Die Stimmung am Krypto-Markt ist jetzt im Bereich „Extreme Angst“. Die Kurse sinken weiter, weil viele wirtschaftliche und politische Probleme bestehen.
Manche Anleger sehen solche Zeiten als Chance, um günstiger einzukaufen. Allerdings meint ein Analyst, dass große Vorsicht nicht automatisch der beste Moment für einen Einstieg ist.
Suchanfragen nach „Bitcoin auf null“ erreichen Rekordhoch – Krypto-Markt in Panik
Laut den neuesten Daten liegt der Krypto Fear & Greed Index, ein bekannter Indikator für die Marktstimmung, derzeit bei 9. Damit hat sich der Wert leicht erholt. Letzte Woche lag der Wert jedoch bei einem sehr niedrigen Stand von 5.
Trotz des geringen Anstiegs zeigt der aktuelle Wert, dass der Markt weiterhin klar im Bereich „Extreme Angst“ bleibt.
Außerdem zeigt sich die Unsicherheit der Anleger auch in Suchanfragen. Daten von Google Trends zeigen, dass Suchen wie „Bitcoin geht auf null“ einen neuen Höchststand erreicht haben und sogar frühere Krisen übertreffen.
Der Suchwert liegt bei 100. Das ist der höchste Wert und zeigt, dass sich viele Menschen Sorgen machen.
Einige Marktanalysten sind aber der Meinung, dass solche extrem negativen Zeiten oft gute Kaufgelegenheiten sein können.
Früher hat Santiment bemerkt, dass viele schlechte Nachrichten oft genau dann auftauchen, wenn die Kurse schnell fallen. Santiment sagt, dass viele Vorhersagen vom Zusammenbruch und Wörter wie „Fall“, „Verkauf“ oder „geht auf 0“ meist zeigen, dass viele Nicht-Profis im Markt die Hoffnung verlieren und aussteigen.
„Und sobald du die Untergangsvorhersagen für Krypto siehst, ist es meistens die beste Zeit, offiziell den Dip zu kaufen“, sagte Santiment.
Daten zeigen: Die höchsten Bitcoin-Renditen entstehen bei extremer Gier, nicht bei Angst
Trotzdem hat Nic Puckrin, Analyst und Mitgründer vom Coin Bureau, die übliche Meinung hinterfragt, bei „extremer Angst“ Bitcoin zu kaufen.
„BTC bei ‚extremer Angst‘ zu kaufen, ist NICHT die beste Entscheidung“, sagte er.
Puckrin meint, dass die Daten zeigen, dass diese Idee nicht immer stimmt. Seine Analyse zeigt, dass wenn der Fear & Greed Index unter 25 fällt, die durchschnittliche Rendite nach 90 Tagen nur bei 2,4 Prozent liegt.
Zum Vergleich: Wer in Phasen von „extremer Gier“ gekauft hat, konnte im Durchschnitt eine 90-Tage-Rendite von bis zu 95 Prozent erreichen. Die Analyse zeigt daher, dass starke bullische Phasen oft bessere Gewinne gebracht haben als die Momente mit größter Panik.
„Der F&G Index ist eigentlich nur ein rückblickender Momentum-Indikator. Für die Zukunftsaussichten ist er weniger wichtig“, fügte er hinzu.
Allerdings gibt es Kritik an seiner Analysezeit. Viele meinen, dass drei Monate zu kurz gedacht sind. Ein Marktbeobachter sagt, dass die Gewinne nach drei Monaten vielleicht gering aussehen, aber das Bild nach einem Jahr völlig anders ist.
„Du kannst sehen, dass Bitcoin 12 Monate nach extremer Angst im Durchschnitt über 300 Prozent Gewinn gemacht hat. Der F&G Index ist kein 90-Tage-Signal. Er bedeutet 12 Monate Ansparen. Man soll sich nicht sofort reich fühlen nach einem Kauf bei extremer Angst“, antwortete ein Nutzer darauf.
Am Ende hängt es davon ab, wie viel Zeit man plant zu investieren und welche Strategie man hat. Ob gerade eher eine Chance oder ein Risiko besteht, liegt weniger an der Stimmung, sondern mehr an den eigenen Zielen.