Bitcoin Depot meldet Insolvenz an, Druck auf Krypto-ATM-Sektor steigt

  • Bitcoin Depot meldet Insolvenz nach Kapitel 11 in Texas an, schließt gesamtes ATM-Netzwerk
  • CEO Alex Holmes machte staatliche Verbote, Transaktionsobergrenzen und zunehmende Rechtsstreitigkeiten verantwortlich.
  • Die Zahlen für das erste Quartal 2026 zeigen, dass der Umsatz um 80,7 Millionen USD bzw. 49,2% im Vorjahresvergleich gesunken ist.
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Bitcoin Depot, früher der größte Betreiber von Bitcoin-Geldautomaten in den USA, hat am Montag einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellt und sein gesamtes Automaten-Netzwerk abgeschaltet.

Der Antrag wurde beim US-Konkursgericht für den südlichen Bezirk von Texas eingereicht. Kanadische Unternehmen nehmen an dem US-Verfahren teil, während andere ausländische Einheiten entsprechend dem jeweils geltenden Recht abgewickelt werden.

Bitcoin Depot: Abwicklung nach Antrag auf Gläubigerschutz in Texas

CEO Alex Holmes verweist auf eine regulatorische Veränderung, die sich negativ auf Betreiber von Bitcoin-Geldautomaten (BTM) auswirkt. Verschiedene Bundesstaaten haben Begrenzungen für Transaktionen, strengere Vorgaben für die Einhaltung von Vorschriften und vollständige Verbote eingeführt.

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„Betreiber sehen sich zunehmenden Klagen und regulatorischen Maßnahmen ausgesetzt. Diese Entwicklungen haben das Geschäft und die finanzielle Lage von Bitcoin Depot erheblich beeinträchtigt. Unter diesen Umständen ist das derzeitige Geschäftsmodell des Unternehmens nicht tragfähig”, sagte er.

Im März wurde Indiana als erster Bundesstaat genannt, der die Automaten verbot, gefolgt von Tennessee und Minnesota, berichtet AARP. Bitcoin Depot sah sich zudem mit Klagen der Generalstaatsanwälte von Massachusetts und Iowa konfrontiert. Connecticut entzog im März die Betriebslizenz.

Gleichzeitig verzeichnete das Federal Bureau of Investigation (FBI) im Jahr 2025 insgesamt 13.460 Beschwerden über betrügerische Krypto-Automaten, mit gemeldeten Verlusten von 389 Millionen USD. Das entspricht einem Anstieg um 58 % gegenüber dem Vorjahr.

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Der Insolvenzantrag erfolgte, nachdem das Unternehmen kürzlich mitgeteilt hatte, dass es seinen Quartalsbericht 10-Q nicht rechtzeitig bei den Aufsichtsbehörden einreichen konnte. Die Ergebnisse für das 1. Quartal 2026 fielen deutlich schwächer aus als im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz sank um 80,7 Millionen USD, das entspricht einem Rückgang von 49,2 % im Jahresvergleich, nachdem das Transaktionsvolumen durch die regulatorischen Auswirkungen und verschärften Prüfungen deutlich zurückgegangen war.

Der Bruttogewinn brach um 85,5 % auf 4,5 Millionen USD von zuvor 31,2 Millionen USD ein. Die Barreserven sanken von 65,6 Millionen USD im Dezember auf 44,0 Millionen USD im März, zudem kamen im 4. Quartal 2025 mehr als 20 Millionen USD an Gerichtsentscheidungen hinzu.

Der Zusammenbruch von Bitcoin Depot könnte zeigen, ob andere große Betreiber ähnlichem Druck standhalten können.

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