Der Bitcoin-Kurs steht weiter unter Druck und setzt seinen aktuellen Rückgang fort. Eine eindeutige Umkehr gibt es bisher nicht. Beim Veröffentlichen dieses Artikels liegt der Bitcoin-Kurs bei etwa 66.996 USD. Die Stimmung am Krypto-Markt bleibt vorsichtig.
Wachsende Unsicherheit sorgt dafür, dass viele Anleger verkaufen. Es gibt allerdings eine große Gruppe, die versucht, den Kurs zu stabilisieren.
SponsoredViele Bitcoin-Holder stehen aktuell im Minus
Das Spent Output Profit Ratio, oder SOPR, zeigt steigenden Zweifel unter Bitcoin-Anlegern. SOPR misst das Verhältnis zwischen dem USD-Wert von verkauften Coins und ihrem ursprünglichen Einkaufspreis. Bleibt der Wert über 1, verkaufen Anleger mit Gewinn.
In letzter Zeit liegt der SOPR-Wert öfter in der Nähe von oder unter 1. Werte unter 1 bedeuten, dass Anleger mit Verlust verkaufen. Solches Verhalten zeigt oft angstgetriebenes Handeln statt strategischem Verkauf.
Aus der Vergangenheit weiß man, dass längere Phasen mit SOPR unter 1 oft mit lokalen Tiefpunkten im Kurs übereinstimmen. Das Realisieren von Verlusten zeigt oft, dass schwache Hände aufgeben. Trotzdem bestätigen anhaltend negative Werte eine fragile Stimmung und weniger Vertrauen in eine schnelle Erholung des Bitcoin-Kurses.
Whales retten den Bitcoin-Kurs
Während kleinere Anleger verkaufen, schichten Bitcoin-Wale ihr Kapital zurück in BTC. Adressen mit 10.000 bis 100.000 BTC haben seit Monatsbeginn mehr als 70.000 BTC angesammelt. Das entspricht etwa 4,6 Mrd. USD zu den aktuellen Kursen.
Solche großen Käufe bieten dem Markt Unterstützung. Zudem gleicht die Nachfrage der Wale einen Teil der Panikverkäufe aus. Ohne ihren Einfluss hätte der Bitcoin-Kurs in der letzten Zeit noch stärker fallen können.
SponsoredWeitere Einblicke in die Strategie der Wale liefert der Blick auf die Abflüsse von großen Mengen an Coins von Kryptobörsen. Diese Kennzahl misst den täglichen Anteil der Bestände, der zu großen Akteuren wandert. Seit Bitcoin unter 80.000 USD gefallen ist, liegt der gleitende 30-Tage-Durchschnitt bei 3,2 Prozent.
Dieses Muster ähnelt der Entwicklung im ersten Halbjahr 2022. Auch damals sammelten Wale stetig an, bevor der nächste Bullenmarkt begann. Ihre regelmäßigen Abhebungen sprachen für langfristige Absichten statt kurzfristige Spekulation.
Man sollte aber vorsichtig mit Vergleichen sein. Im Jahr 2022 dauerte es Monate, bis sich die Kurse nach der Seitwärtsphase wieder erholten. Die Ansammlung durch Wale führt also nicht sofort zu steigenden Kursen. Die allgemeine Marktlage und die Liquidität haben weiterhin einen großen Einfluss auf den BTC-Kurs.
BTC-Kurs findet Unterstützung
Der Bitcoin-Kurs liegt bei 66.996 USD und hält damit leicht über der Unterstützung bei 66.749 USD. Die jüngste Ablehnung in der Nähe von 70.610 USD zeigt einen psychologischen Widerstand, weil viele dort Gewinne mitnehmen. In diesem Bereich gibt es viele Verkäufer, wodurch Aufwärtsbewegungen gebremst werden.
In naher Zukunft muss der BTC die Marke von 65.000 USD verteidigen und sich unter 70.610 USD behaupten. Bleibt der Kurs stabil, könnte das Kraft für einen Ausbruch nach oben bringen. Damit der BTC-Kurs sich klar erholt, müsste die Marke von 78.656 USD wieder als Unterstützung zurückgewonnen werden.
Falls die Akkumulation durch Wale nachlässt, könnten die Kursrisiken zunehmen. Ein Bruch der aktuellen Unterstützung würde Bitcoin in Richtung 63.185 USD schicken. Ein weiterer Rückgang in Richtung 60.000 USD würde das bullische Szenario aufheben und den übergeordneten Abwärtstrend bestätigen.