Bitcoin versucht, die letzten Verluste wieder gutzumachen, nachdem der Kurs erneut über die 95.000 USD gestiegen war. Das hat kurzfristig für Optimismus gesorgt. Der Anstieg brachte den BTC-Kurs auf ein Zwei-Monats-Hoch. Dennoch ist die Erholung noch nicht abgeschlossen.
Tatsächlich steht die Kryptowährung nun vor einer noch größeren Herausforderung: Der Bereich zwischen 98.000 und 110.000 USD ist die bisher stärkste Widerstandszone.
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Die Schwierigkeiten von Bitcoin werden deutlich, wenn man sich die Long-Term Holder Cost Basis Distribution Heatmap anschaut. Seit November 2025 endete jeder Aufschwung innerhalb eines dichten Angebotsbereichs, der ungefähr von 93.000 bis 110.000 USD reicht. In diesem Bereich befinden sich Coins, die zuvor während Hochphasen gekauft wurden. Dadurch entsteht immer wieder Verkaufsdruck, wenn der Kurs dorthin zurückkehrt.
Jeder Anstieg in diese Zone hat zu neuen Verkäufen von Langzeithaltern geführt. Deshalb konnte Bitcoin bisher keine nachhaltigen Erholungen zeigen, selbst nach mehreren Ausbrüchen. Sobald der Kurs wieder in dieses Angebot steigt, steht der Markt erneut vor der bekannten Bewährungsprobe. Damit ein stabiler Trendwechsel gelingt, ist es wichtig, dieses Angebot aufzufangen.
In größerem Zusammenhang zeigt der Net Realized Profit and Loss für Langzeithalter ein eher zurückhaltendes Bild. Aktuell realisieren Langzeithalter etwa 12.800 BTC pro Woche als Nettogewinn. Das liegt deutlich unter den Spitzen früherer Zyklen, in denen über 100.000 BTC pro Woche erzielt wurden.
Der Rückgang zeigt, dass weiterhin Gewinne mitgenommen werden, aber nicht mehr so stark wie früher. Das senkt das Risiko von schnellen Kursverlusten, nimmt den Verkaufsdruck aber nicht ganz weg. Die Richtung des Marktes hängt nun von der Stärke der Nachfrage ab, besonders von Käufern, die Bitcoin im zweiten Quartal 2025 gekauft haben. Falls die Nachfrage das Angebot nicht aufnehmen kann, wird das Aufwärtsmomentum schwächer.
SponsoredEine wichtige Marke auf lange Sicht bleibt der True Market Mean bei etwa 81.000 USD. Solange der Kurs länger über diesem Wert bleibt, sieht die langfristige Entwicklung positiv aus. Sinkt Bitcoin jedoch dauerhaft darunter, steigt das Risiko größerer Verluste, wie es schon zwischen April 2022 und April 2023 der Fall war.
Bitcoin-Kurs braucht mehr Schwung für den Sprung über die 98.000 USD
Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert BTC bei etwa 96.302 USD, dem höchsten Stand seit zwei Monaten. Der Anstieg über 95.000 USD hat die Stimmung verbessert und den Kurs näher an den Widerstand bei 98.000 USD gebracht. Kurzfristig bleibt das Bild bullisch, solange die zuletzt zurückeroberten Unterstützungen halten.
Allerdings wird es schwer, die Marke von 98.000 USD zu durchbrechen und das Niveau über 95.000 USD zu halten. Darüber gibt es weiterhin viel Verkaufsdruck, und schon kleine Verkäufe könnten Gewinne schnell zunichtemachen. Sollten Anleger ihre Gewinne sichern, könnte Bitcoin wieder unter 95.000 USD fallen. Dann wäre auch ein tieferer Rückgang bis auf 91.471 USD wahrscheinlich.
Ein bullisches Szenario bleibt möglich, wenn die Langzeithalter ihre Verkäufe weiter einschränken. Sollte das Angebot aus diesen Verkäufen zurückgehen, könnte Bitcoin die Marke von 98.000 USD knacken und sogar 100.000 USD testen.
Wenn dieses psychologisch wichtige Niveau zur Unterstützung wird, bessert sich die Stimmung deutlich. Dann hätte Bitcoin eine realistische Chance auf einen Anstieg bis 110.000 USD, wobei dort jedoch neue Widerstände auftauchen würden.