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Große „Whale“-Käufe bei Bitcoin waren laut Daten nur Börsen-Umstrukturierung

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Geschrieben von
Oluwapelumi Adejumo

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Redigiert von
Phil Haunhorst

03 Januar 2026 15:00 CET
Vertrauenswürdig
  • Aktuelle Daten: Kein massiver Whale-Einkauf - nur normale Wallet-Wartung bei Börsen
  • Wenn man diese technischen Transfers ausklammert, zeigen die Zahlen: Große Anleger waren im Dezember tatsächlich Netto-Verkäufer.
  • Diese Veräußerung passt zu Glassnode-Daten, die negative Kapitalflüsse und Rekordverluste realisierter Gewinne bei Langzeit-Haltern zeigen.
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Neue Marktdaten, die eine starke Bitcoin-Ansammlung durch große Investoren zeigen sollen, beruhen offenbar auf einem Missverständnis interner Abläufe bei den Exchanges.

Am zweiten Januar berichtete Julio Moreno, Leiter Research beim Analyseunternehmen CryptoQuant, dass On-Chain-Signale, die zunächst als Käufe von „Walen“ gesehen wurden, hauptsächlich durch Aktivitäten innerhalb von Exchanges erklärt werden können.

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Bitcoin-Whales verkaufen Coins – Kapitalzuflüsse im Minus

Er erklärte, dass die scheinbare Ansammlung vor allem dadurch entstanden ist, dass Krypto-Exchanges ihre eigenen Vermögenswerte umschichteten.

Exchanges organisieren ihre digitalen Tresore regelmäßig neu. Dazu verschieben sie Guthaben von mehreren kleineren Einzahl-Adressen in wenige, größere Cold-Wallets.

Solche technischen Vorgänge können wie der Kauf großer Mengen Bitcoin durch einen Investor aussehen. Dadurch entstehen für Marktbeobachter oft irreführende Signale.

Allerdings stellte Moreno nach Herausfiltern der internen Exchange-Transfers einen bärischen Trend bei großen Investoren fest.

Seiner Aussage nach haben Bitcoin-„Wale“ (also Einheiten mit mehr als 1.000 Coins) und Investorinnen und Investoren der mittleren Kategorie („Delfine“) im Dezember insgesamt mehr verkauft als gekauft.

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Die gesamte Bitcoin-Bilanz dieser Gruppen fiel von etwa 3,2 Millionen Bitcoin auf knapp unter 2,9 Millionen im Dezember. Danach gab es eine kleine Korrektur auf 3,1 Millionen.

Auch Wallets der mittleren Größe, die zwischen 100 und 1.000 Bitcoin halten, haben zusammen weniger Coins und kamen auf 4,7 Millionen BTC.

Auffällig ist zudem, dass diese Verkäufe mit einer volatilen Phase beim Bitcoin-Kurs zusammenfielen. Im Dezember korrigierte BTC stark und fiel laut BeInCrypto von einem Hoch bei 94.297 USD auf ein Tief bei 84.581 USD.

Gleichzeitig zeigen Daten des Blockchain-Analyseunternehmens Glassnode, dass die monatlichen Kapitalzuflüsse ins Bitcoin-Netzwerk ab Ende Dezember negativ wurden.

Damit endeten zwei Jahre durchgehend positiver Zuflüsse, die Ende 2023 begonnen hatten.

Parallel dazu verkaufen Langzeit-Investoren, die sonst meist in schwierigen Phasen halten, nun mit Verlust. Das Tempo dieser Verluste lag zuletzt über den bisherigen Rekorden aus 2024.

Dieser Anstieg der realisierten Verluste zeigt eine Welle von „Anleger-Müdigkeit” und Kapitulation in der sonst als widerstandsfähig geltenden Gruppe an.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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