Der Bitcoin-Kurs hat sich in den letzten 24 Stunden fast nicht bewegt und liegt bei etwa 67.600 USD. Die Verluste im Zeitraum von 30 Tagen zeigen aber ein anderes Bild. Der Kurs ist ungefähr 27 Prozent im Monatsvergleich gefallen. Diese plötzliche Pause heißt nicht unbedingt Erholung. Sie könnte nur ein kurzer Halt vor dem nächsten Rückgang sein.
Eine der stärksten Gruppen von Haltern zeigt deutliche Verkaufssignale. Diese Muster sind ähnlich wie Situationen aus der Vergangenheit, in denen starke Korrekturen folgten. Die Gefahr ist offensichtlich, aber viele erkennen sie nicht.
SponsoredBear-Flag-Ausbruch und Whale-Anteil auf Jahreshoch: Historisches Muster bahnt sich an
Bitcoin ist bereits aus einem Bärenflaggen-Muster ausgebrochen. Dieses Muster zeigte ein Absturzrisiko von etwa 40 Prozent ab dem Ausbruchspunkt. Das Muster wirkt schwach. Allerdings gibt es noch einen wichtigeren Hinweis.
Das Exchange Whale Ratio ist am 14. Februar auf 0,81 gestiegen. Das ist der höchste Wert seit einem Jahr. Diese Kennzahl zeigt das Verhältnis der Top zehn Wal-Zuflüsse zu den gesamten Zuflüssen an allen Börsen.
In der Vergangenheit hat sich dieses Muster mit erstaunlicher Genauigkeit wiederholt. Im März 2025 stieg das Verhältnis auf 0,62, als der Bitcoin-Kurs bei etwa 84.100 USD lag. Der Kurs stieg dann innerhalb einer Woche etwa 3,7 Prozent auf 87.200 USD, weil die Wale schon früher reagierten. Anfang April stürzte Bitcoin dann jedoch um rund 12,6 Prozent auf 76.200 USD ab, als die Verkäufe begannen.
Etwas Ähnliches passierte auch im November. Das Verhältnis stieg auf 0,70, als der Kurs bei rund 88.400 USD lag. Bitcoin kletterte um circa 5,2 Prozent auf 93.000 USD, fiel dann aber bis Mitte Dezember um etwa 7,4 Prozent auf 86.000 USD zurück. Das Muster ist klar: Die Wale positionieren sich früh, der Kurs steigt kurzfristig, dann beginnen starke Verkäufe.
Jetzt lag das Verhältnis Mitte Februar bei 0,81, als Bitcoin bei etwa 69.700 USD gehandelt wurde. Das ist der höchste Wal-Wert seit zwölf Monaten. Der Kurs ist bereits gefallen und liegt momentan bei etwa 67.000 USD. Doch das Verhältnis bleibt hoch bei 0,65.
Dieser Wert liegt noch immer im Bereich, in dem in der Vergangenheit Gewinne mitgenommen wurden. Folglich könnte ein weiterer kurzer Anstieg mit anschließendem, noch stärkeren Absturz folgen.
Im Zeitraum vom 8. Februar bis 16. Februar bildete sich auf dem 12-Stunden-Chart eine versteckte bärische Divergenz. Der Kurs erreichte in dieser Zeit ein tieferes Hoch, während der Relative Strength Index (RSI), ein Indikator für Dynamik, ein höheres Hoch zeigte. Diese Kombination deutet auf eine Fortsetzung des Rückgangs statt einer Umkehr hin.
Sponsored SponsoredAlle drei Signale sprechen für eine stärkere Korrektur. Aber warum werden genau die Wale verantwortlich gemacht?
Anzahl der Whale-Adressen sinkt: Stärkster Angebots-Cluster rückt in den Fokus
Manche sind der Meinung, das Exchange Whale Ratio sei nur gestiegen, weil die gesamten Zuflüsse an den Börsen gesunken sind. Tatsächlich zeigen die Zahlen zu den Wal-Adressen aber etwas anderes.
Die Zahl der Wal-Adressen mit 1.000 Bitcoin oder mehr ist vom 22. Januar bis heute von 1.959 auf 1.939 gefallen. Das bedeutet, dass während der Korrektur haben zwanzig Adressen verkauft. Diese Investoren sind nicht einfach verschwunden – sie haben ihre Bestände abgebaut, während der Kurs fiel. Die Zahl der Wal-Adressen nahm gleichzeitig mit dem Kursrückgang ab. Sie haben nicht den Dip gekauft. Sie haben ihn verursacht.
SponsoredDas Muster zeigt, dass Wale Kursanstiege nur kurzfristig ausnutzen und anschließend bei Korrekturen verkaufen. Ihr Vertrauen ist schwach. Wenn starke Halter in schwachen Phasen aufbauen, steigt der Kaufdruck. Wenn sie in schwachen Phasen verkaufen, geht der Kurs noch weiter nach unten. Der monatliche Rückgang von Bitcoin um 27 Prozent ist logisch, wenn man sieht, dass zwanzig Wal-Adressen oder mindestens 20.000 Bitcoin verkauft wurden.
Das eigentliche Risiko zeigt sich, wenn man darauf schaut, wo das Angebot konzentriert ist. Die UTXO Realized Price Distribution zeigt die Preisbereiche, in denen am meisten Bitcoin bewegt wurde. Sie macht sichtbar, an welchen Kursen das meiste Angebot entstanden ist. Diese Zonen gelten je nach Marktbewegung als starke Unterstützung oder Widerstand.
Die aktuell größte Zone liegt bei ungefähr 66.800 USD. Hier befindet sich die höchste Angebotskonzentration unterhalb des aktuellen Kurses. Das ist im Moment die wichtigste Kostenbasis. Um diesen Bereich zu durchbrechen, braucht es sehr viele Verkäufe. Einzelne Händler schaffen das nicht. Nur Wale haben so viel Marktmacht. Das macht sie zum möglichen Hauptproblem für den Bitcoinkurs.
Hier ist das Problem: Genau diese Wale verkaufen bereits. Das Exchange Whale Ratio hat es bestätigt. Der Rückgang der Adressenzahl ebenso. Sie verkaufen gerade aktiv auf dem Markt. Der derzeitige Kurs von etwa 67.600 USD liegt gefährlich nah an dieser 66.800-USD-Zone.
Sponsored SponsoredEntscheidende Bitcoin-Kurs-Unterstützung: Droht ein Absturz auf 60.000 USD?
Die erste große Unterstützungszone liegt bei 66.600 USD. Diese passt fast genau zum 66.800-URPD-Cluster. Beide Bereiche markieren dieselbe technische Zone und zeigen, wo ein großes Angebot liegt. Der Bitcoin-Kurs liegt aktuell nur etwa 1,6 Prozent über dieser wichtigen Unterstützung. Wenn große Investoren, sogenannte Wale, weiter verkaufen, dürfte diese Zone nicht lange halten.
Ein Fall unter 66.600 USD würde den Weg in Richtung 60.000 USD öffnen. Das wäre ungefähr 12 Prozent weiter nach unten ab dem aktuellen Kurs. Am 6. Februar berührte Bitcoin diese Zone kurz und stieg dann wieder. Nun sieht die Situation allerdings deutlich schwächer aus. Damals war das Verhältnis der Wale nicht auf dem Jahreshöchststand. Zudem hatte sich noch keine versteckte bearische Divergenz gebildet.
Derzeit warnen alle Indikatoren gleichzeitig, während der Kurs knapp über dem stärksten Angebots-Cluster liegt. Ein Bruch unter die 66.600 USD würde wahrscheinlich eine Verkaufskaskade auslösen, weil die URPD-Zone fällt. Halter, deren Einstiegspreis nahe bei 66.800 USD lag, könnten dann in Panik geraten. Gehebelte Longs, die auf eine Erholung hoffen, würden zwangsverkauft. Der Fall auf 60.000 USD könnte dadurch schneller kommen als der erste Kursrutsch.
Andererseits braucht der Bitcoin-Kurs einen klaren Ausbruch über 71.600 USD, um echte Stärke zu zeigen. Erst dann wäre die aktuelle bearische Struktur hinfällig und die Käufer hätten wieder die Kontrolle. Völlige Entwarnung gibt es aber erst über 79.300 USD. Solange Bitcoin diesen Wert nicht zurückholt, bleibt der bearische Trend aktiv und das Risiko weiterer Verluste dominiert.