Bitcoin lag am 19. Februar bei etwa 66.400 USD und blieb nach Tagen mit starken Schwankungen stabil. Allerdings sorgen wachsende Ängste vor einem möglichen Militärschlag der USA gegen den Iran für neue Unsicherheit an den globalen Märkten, auch bei Krypto.
Laut bestätigten Berichten mehrere amerikanischer Medien haben US-Militärvertreter Präsident Donald Trump mitgeteilt, dass Angriffsoptionen gegen den Iran bereitstehen und schon an diesem Wochenende umgesetzt werden könnten.
USA und Iran am Rande eines Krieges – Bitcoin-Kurs hält wackelige Unterstützung
Das US-Verteidigungsministerium hat bereits weitere Flugzeuge eingesetzt und eine zweite Flugzeugträgergruppe in Richtung Naher Osten verlegt. Gleichzeitig hat der Iran Militärübungen durchgeführt und gewarnt, dass er sich im Angriffsfall rächen würde.
Dies folgt auf gescheiterte Atomgespräche und steigende Spannungen wegen des Uran-Anreicherungsprogramms und des Raketenprogramms des Iran.
Das Weiße Haus erklärte, Diplomatie sei weiterhin der bevorzugte Weg. Zugleich sagten Regierungsvertreter, ein Militäreinsatz werde aktuell geprüft. Diese Eskalation sorgt für mehr Risiko an den weltweiten Märkten.
Die aktuelle Kursentwicklung von Bitcoin zeigt diese Unsicherheit. Der Coin ist deutlich von seinen Höchstständen über 100.000 USD gefallen und liegt nun im mittleren 60.000er-Bereich.
Laut dem Short-Term Holder SOPR-Indikator verkaufen kurzfristige Anleger aktuell mit Verlust. Der Wert liegt unter 1. Das bedeutet, viele neue Käufer verlassen ihre Positionen unter Druck.
Gleichzeitig ist das kurzfristige Sharpe-Verhältnis von Bitcoin stark ins Negative gefallen. Das zeigt, dass die aktuellen Renditen im Verhältnis zur Schwankung sehr schlecht sind. Solche Bedingungen kommen meist in Zeiten von Markstress und Angst vor.
Sollte die USA am Wochenende einen Angriff starten, könnte Bitcoin voraussichtlich in zwei Phasen reagieren.
Bitcoin: On-Chain-Signale deuten auf Panik und starke Schwankungen hin
Im ersten Moment könnte es zu einem schnellen Ausverkauf kommen. Bei plötzlichen geopolitischen Schocks wechseln Anleger oft in Bargeld oder sichere Anlagen. Bitcoin hat sich bei solchen Krisen im frühen Stadium meist wie ein Risiko-Asset verhalten. Die SOPR-Daten zeigen zudem, dass kurzfristige Halter schon jetzt verunsichert und empfindlich auf Angst reagieren.
Die zweite Phase könnte allerdings anders verlaufen.
Das Sharpe-Verhältnis zeigt, dass Bitcoin kurzfristig schon stark überverkauft ist. Viele schwache Hände haben bereits verkauft. Daher gibt es jetzt weniger Verkaufsdruck, der noch entstehen kann.
Ein starker Kursrückgang könnte deshalb rasch beendet sein, falls Käufer auf tieferen Levels einstiegen.
Zusätzlich kann geopolitische Unsicherheit Bitcoins Attraktivität auf Dauer steigern. Anleger wenden sich in Krisen manchmal vermehrt Werten zu, die außerhalb des klassischen Finanzsystems stehen. Diese Entwicklung dauert meist eine Weile, geht aber oft mit zunehmender Unsicherheit einher.
Im Moment steht Bitcoin an einem Wendepunkt. Die Angst ist weiterhin hoch und die geopolitischen Risiken wachsen. Aber laut On-Chain-Daten ist ein Großteil des Schadens durch die letzte Korrektur bereits passiert.
Der nächste Schritt hängt stark davon ab, ob sich die Spannungen zu einem echten Konflikt entwickeln oder eine diplomatische Lösung gefunden wird.