Der Bitcoin-Kurs ist in diesem Jahr erneut volatil. Die größte Kryptowährung ist in der vergangenen Woche um etwa 4 % gefallen, was auf geopolitische Spannungen und makroökonomische Gegenwinde zurückzuführen ist.
In diesem Umfeld zeigen vier On-Chain-Indikatoren Warnsignale. Der Accumulation Trend Score von Glassnode liegt näher an null. Diese Stufe spiegelt eine Verteilung oder Inaktivität bei verschiedenen Wallet-Gruppen wider.
Das Analyseunternehmen stellte fest, dass kleine bis mittlere Wallets in Zeiten schwacher Märkte eher dazu tendieren, zu verteilen. Das unterscheidet sich deutlich von Quartal 4/2024, als eine breite Akkumulation in allen Wallet-Größen einer anhaltenden Rallye vorausging.
„Eine starke Beteiligung über sämtliche Wallet-Größen hinweg bleibt eine Voraussetzung für eine nachhaltige Erholung“, heißt es in dem Beitrag.
Daten von Santiment bestätigen die vorsichtige Einschätzung. Die Analyseplattform berichtete, dass die Aktivität der Bitcoin-Wale „historisch ruhig“ sei.
In der vergangenen Woche sank die Zahl der täglichen Überweisungen über 100.000 USD auf nur 6.417. Dies ist der niedrigste Wert seit September 2023. Überweisungen von mehr als 1 Million USD gingen auf 1.485 zurück, ein Wert, der zuletzt im Oktober 2024 erreicht wurde.
„Die Aktivität von Bitcoin-Walen ist historisch ruhig geworden, da wichtige Investoren buchstäblich auf Klarheit vom CLARITY Act sowie auf einen langfristigen Ausgang des Krieges warten“, schrieb Santiment .
Der Beitrag ergänzte, dass dies nicht unbedingt einen bullischen oder bärischen Ausgang bedeutet. Vielmehr zeigt es, dass Smart Money genauso wie kleinere Retail-Teilnehmer zögert zu handeln, solange politische und geopolitische Unsicherheiten bestehen.
Schwache Fundamentaldaten, sinkende Netzwerkaktivität
Zudem betonte Bitcoin Vector, dass der Fundamentale Index von BTC weiter zurückgeht. Im Beitrag werden die aktuellen Bedingungen als eine Stabilität ohne Unterstützung beschrieben und nicht als gesunde Konsolidierung.
„Solange die On-Chain-Bedingungen schwach bleiben, hängt das Aufwärtspotenzial zunehmend von Zuflüssen, Short-Squeezes oder externen Faktoren ab, nicht von organischer Stärke. Falls sich die Fundamentaldaten nicht erholen, fördert diese Divergenz in der Regel keine nachhaltige mittelfristige Erholung“, erklärte Bitcoin Vector.
CryptoQuant-Analyst Maartunn untermauerte das vorsichtige On-Chain-Bild. Er hob hervor, dass der CryptoQuant Network Activity Index weiter fällt. Das deutet auf eine schwächere Nachfrage im Netzwerk hin.
Da alle vier Indikatoren auf Vorsicht stehen, hängt der weitere Weg für Bitcoin wahrscheinlich davon ab, ob externe Faktoren die On-Chain-Schwäche ausgleichen können. Bis eine breitere Wallet-Beteiligung zurückkehrt, deuten die Daten darauf hin, dass Erholungstendenzen von BTC weiterhin auf Widerstand stoßen könnten.