Das FOMC-Treffen im Januar zeigte mit zwei eher vorsichtigen Gegenstimmen, dass die US-Zentralbank (Fed) sehr geteilter Meinung ist.
Obwohl die meisten Entscheidungsträger die aktuelle Politik unterstützten, wollten einige Mitglieder, dass die Fed sich in ihrer Sprache zu möglichen Zinsänderungen in beide Richtungen offen äußert. Damit machen sie klar, dass Zinsanhebungen denkbar bleiben, falls die Inflation weiter zu hoch bleibt.
Fed-Protokoll zeigt Streit um Zinserhöhungen – Bitcoin-Kurs unter Druck
Neue Wirtschaftsdaten bestätigen die vorsichtig positive Haltung von Fed-Chef Jerome Powell.
SponsoredDas Wirtschaftswachstum ist unerwartet stark, die Inflation scheint langsam zu sinken und auch am Arbeitsmarkt gibt es Anzeichen für mehr Stabilität.
Dadurch rechnen immer mehr mit Zinssenkungen für das Jahr 2026. Eine Senkung im März gilt jedoch seit dem besser als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktbericht der letzten Woche als ausgeschlossen.
In den Sitzungsprotokollen gab es zudem viele verschiedene Meinungen zur Inflation und Produktivität:
- Einige Verantwortliche warnten, dass die Inflation langsamer als gedacht zurückgehen könnte.
- Andere sagten, neue Zinssenkungen wären möglich, sollte die Inflation wie erwartet sinken. Doch es wurde auch davor gewarnt, dass zu viele Senkungen die Inflation festsetzen könnten.
- Wachstum bei der Produktivität wurde als möglicher Grund genannt, warum die Inflation in Zukunft weniger steigen könnte.
Auch Risiken im Finanzsystem standen im Fokus. Viele Teilnehmer nannten Probleme im privaten Kreditbereich und Gefahren für das gesamte Finanzsystem.
Laut Analysten sorgen diese Bedenken zusammen mit den eher strengen Äußerungen der Fed für Käufe in sicheren Anlagen wie Anleihen und USD. Der Bitcoin-Kurs bleibt hingegen unter Druck.
„Die Protokolle zeigen eine Fed, die weiterhin geteilter Meinung ist, aber sowohl Inflationsrisiken als auch das Wachstums-Tempo im Blick hat“, sagte ein leitender Marktstratege. „Die Schwäche beim Bitcoin-Kurs steht teilweise für die Umschichtung hin zu sicheren Anlagen und die anhaltende Stärke des USD.”
Jetzt achten Anleger darauf, ob es weitere Aussagen von Fed-Mitgliedern gibt. Die Märkte müssen abwägen, welche Richtung die Geldpolitik im Jahr 2026 nehmen könnte – zwischen eher vorsichtiger Haltung und der Hoffnung auf Zinssenkungen.