Bitcoin (BTC) ist in diesem Jahr bisher um 23,4 Prozent gefallen, nachdem der Kurs schon 2025 um mehr als 6 Prozent zurückgegangen ist. Der Bitcoin-Kurs steht weiter unter Druck und liegt aktuell bei ca. 67.800 USD.
Viele stellen sich deshalb weiterhin die wichtige Frage: Wann endet der Abwärtstrend für Bitcoin? Vier wichtige Signale zeigen, dass wir uns möglicherweise noch am Anfang eines Bärenmarkts befinden und ein weiterer Rückgang möglich ist.
SponsoredKapitalflucht bestätigt Stimmungswandel am Markt
Daten zum Kapitalfluss von Investoren zeigen das erste Warnsignal. Laut CryptoQuant sind die Zuflüsse neuer Investoren ins Minus gedreht. Ein Analyst erklärte, dass dies bedeutet, dass der aktuelle Verkaufsdruck nicht durch neues Kapital aufgefangen wird.
Der Analyst erklärte, dass in bullischen Märkten die Kapitalflüsse bei Kursrückgängen meist steigen, weil Investoren die Talfahrt als Kaufchance sehen. Allerdings ziehen Investoren in frühen Bärenmärkten oft Kapital ab, wenn der Markt schwächelt.
„Die aktuellen Werte ähneln den Phasen nach neuen Höchstständen, in denen Käufer aussteigen und der Kurs von interner Rotation, nicht aber von frischen Zuflüssen bestimmt wird. Ohne neue Zuflüsse bleiben Aufwärtsbewegungen nur Korrekturen. Dieses Verhalten passt zu frühen Bärenmarktphasen: Die Liquidität sinkt und weniger Marktteilnehmer machen mit”, erklärte der Analyst.
Technisches Muster deutet auf weiteren Rückgang beim Bitcoin-Kurs hin
Krypto-Analyst Jelle verwies auf Daten aus früheren Zyklen, um das jetzige Abwärtsrisiko einzuordnen. Er erklärte, dass der Kurs in früheren großen Bärenmärkten meist unter das 0,618-Fibonacci-Retracement vom vorherigen Hoch gefallen ist.
Im frühesten Zyklus fiel Bitcoin deutlich tiefer, nämlich etwa 64 Prozent unter die Höhe des 0,618-Niveaus. In späteren Zyklen wurde der Einbruch dann aber weniger stark.
Das letzte Bärenmarkttief lag ungefähr 45 Prozent unter diesem technischen Wert. Das zeigt, dass die Rückgänge im Lauf der Zeit flacher wurden.
Sponsored Sponsored„Das 0,618-Retracement aus dem aktuellen Zyklus liegt bei 57.000 USD. Wenn Bitcoin dieses Mal 30 Prozent darunter den Boden findet, läge der Kurs bei 42.000 USD”, sagte der Analyst.
Dies deutet darauf hin, dass der Kurs noch weiter sinken könnte. Zudem sagten andere Experten schon vorher, dass das Bitcoin-Tief sogar unter 40.000 USD liegen könnte.
Marktzyklus-Indikator warnt vor weiterem Abwärtsrisiko
Außerdem zeigt der Bull-Bear-Market-Cycle-Indikator, der den gesamten Marktverlauf abbildet, dass die Bärenphase schon im Oktober 2025 begonnen hat. Allerdings ist der Indikator noch nicht in den Bereich gerutscht, der bei früheren Zyklen als extremer Bärenmarkt gilt.
SponsoredAuch in vergangenen Zyklen bewegte sich der Indikator in die dunkelblaue Zone. Folglich sind weitere Kursrückgänge möglich.
Wale kaufen weiter Bitcoin – schnelle Erholung bleibt aus
Zuletzt zeigen On-Chain-Daten, dass Bitcoin-Wale während des aktuellen Kursrückgangs verstärkt kaufen, während die Abflüsse von den Börsen weiter steigen. Der 30-Tage-gleitende Durchschnitt der Börsenabflüsse liegt jetzt bei 3,2 Prozent.
Dieses Muster erinnert stark an die erste Hälfte von 2022. Wal-Käufe deuten zwar oft auf Optimismus hin, dennoch rät die Vergangenheit zur Vorsicht. Damals kam eine breite Erholung erst Anfang 2023.
Sponsored SponsoredDie ähnliche Entwicklung zeigt: Auch wenn erfahrene Investoren schon Positionen aufbauen, heißt das nicht automatisch, dass es sofort aufwärts geht. Stattdessen kann der Markt kurzfristig weiter unter Druck bleiben, während langfristige Anleger weiter zukaufen.
Die Analyse von Kaiko zeigt zudem, dass Bitcoin weiterhin seinem klassischen Vierjahreszyklus folgt. Nach diesem Modell erklärte die Firma:
„Das Vierjahreszyklus-Modell sagt, wir sollten aktuell bei etwa 30 Prozent stehen.”
Insgesamt zeigen diese vier Anzeichen, dass der Bitcoin-Kurs weiter unter Druck stehen könnte. Allerdings sind sich Experten weiterhin uneinig, wann der Bärenmarkt enden wird.
Ray Youssef, der CEO von NoOnes, meinte, es sei unwahrscheinlich, dass Bitcoin vor dem Sommer 2026 eine V-förmige Erholung sieht. Julio Moreno, Leiter der Forschung bei CryptoQuant, sagte zudem, dass die aktuelle Bärenphase im dritten Quartal 2026 enden könnte.
Im Gegensatz dazu hat Matt Hougan, der CIO von Bitwise, eine bullischere Meinung geäußert. Er denkt, dass das Ende des Krypto-Winters näher rücken könnte.