Der Rückgang des Bitcoin-Kurses unter 80.000 USD scheint eine Fortsetzung des Verkaufsdrucks zu sein, der sich in dieser Woche aufgebaut hat. Heute führte zudem ein neuer Inflationsschock dazu, dass Trader einen weiteren Grund zum Verkaufen hatten.
Am 15. Oktober fiel die US-Großhandelsinflation deutlich höher aus als erwartet. Bereits am Vortag hatte ein enttäuschender Bericht zur Verbraucherpreisinflation die Angst verstärkt, dass die US-Notenbank die Zinsen erneut erhöhen könnte.
Der Verkauf wird durch Trader mit Hebel verstärkt, die ihre Positionen schließen müssen. Auch der breitere Aktienmarkt steht unter Druck, besonders Technologie-Aktien.
Ein weiterer Inflationsschock
Der US-Erzeugerpreisindex (PPI), der heute um 8:30 Uhr New Yorker Zeit veröffentlicht wurde, verzeichnete den größten monatlichen Anstieg seit März 2022.
Die Energiepreise waren ein wesentlicher Faktor, da die Großhandelspreise für Benzin im September um 20,3% gestiegen sind.
Dies ist für das Investitionssentiment wichtig, weil höhere Produktionskosten sich mit der Zeit auf die Verbraucherpreise auswirken können.
Für die Finanzmärkte bedeutet das, dass die Zinsen hoch bleiben könnten oder sogar weiter steigen.
Der gestrige Bericht zum Verbraucherpreisindex war der Auslöser für den aktuellen makroökonomischen Schock. Der heutige PPI-Bericht hat dies bestätigt und übt zusätzlichen Druck auf einen ohnehin schwächeren Bitcoin-Markt aus.
Institutionelle Käufer ziehen Geld aus Bitcoin ab
US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen in dieser Zeit Kapitalabflüsse.
Die Zahlen zeigen die länger anhaltende Schwäche:
- Letzte Woche, 5.–9. Oktober: etwa 679 Millionen USD Nettoabflüsse bei ETFs.
- Diese Woche, 12.–14. Oktober: weitere 151,1 Millionen USD an Nettoabflüssen.
- Allein gestern: 261,4 Millionen USD wurden abgezogen, nachdem am Dienstag noch 175,7 Millionen USD zugeflossen waren.
Bereits vor dem heutigen Inflationsschock hat der Markt eine wichtige Quelle institutioneller Nachfrage verloren.
Wenn Investoren Gelder aus Bitcoin-Fonds abziehen, gibt es weniger konstanten Kaufdruck, der die Verkäufe bestehender Halter auffangen kann.











