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Bitcoin- & Krypto-Treasuries stehen vor steigender Insolvenzgefahr

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Geschrieben von
Mohammad Shahid

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Redigiert von
Leonard Schellberg

06 Februar 2026 14:30 CET
  • Der starke Kursrückgang von Bitcoin und Ethereum belastet Krypto-Treasury-Firmen stark.
  • Sinkende mNAV-Werte schränken Finanzierung und Kapitalaufnahme deutlich ein.
  • Der Sektor befindet sich in einer Stressphase, bleibt aber bislang zahlungsfähig.
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Krypto-Treasury-Unternehmen stehen unter wachsendem finanziellem Druck, nachdem Bitcoin und Ethereum in einer Woche fast 30 Prozent gefallen sind. Dadurch wurden rund 25 Mrd. USD an nicht realisiertem Wert aus den Bilanzen digitaler Vermögenswerte gelöscht.

Daten von börsennotierten Krypto-Treasury-Firmen zeigen, dass aktuell keine dieser Firmen Vermögenswerte über ihrem durchschnittlichen Einstandspreis hält. Der starke Kursrückgang hat fast alle Treasury-Strategien gleichzeitig ins Minus gedrückt. Daher gibt es nun große Sorgen um Liquidität, Finanzierung und Zukunftsfähigkeit.

Nicht realisierte Gewinne und Verluste von Digital-Asset-Treasuries. Quelle: Artemis
Nicht realisierte Gewinne und Verluste von Digital-Asset-Treasuries. Quelle: Artemis
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Verluste treffen den gesamten Bitcoin- & Krypto-Treasury-Sektor

Der Ausverkauf traf besonders Firmen mit vielen Treasury-Beständen zur gleichen Zeit.

Große Inhaber verzeichneten die höchsten Buchverluste, wodurch sich die gesamten nicht realisierten Gewinne und Verluste stark ins Minus drehten. Die Verluste sind zwar nicht real, aber ihre Höhe ist wichtig, denn sie schwächen Bilanzen und den Eigenkapitalwert.

Darum hat sich der Markt von einer Belohnung beim Krypto-Aufbau zu einer Bewertung des Überlebensrisikos entwickelt.

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Bitcoin- & Krypto-Treasury: Marktprämien brechen ein

Ein wichtiges Warnzeichen ist der Rückgang des Markt-Nettovermögenswerts (mNAV). Dieser Wert vergleicht die Bewertung des Eigenkapitals einer Firma mit dem Wert ihrer Krypto-Bestände.

Einige große Bitcoin- und Krypto-Treasury-Firmen werden aktuell unter einem mNAV von 1 gehandelt. Das heißt: Der Markt bewertet ihr Eigenkapital niedriger als ihre Vermögenswerte. Dadurch verlieren solche Firmen die Möglichkeit, neues Kapital über Aktienausgaben aufzunehmen, ohne die Anteile der Eigner zu verwässern.

mNAV fällt bei den meisten Krypto-Treasuries unter 1. Quelle: CoinGecko
mNAV fällt bei den meisten Krypto-Treasuries unter 1. Quelle: CoinGecko

MicroStrategy, einer der größten Bitcoin-Halter unter den Unternehmen, wird unter dem Wert seiner Vermögenswerte gehandelt, obwohl das Unternehmen Krypto im Wert von mehreren Milliarden USD besitzt.

Dieser Abschlag schränkt die Möglichkeiten ein, weitere Krypto-Käufe zu finanzieren oder günstig zu refinanzieren.

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MicroStrategy-Aktien verloren in einem Monat 35 Prozent. Quelle: Google Finance
MicroStrategy-Aktien verloren in einem Monat 35 Prozent. Quelle: Google Finance

Geringe Liquidität erhöht Insolvenzrisiko

Nicht realisierte Verluste führen allein nicht zur Insolvenz. Das Problem entsteht erst, wenn sinkende Vermögenspreise auf Schulden, Kredite oder anhaltenden Geldverbrauch treffen.

Mining-Firmen und Treasury-Strukturen, die auf externe Finanzierung angewiesen sind, sind besonders gefährdet. Bleiben die Krypto-Kurse niedrig, könnten Kreditgeber ihre Bedingungen verschärfen. Gleichzeitig könnten die Aktienmärkte verschlossen bleiben, zudem könnte es schwieriger werden, Kredite zu verlängern.

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Das führt zu einer Abwärtsspirale: Niedrigere Kurse drücken den Eigenkapitalwert, was den Zugang zu Kapital einschränkt und den Druck auf die Bilanz erhöht.

Eine Stressphase, kein Zusammenbruch

Der aktuelle Rückgang zeigt vor allem, dass es zu einer erzwungenen Verringerung von Kredithebeln und zu schwierigen finanziellen Bedingungen kommt – und nicht, dass Krypto-Vermögenswerte grundsätzlich gescheitert sind.

Wenn die Kurse allerdings nicht wieder steigen und die Kapitalmärkte angespannt bleiben, dürfte der Stress noch zunehmen.

Bis jetzt bleiben die Krypto-Treasury-Firmen zahlungsfähig. Dennoch ist ihr Spielraum deutlich kleiner geworden.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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