock bezeichnet diese Entwicklung als erstes Anzeichen einer strukturellen Erholung. Solange dies nicht passiert, rechnet das Unternehmen mit einer fragilen Lage, in der der Kurs in einer Spanne verweilt oder weiter sinkt.
Derzeit bewegt sich BTC um 62.500 USD, etwa 1,7% niedriger als vor 24 Stunden. Die Marktkapitalisierung beträgt etwa 1,25 Billionen USD.
Ein Zurückerobern des -0,5-Momentums könnte Raum für einen Anstieg in Richtung der 70.000-USD-Region schaffen. Scheitert dies jedoch, könnte der Rückgang anhalten. Bis sich das Momentum ändert, bleiben beide Szenarien möglich.
Die Bitcoin-Angst bleibt historisch extrem. Ein sicherer Tiefpunkt ist jedoch immer erst im Nachhinein eindeutig. Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung dar.









