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Sind Bitcoin-Wale am 74.000-USD-Hoch gefangen? Neue Hinweise auf einen Ausweg

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Geschrieben von
Ananda Banerjee

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Redigiert von
Phil Haunhorst

07 März 2026 08:45 CET
  • Bitcoin-Kurs bildet Kopf-Schulter-Muster: Große Käufe nah an 74.000 USD sorgen für Unsicherheit
  • Hoher Short-Hebel nahe 69.700 USD könnte vor der nächsten Bewegung einen Squeeze auslösen
  • Langfristige Investoren kaufen wieder – Zeichen für eine Erholung trotz schwachem Marktumfeld
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Die jüngsten Kursbewegungen von Bitcoin sind bereits dem Muster gefolgt, vor dem zuvor gewarnt wurde. Als der Coin in der Nähe von 73.000 USD gehandelt wurde, hatten wir darauf hingewiesen, dass eine nachlassende Dynamik den Kurs nach unten drücken könnte.
Seitdem ist Bitcoin stark gefallen und liegt aktuell zum Veröffentlichungszeitpunkt bei etwa 68.000 USD.

Diese Bewegung fand während einer Wochenendsitzung statt, in der die Liquidität meist geringer ist. Preisbewegungen können dadurch stärker und weniger vorhersehbar erscheinen. Zwar bestätigt der Rückgang eine kurzfristige Schwäche, aber die Marktstruktur zeigt nun eine kompliziertere Lage. Einige Signale deuten auf eine nächste Erholung hin, auch wenn eine größere bärische Formation weiterhin aktiv bleibt.

Bitcoin: Head-and-Shoulders-Formation sichtbar – Wale kaufen beim 74.000-USD-Hoch

Im 4-Stunden-Chart bildet Bitcoin offenbar eine Kopf-Schulter-Formation aus. Dies ist eine technische Struktur, die oft auf eine mögliche Trendwende hinweist, wenn die Nackenlinie durchbrochen wird.

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Die Formation begann sich herauszubilden, nachdem Bitcoin zu Beginn der Woche bis auf 74.100 USD gestiegen war. Dieser Wert stellt nun das „Kopf”-Element der Formation dar. Seitdem ist der Kurs schrittweise gefallen, wobei sich aktuell die rechte Schulter entwickelt.

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BTC Kursstruktur
BTC Kursstruktur: TradingView

Gleichzeitig scheinen große Bitcoin-Wallets ihre Bestände in der Nähe des Höchststandes erhöht zu haben. Die Auswertung von Wallets mit Beträgen zwischen 10.000 und 100.000 BTC zeigt, dass die Rücklagen am 4. März auf rund 2,24 Millionen BTC stiegen. Dies fällt nahezu mit der Bildung des Kopfes in der Formation zusammen. Diese zeitliche Überschneidung führt zu einer wichtigen Frage: Haben die sogenannten „Wale” den Höchststand gekauft?

BTC Wale
BTC Wale: Santiment

Falls das der Fall ist, bringt der vor zwei Tagen vorhergesagte Rückgang auf 68.000 USD diese Investoren nun womöglich in eine unangenehme Lage.

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Jedoch deuten mehrere Marktsignale darauf hin, dass diese Anleger dennoch die Chance haben, ihre Verluste mit einer gestaffelten kurzfristigen Erholung zu begrenzen.

Short-Liquidationen und Käufe durch Langzeit-Investoren könnten Erholung antreiben

Die aktuelle Derivatelage zeigt eine deutliche Tendenz zu Short-Positionen. Im Binance BTC/USDT Perpetual-Paar sind etwa 798 Millionen USD in Leerverkäufen offen, während auf der Long-Seite rund 430 Millionen USD stehen. Shorts übersteigen Longs damit um über 80 Prozent.

Liquidationskarte
Liquidationskarte: Coinglass

Dieses Ungleichgewicht bedeutet: Falls der Bitcoin-Kurs nach oben dreht, könnten Shorts liquidiert werden. Händler müssten dann ihre Positionen eindecken und Bitcoin kaufen, was den Kurs weiter steigen lässt.

Einer der größten Liquidationsbereiche befindet sich über der Zone von 69.700 USD. Dort könnten fast 375 Millionen USD an Short-Positionen aufgelöst werden. Bemerkenswert ist, dass dieses Niveau auch mit einem wichtigen Widerstand übereinstimmt — wie eine spätere Grafik zeigt — was diese Marke als mögliches kurzfristiges Ziel stärkt.

BTC Liquidationscluster
BTC Liquidationscluster: Coinglass

Noch ein weiteres Signal spricht für eine mögliche Kurserholung. Die Netto-Positionsveränderung der langfristigen Bitcoin-Halter, also Anleger, die BTC seit mehr als einem Jahr halten, ist nach fast zwei Monaten mit Verkaufstendenz plötzlich wieder positiv.

Der Wert wurde am 6. März erstmals seit Anfang Januar positiv. Das letzte Mal, als es eine solch plötzliche Veränderung an einem Tag gab, war am 7. Dezember. Damals stieg der Bitcoin-Kurs von rund 90.400 auf 92.700 USD — ein Anstieg um etwa 2,5 Prozent.

Ein ähnlicher Anstieg von 2,5 Prozent vom aktuellen Kurslevel würde Bitcoin fast genau an die Marke von 69.700 USD bringen. Diese Marke stimmt sowohl mit dem Short-Liquidationscluster als auch mit dem technischen Widerstand überein.

Langfristige Halter
Langfristige Halter: Glassnode

Diese Überschneidung macht es möglich, dass sogenannte Wale mit einem kurzfristigen Anstieg rechnen, der durch einen Short Squeeze ausgelöst wird und den Markt vorübergehend steigen lässt.

Wichtige Bitcoin-Kursmarken:

Trotz der Chance auf eine Erholung bleibt die generelle technische Situation weiterhin schwach.

Damit die kurzfristig bullische Dynamik stärker wird, müsste Bitcoin eine vierstündige Kerze über 68.600 USD schließen. Dies könnte den Weg in Richtung der Liquidationszone bei 69.700 USD und möglicherweise sogar bis auf 72.000 USD öffnen.

Allerdings würde selbst eine Bewegung in diese Bereiche das Kopf-Schulter-Muster weiterhin bestätigen, solange Bitcoin unter dem Höchststand von 74.100 USD bleibt.

Bitcoin-Kurs-Analyse
Bitcoin-Kurs-Analyse: TradingView

Nach unten hin liegt die entscheidende Nackenlinie bei etwa 67.800 USD. Schließt Bitcoin eine vierstündige Kerze unter diesem Wert, wäre die Formation bestätigt. Das könnte einen stärkeren Rückgang in Richtung 65.300 USD auslösen, wobei die berechnete Bewegung auf rund 61.100 USD zeigt.

Im Moment befindet sich Bitcoin in einer sensiblen Situation. Ein Short Squeeze könnte kurzfristig für einen Anstieg bis in den Bereich um 69.700 USD sorgen. Steigt die Coin jedoch nicht wieder über die vorherigen Höchststände, bleibt das Risiko eines größeren Rücksetzers bestehen.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust-Projekts dient dieser Preisanalyse-Artikel nur zu Informationszwecken und sollte nicht als Finanz- oder Anlageberatung angesehen werden. BeInCrypto verpflichtet sich zu einer genauen, unvoreingenommenen Berichterstattung, aber die Marktbedingungen können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Führen Sie immer Ihre eigenen Nachforschungen durch und konsultieren Sie einen Fachmann, bevor Sie finanzielle Entscheidungen treffen. Außerdem bietet die vergangene Performance keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

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