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Bitcoin-Kurs sendet größte Warnung 2026: Fällt der Kurs auf 56.000 USD?

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Geschrieben von
Ananda Banerjee

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Redigiert von
Phil Haunhorst

21 Februar 2026 08:52 CET
  • Bitcoins Aufschwung: Versteckte Schwäche bedroht den aktuellen Kurs
  • Eine wichtige Angebotszone rückt jetzt ins Zentrum der nächsten Bitcoin-Kursbewegung
  • Steigende Hebelwirkung und fehlende Unterstützung großer Investoren: Kommt jetzt nur eine schwache Erholung?
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Der Bitcoin-Kurs hat sich seit dem 19. Februar um mehr als vier Prozent erholt und liegt jetzt wieder über 68.200 USD. Diese Erholung bringt nach mehreren Wochen mit Schwäche eine kurze Entlastung. Allerdings zeigen neue technische und On-Chain-Signale, dass Bitcoin bald das wohl gefährlichste Level für 2026 erreichen könnte.

Eine Kombination aus bärischer Chartstruktur, großen Angebots-Clustern unter dem Kurs und wachsendem Hebelrisiko weist darauf hin, dass bald eine stärkere Korrektur beginnen könnte.

Bärisches Muster und größter Angebots-Cluster sorgen jetzt für akutes Risiko

Im 8-Stunden-Chart von Bitcoin gibt es momentan eine Kopf-Schulter-Formation. Das ist eine bärische Umkehrstruktur. Sie entsteht, wenn der Kurs drei Hochs bildet, wobei das mittlere Hoch höher ist als die beiden anderen. Diese Formation zeigt, dass die Kaufkraft nachlässt und der Verkaufsdruck steigt.

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Außerdem hat Bitcoin zwischen dem 6. und dem 20. Februar eine versteckte bärische Divergenz gebildet. In diesem Zeitraum hat der Bitcoin-Kurs ein tieferes Hoch gemacht. Das heißt, die Erholung konnte das vorherige Hoch nicht komplett zurückholen.

Allerdings hat der Relative Strength Index, auch RSI genannt, ein höheres Hoch gebildet.

Risiko für den Bitcoin-Kurs
Risiko für den Bitcoin-Kurs: TradingView

Der RSI misst die Kauf- und Verkaufskraft zwischen 0 und 100. Wenn der RSI steigt, aber der Kurs nicht mitsteigt, zeigt das, dass die Käufer schwächer werden. Dieses Muster sieht man oft, bevor der Kurs fällt oder zurückgeht.

Das größte Risiko besteht aktuell durch Bitcoins On-Chain-Kostenniveaus. Daten vom UTXO Realized Price Distribution (URPD) zeigen, dass das größte Angebots-Cluster bei über 66.800 USD liegt. Auf diesem Level liegt 3,17 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots.

Größtes Angebots-Cluster
Größtes Angebots-Cluster: Glassnode

Ein weiteres großes Cluster liegt bei 65.636 USD und hält zusätzlich 1,38 Prozent des Angebots.

Diese Levels sind wichtig, weil hier viele Anleger Bitcoins gekauft haben. Sollte der Kurs von Bitcoin unter diese Levels fallen, könnten viele verkaufen, um Verluste zu vermeiden. Dadurch kann der Kurs noch schneller sinken.

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BTC-Cluster unter dem aktuellen Kurs
BTC-Cluster unter dem aktuellen Kurs: Glassnode

Zusammen genommen machen diese Cluster mehr als 4,5 Prozent des Bitcoin-Angebots direkt unter dem aktuellen Kurs aus. Das führt zu einer Hochrisikozone direkt unter Bitcoins Unterstützung. Darauf basiert die größte Kurswarnung.

Schließt Bitcoin unter dieser Zone, könnte das Kopf-Schulter-Muster an Stärke gewinnen.

Steigende Hebel und ETF-Abflüsse erhöhen Liquidationsrisiko

Daten zu Derivaten zeigen mehr Liquidationsrisiko, seit sich Bitcoin erholt hat. Das offene Interesse, also die Gesamtsumme aller offenen Futures-Positionen, ist vom 19. Februar von 19,54 Mrd. USD auf etwa 20,71 Mrd. USD während der Erholung gestiegen.

Dadurch sind mehr Trader mit Hebel während der Erholung in den Markt eingestiegen.

Offenes Interesse und Funding-Rate
Offenes Interesse und Funding-Rate: Santiment
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Gleichzeitig ist die Funding-Rate positiv geworden. Die Funding-Rate ist eine Zahlung zwischen Tradern, die Long und Short gehen. Eine positive Funding-Rate zeigt, dass mehr Trader auf steigende Kurse wetten. Das sorgt für eine gefährliche Lage.

Steigende Long-Positionen
Steigende Long-Positionen: Santiment

Wenn der Bitcoin-Kurs zu fallen beginnt, könnten diese gehebelten Long-Positionen geschlossen werden müssen. Das löst einen Long Squeeze aus. Dabei werden bullische Trader aus ihren Positionen gedrängt. Solche Zwangsverkäufe führen zu einer Liquidationskaskade, was noch mehr Verkaufsdruck bringt und den Kurs stärker fallen lässt.

Auch die Stimmung bei Institutionen bleibt schwach. Die Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen nun schon seit fünf Wochen in Folge Abflüsse. Das zeigt, dass institutionelle Anleger weiter Kapital abziehen, statt zu kaufen.

Bitcoin-ETFs
Bitcoin-ETFs: SoSo Value

Dadurch gibt es bei Kursrückgängen weniger Unterstützung.

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Bitcoin-Kurs steht vor entscheidender Bewährungsprobe unter institutionellem Widerstand

Bitcoin liegt außerdem weiter unter seinem monatlichen Volume Weighted Average Price, kurz VWAP. Dieser liegt bei etwa 70.000 USD. Der VWAP zeigt den durchschnittlichen Kurs, gewichtet nach dem Handelsvolumen. Viele Institutionen nutzen den monatlichen VWAP, um ihre durchschnittlichen Einstiegskosten zu bestimmen.

Wenn Bitcoin unter dem VWAP handelt, heißt das, dass die durchschnittlichen institutionellen Positionen im Minus sind. Deshalb reduzieren Institute oft ihr Engagement oder steigen nicht erneut ein. Das erklärt die Zurückhaltung bei den ETFs.

Ein Anstieg über 70.000 USD würde zeigen, dass die Institutionen wieder stärker einsteigen. Solange Bitcoin aber darunter bleibt, sind Erholungen wahrscheinlich begrenzt. Daher wirkt die Struktur insgesamt weiter bärisch.

Nach unten liegt die erste wichtige Unterstützung für Bitcoin bei etwa 67.300 USD. Sollte dieser Bereich fallen, folgt die nächste bei 66.500 USD und danach bei 65.300 USD. Diese Marken passen zu den zuvor erwähnten Angebotsclustern. Sollte Bitcoin diese Zonen nicht halten, könnte die große Kopf-Schulter-Formation mit Nackenlinie bei etwa 60.800 USD ausgelöst werden.

Bitcoin-Kursanalyse
Bitcoin-Kursanalyse: TradingView

Danach könnte ein Durchbruch nach unten ein Kursziel von mehr als 7,5 Prozent auslösen. Kurz- bis mittelfristig würde das ein mögliches Ziel bei 56.000 USD bedeuten.

Nach oben muss Bitcoin erst die Marke von 68.200 USD zurückerobern, damit sich die kurzfristige Struktur stabilisiert. Für eine vollständige Erholung müsste jedoch das VWAP-Level bei 70.000 USD zurückgewonnen werden.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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