Bitcoin (BTC) erlebt im Januar starke Schwankungen. Der Coin stieg Anfang der Woche auf ein fast vier Wochen hohes Niveau und fiel gestern kurzzeitig unter 90.000 USD.
Bei diesen Schwankungen zeigen Analysten auf mehrere wichtige Signale. Sie könnten bedeuten, dass bald ein Short Squeeze bevorsteht.
SponsoredBitcoin-Derivate: Steigendes Risiko für einen Short Squeeze
Laut Daten von BeInCrypto Markets hat die größte Kryptowährung an den ersten fünf Tagen im Januar durchgehend grüne Kerzen gezeigt. Der Kurs sprang am Montag auf über 95.000 USD, ein Niveau, das es zuletzt Anfang Dezember gab, bevor er wieder nachgab.
Am 8. Januar fiel BTC kurzzeitig unter 90.000 USD und erreichte auf Binance ein Tief bei 89.253 USD. Zum aktuellen Zeitpunkt liegt der Bitcoin-Kurs bei 91.078 USD – das sind 0,157 Prozent mehr als am Vortag.
Drei wichtige Signale deuten darauf hin, dass die Marktbedingungen sich auf einen möglichen Short Squeeze beim Bitcoin-Kurs einstellen. Zur Erklärung: Ein Short Squeeze entsteht, wenn der Kurs gegen die Erwartungen von Bären steigt.
Hebelwirkung verstärkt dabei den Druck. Händler kommen in eine Zwangsliquidation und müssen Bitcoin kaufen, was den Kurs weiter antreibt. Diese Käufe können sich sehr schnell im Markt ausbreiten.
Sponsored Sponsored1. Negative Funding Rate zeigt bärische Stimmung
Das erste Zeichen sieht man an der Bitcoin-Funding-Rate auf Binance. In einer aktuellen Analyse erklärt Burak Kesmeci, dass die Funding-Rate im Tageschart zum ersten Mal seit dem 23. November 2025 negativ geworden ist.
Diese Zahl zeigt die Kosten, um unbefristete Futures-Positionen zu halten. Ist die Funding-Rate negativ, dominieren Short-Positionen. Shortseller zahlen dann Gebühren an Long-Positionen, um ihre Positionen zu behalten.
Der aktuelle Wert liegt bei -0,002 und ist damit viel stärker negativ als der Wert von -0,0002 im November. Damals begann nach der Umkehrung eine Rally, in der Bitcoin von 86.000 USD auf 93.000 USD stieg. Das noch negativere Signal im Januar zeigt, dass die Derivate-Händler jetzt noch bärischer eingestellt sind.
„Die Funding ist deutlich stärker negativ, während der Kurs unter Druck steht. Diese Mischung erhöht die Chance auf einen sehr starken Short Squeeze. Ein starker Anstieg beim Bitcoin-Kurs wäre jetzt keine Überraschung”, schrieb Kesmeci.
2. Open Interest steigt, während Bitcoin-Kurs fällt
Ein weiteres Signal ist laut einem anderen Analysten, dass der Bitcoin-Kurs nach unten tendiert. Gleichzeitig steigt das Open Interest immer weiter. Dies wertet der Analyst als Zeichen für einen möglichen Short Squeeze.
„Das ist ein klassisches Zeichen für einen kommenden Short Squeeze!“, steht in dem Beitrag.
Open Interest zeigt die Zahl der offenen Derivate-Verträge. Steigt es, während der Kurs fällt, deutet das oft darauf hin, dass neue Positionen in Richtung des Trends eröffnet werden, also meist mehr Shorts als Longs geschlossen werden.
Das kann zu einem einseitigen Risiko führen. Viele Short-Positionen machen den Markt anfällig für schnelle Liquidationen, falls der Kurs wieder steigt.
Sponsored3. Hohes Hebelrisiko: Drohen jetzt mehr Liquidationen?
Als drittes Signal zeigt das geschätzte Leverage Ratio von Bitcoin laut CryptoQuant ein Ein-Monats-Hoch. Dieses Maß zeigt, wie viel Kapital Trader mit Leverage einsetzen. Hohes Leverage vergrößert Gewinne und Verluste, daher können auch kleine Kursbewegungen breite Liquidationen auslösen.
Wer zum Beispiel mit zehnfachem Leverage handelt, wird schon liquidiert, wenn sich der Bitcoin-Kurs um zehn Prozent in die falsche Richtung bewegt. Das aktuelle Verhältnis zeigt: Viele Trader sind ein höheres Risiko eingegangen und setzen auf weiter fallende Kurse. Hohes Leverage ist gefährlich, wenn der Kurs plötzlich wieder steigt.
Kommen diese drei Indikatoren zusammen, könnte Bitcoin bei einer Kursumkehr sehr anfällig für einen schnellen Anstieg sein. Dann kann es zu vielen Liquidationen bei zu stark gehebelt handelnden Short-Positionen kommen.
Ob es wirklich zu einem Short Squeeze kommt, hängt von größeren Marktfaktoren ab. Dazu gehören unter anderem die allgemeine Wirtschaftslage, die Nachfrage am Spotmarkt und wie risikofreudig die Marktteilnehmer sind. Gibt es keinen klaren bullischen Auslöser, könnte die bärische Stimmung anhalten. Dadurch würde sich ein möglicher Squeeze verzögern oder abschwächen.