Erik Voorhees, einer der ersten Bitcoin-Befürworter und Gründer von ShapeShift, wendet sich nun stark dem Gold zu.
Dieser Schritt erfolgt, während sich Gold nach einem Einbruch von 21 Prozent erholt. Viele Analysten erwarten zudem, dass der Gold-Kurs weiter steigen könnte.
SponsoredErik Voorhees setzt auf Gold: Bedeutet das das Ende seiner Bitcoin-Zeit?
Lookonchain berichtet, dass Voorhees neun neue Wallets erstellt und 6,81 Mio. USD in USDC ausgegeben hat. Der Bitcoin-OG kaufte 1.382 Unzen PAXG, einen goldgedeckten Token ähnlich wie Tether Gold, zu einem Durchschnittspreis von 4.926 USD je Unze.
Voorhees ist seit 2011 in der Bitcoin-Welt aktiv und gründete später einige der ersten großen Krypto-Unternehmen. Schon früh nannte er Bitcoin oft „digitales Gold“.
Seine aktuellen Käufe zeigen allerdings eine durchdachte Strategie zur Diversifikation in klassische sichere Anlagen. Dennoch bleibt er ein klarer Befürworter von Krypto.
Analyst Jacob King merkt an, dass Voorhees’ Vorgehen zeigt, wie einige der frühen Krypto-Anhänger mögliche Marktschwankungen absichern, indem sie sowohl physisches als auch tokenisiertes Gold halten.
Der Gold-Kurs liegt stabil über 5.000 USD je Unze. Starke Nachfrage von Zentralbanken und hohe Zuflüsse in Gold-ETFs stützen dabei den Kurs. Während diese Zeilen entstehen, notiert der Goldpreis bei 5.048 USD – das sind fast 15 Prozent mehr als beim Jahrestief von 4.402 USD am 2. Februar.
Sponsored SponsoredNic Puckrin, CEO und Mitgründer von Coin Bureau, meint, dass das jüngste Tief im Gold-Kurs eher eine kurze Konsolidierung als ein Abschwung war. Zudem verweist Puckrin auf anstehende US-Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten, die Erwartungen an Zinssenkungen beeinflussen könnten.
Gold vor Ausbruch: Analysten erwarten Anstieg über 6.300-USD-Marke wegen strategischer Dollar-Verschiebung
Auch der technische Analyst Rashad Hajiyev merkt an, dass Gold kurz vor einem Ausbruch steht. Nachdem ein wichtiger Widerstand getestet wurde, schätzt er einen baldigen Anstieg auf etwa 5.200 USD je Unze. Anschließend könnte eine Seitwärtsphase folgen.
Wells Fargo hat die jüngste Korrektur nach einem schnellen Anstieg als gesunde Entwicklung eingeordnet. Das Institut hob sein Gold-Ziel für 2026 auf 6.100–6.300 USD je Unze an. Zudem nennt es geopolitische Risiken, Marktschwankungen sowie anhaltende Zentralbank-Nachfrage als Gründe.
„Kauf den Gold-Dip, sagt Wells Fargo. Der jüngste Rückgang bei Gold ist eine gesunde Korrektur nach einem starken Anstieg”, schrieb Walter Bloomberg.
Daniel Oliver, Gründer von Myrmikan Capital, rechnet langfristig sogar mit einem Anstieg auf 12.595 USD je Unze. Dafür nennt er Käufe durch Zentralbanken und Sorgen vor einer möglichen „Staatsanleihen-Todesspirale“.
Gold überholt Aktien: Makro-Trends und Krypto-Bewegungen stärken den Ruf als sicherer Hafen
Gold entwickelt sich deutlich besser als Aktien. Historische Daten zeigen, dass Gold seit 2000 um 1.658 Prozent gestiegen ist. Im Vergleich dazu legte der S&P 500 um 460 Prozent zu.
Sponsored SponsoredAuch wenn man Dividenden einrechnet, liegt der Gesamtertrag des S&P 500 bei etwa 700 Prozent. Dies zeigt, wie wertvoll Gold als Diversifikation für das Portfolio ist – besonders in Zeiten mit wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit.
Analysten sagen, dass vor allem größere wirtschaftliche Trends den Goldpreis antreiben. Sunil Reddy weist darauf hin, dass sich die US-Politik langsam von der Stärkung der Dollar-Kaufkraft hin zu mehr Industrie und ausgeglichenerem Handel verschiebt.
Diese „weichere USD-Strategie“ sorgt dafür, dass die Nachfrage nach festen Werten wie Gold und Silber steigt. Das zeigt, dass es eher eine strategische Änderung ist und nicht nur spekulatives Kaufen.
Voorhees’ Schritt in Gold zeigt wahrscheinlich, dass er diese Entwicklungen frühzeitig erkannt hat. Er investiert Millionen in PAXG. Der Bitcoin-Pionier setzt darauf, dass Gold weiterhin als Absicherung gegen einen schwachen US-Dollar fungiert und Ausgleich zur volantilen Krypto-Branche bietet.
Trotzdem sollte man immer selbst recherchieren und sich nicht nur auf Prognosen von Analysten verlassen.