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Warum Quantencomputer keine akute Gefahr für Bitcoin sind

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Geschrieben von
Kamina Bashir

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Redigiert von
Phil Haunhorst

10 Februar 2026 07:00 CET
  • CoinShares: Gefahr für Bitcoin-Kurs durch Quantencomputer aktuell gering
  • Nur etwa 0,1 Prozent des Bitcoin-Angebots sind real von Quantenangriffen bedroht
  • Experten warnen: Frühzeitige Protokolländerungen könnten Bitcoins Neutralität gefährden
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Es gibt wieder Sorgen, dass Quantencomputer in Zukunft Bitcoins Verschlüsselung knacken könnten. Allerdings zeigt ein neuer Bericht von CoinShares, dass das Risiko durch Quantencomputer noch weit entfernt ist. Nur ein kleiner Teil des Bitcoin-Angebots könnte überhaupt betroffen sein.

Der Bericht beschreibt Quantencomputer als eine langfristige technische Herausforderung. Es heißt, Bitcoin hat genug Zeit, sich anzupassen, bevor Quantencomputer stark genug für eine Gefahr werden.

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So gefährlich sind Quantencomputer für den Bitcoin-Kurs

Im Bericht „Quanten-Sicherheitslücke bei Bitcoin: Ein überschaubares Risiko“ erklärt Christopher Bendiksen, Forschungsleiter für Bitcoin bei CoinShares, dass Bitcoin auf Elliptische-Kurven-Kryptografie setzt, um Transaktionen zu schützen. 

Theoretisch könnte ein sehr starker Quantencomputer mit Shor’s Algorithmus private Schlüssel aus öffentlichen Schlüsseln ableiten. Dadurch könnten Coins ohne Erlaubnis ausgegeben werden.

Bendiksen sagt jedoch, dass dafür Quantencomputer mit Millionen stabilen, fehlerfreien Qubits nötig wären. Das ist heute noch nicht möglich.

„Das Knacken von secp256k1 in weniger als einem Jahr benötigt 10- bis 100.000-mal mehr logische Qubits als heute möglich sind. Solche Quanten-Technik ist mindestens noch zehn Jahre entfernt. Langfristige Angriffe, die Jahre dauern, könnten in einem Jahrzehnt möglich werden; kurzfristige (Mempool-Angriffe) benötigen Berechnungen unter zehn Minuten – das ist erst in Jahrzehnten denkbar“, so der Bericht.

Der Bericht hat auch geprüft, wie groß das echte Risiko für Bitcoin ist. Laut Bendiksen liegen nur etwa 1,6 Mio. BTC (ungefähr 8 Prozent vom Gesamtangebot) auf alten Pay-to-Public-Key- (P2PK) Adressen, wo die öffentlichen Schlüssel sichtbar sind. Dennoch ist das echte Risiko viel kleiner.

Laut Bericht könnten von diesen nur etwa 10.200 BTC tatsächlich in einer Weise angegriffen werden, die Auswirkungen hätte. Das sind weniger als 0,1 Prozent vom gesamten Bitcoin-Angebot.

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„Die übrigen etwa 1,6 Mio. liegen alle auf 32.607 einzelnen, etwa 50-BTC-UTXOs, die selbst im besten Fall erst in Jahrtausenden mit Quantencomputern geknackt werden könnten“, erklärte Bendiksen.

Die verbleibenden anfälligen Coins sind auf viele zehntausend Adressen verteilt. Diese Verteilung macht großflächige Angriffe auch für fortschrittliche Quantencomputer langsam und nicht praktikabel, so die Analyse.

Dieser geringe Anteil ist auch dank neuer Adresstypen so klein. Pay-to-Public-Key-Hash (P2PKH) und Pay-to-Script-Hash (P2SH) zeigen den öffentlichen Schlüssel erst beim Ausgeben der Coins. So wird die Angriffsfläche deutlich kleiner.

Obwohl es Vorschläge für sogenannte „Post-Quanten“-Verschlüsselung gibt, rät Bendiksen davon ab, zu früh oder mit Zwang Änderungen einzuführen. Er warnt, dass neue Risiken entstehen, die Dezentralisierung schwächer wird oder neue Kryptosysteme sich als unsicher herausstellen könnten.

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„Für die vorhersehbare Zukunft sind die Auswirkungen auf den Markt begrenzt“, ergänzt Bendiksen. „Das größere Risiko ist, die Unveränderlichkeit und Neutralität von Bitcoin zu erhalten, die durch zu frühe Protokolländerungen gefährdet werden könnten.“

Diese Sichtweise teilen auch andere bekannte Namen der Branche, unter anderen Casa-Mitgründer Jameson Lopp und Cardano-Gründer Charles Hoskinson. Beide sagen, Quantencomputer sind aktuell keine Gefahr für Bitcoins Kryptografie.

Quanten-Risiko rückt in den Fokus: Investoren und Entwickler bereiten sich vor

Trotzdem sind nicht alle am Markt dieser Meinung. Einige große Anleger achten immer mehr auf das Risiko durch Quantencomputer bei Bitcoin, anstatt es einfach als fernes Problem zu sehen.

BeInCrypto berichtet, dass Stratege Christopher Wood die 10-Prozent-Bitcoin-Quote im Jefferies-Portfolio reduziert hat und stattdessen stärker auf Gold und Mining-Aktien setzt. Der Grund: Sorgen, dass Quantencomputer Bitcoins Sicherheit in Zukunft bedrohen könnten.

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Gleichzeitig gibt es Projekte in der Blockchain-Szene, die sich bereits vorbereiten. Coinbase, Ethereum und Optimism erklären öffentlich, was sie für eine Zukunft nach dem Quantencomputer planen.

Charles Edwards von Capriole Investments schlägt zudem vor, dass der Bitcoin-Kurs erst weiter sinken müsse, damit das Netzwerk mehr Aufmerksamkeit für das Thema Quanten-Sicherheit bekommt. Er meint, Marktdruck könnte hier für mehr Diskussion sorgen.

„50.000 USD sind jetzt nicht mehr weit weg. Letztes Jahr sagte ich ernsthaft, dass der Kurs erst sinken muss, damit es genug Aufmerksamkeit für die Quanten-Sicherheit von Bitcoin gibt. Das hier ist der erste vielversprechende Fortschritt, den wir sehen“, so Edwards.

Edwards meint zudem, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Er warnt, die Anstrengungen für Bitcoins Quanten-Schutz müssen ab 2026 deutlich schneller werden.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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