US-gehandelte Spot-Bitcoin-ETFs haben nach vier Monaten Pause ihre längste tägliche Serie an Zuflüssen in diesem Jahr verzeichnet. Diese Entwicklung kommt zustande, während die Nachfrage von Institutionen vor dem Hintergrund einer volatilen Makrolage neue Anzeichen von Aktivität zeigt.
Die elf angebotenen Investmentprodukte haben vom 9. bis 13. März laut Daten von SosoValue mehr als 767 Millionen USD an neuem Kapital angezogen.
Bitcoin-ETFs akkumulieren 18.000 BTC: institutionelles Interesse steigt
Diese Serie stellt einen wichtigen Wendepunkt für den Sektor dar, da er seit November 2025 mit Nettoabflüssen zu kämpfen hatte, die durch zunehmende geopolitische Spannungen ausgelöst wurden.
BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) bleibt der wichtigste Motor dieser Erholung. Der Fonds machte 600 Millionen USD der wöchentlichen Gesamtsumme aus. Das entspricht mehr als 78% aller Zuflüsse.
Fidelitys Wise Origin Bitcoin Fund folgte mit 147,5 Millionen USD an Zuflüssen. Grayscales Bitcoin Trust verzeichnete hingegen nur 15,3 Millionen USD. Dies steht in starkem Kontrast zu den umfangreichen Abflüssen, die den umgewandelten Trust im vergangenen Jahr belasteten.
Analysten von Ecoinometrics, einer Plattform für Makro-Intelligenz, stellten fest, dass diese Zahlen zeigen, dass Bitcoin-ETFs endlich wieder Zeichen von Aktivität zeigen.
Das Unternehmen wies darauf hin, dass die ETFs seit Anfang März ungefähr 18.000 BTC aufgenommen haben. Dies stellt einen „deutlichen Bruch” zu den vorherigen vier Monaten dar.
„Das bedeutet noch nicht, dass die Erholung bereits bestätigt ist. Sollte aber dieses Tempo anhalten, würde es dafür sprechen, dass Bitcoin gerade eine Basis bildet”, fügte Ecoinometrics hinzu.
Auffällig ist, dass die Rückkehr der Käufe mit einer Erholung beim Bitcoin-Kurs zusammenfiel. Dieser stieg in den vergangenen sieben Tagen um mehr als 6% auf etwa 71.791 USD.
Das Ergebnis ist besonders bemerkenswert angesichts des anhaltenden Konflikts zwischen den USA und Iran, der Investoren in der Vergangenheit häufig in traditionelle „sichere Häfen” wie Gold getrieben hat.
Daten des Finanzunternehmens River zeigen, dass Bitcoin bei wesentlichen geopolitischen Ereignissen seit 2020 den S&P 500 sowie Gold kontinuierlich übertroffen hat.
Dies deutet darauf hin, dass einige institutionelle Portfolios digitale Assets inzwischen als legitime Absicherung gegen Instabilitäten an klassischen Märkten betrachten.