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Bitfinex-Hacker nach nur einem Jahr dank Trumps First Step Act aus dem Gefängnis

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Geschrieben von
Mohammad Shahid

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Redigiert von
Phil Haunhorst

03 Januar 2026 08:30 CET
  • Bitfinex-Hacker Ilya Lichtenstein nach nur einem Jahr dank First Step Act entlassen
  • Er plante und führte den Hack 2016 durch und stahl fast 120.000 Bitcoin.
  • Der Schritt schürt Sorgen: Droht Krypto-Kriminalität jetzt noch weniger Abschreckung?
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Ilya Lichtenstein, der Bitfinex-Hacker aus dem Jahr 2016, ist am 2. Januar 2026 frühzeitig aus dem US-Bundesgefängnis entlassen worden. Er saß etwa ein Jahr seiner fünfjährigen Strafe ab.

Die vorzeitige Entlassung bekam er durch Strafverkürzungen, die mit dem First Step Act von Donald Trump zusammenhängen.

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Der Hacker, der mehr als 10 Mrd. USD in Bitcoin gestohlen hat

Lichtenstein wurde im November 2024 verurteilt wegen Verschwörung zur Geldwäsche. Das hing mit fast 120.000 gestohlenen BTC von der Bitfinex-Börse zusammen.

Zum aktuellen Kurs sind diese Bitcoins über 10 Mrd. USD wert. Allerdings wurden die meisten Coins später von US-Behörden eingezogen.

Laut Bundesakten hatte Lichtenstein einen Anspruch auf Zeitzuschläge und Frühentlassung durch das First Step Act.

Das Gesetz erlaubt es Straftätern, ihre Strafen zu verkürzen, wenn sie an anerkannten Reha- und Bildungsprogrammen teilnehmen – besonders bei nicht-gewalttätigen Straftaten.

Deshalb wurde Lichtenstein viel früher als geplant aus dem Bundesvollzug entlassen.

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Der First Step Act, 2018 von Donald Trump unterschrieben, hat die Regeln für Bundesstrafen und Gefängnisse verändert. Es gibt zum Beispiel mehr Möglichkeiten für Zeitgutschriften, mehr Entscheidungsspielraum für Richter und einen Fokus auf Rehabilitation statt lange Haft.

Wichtig ist: Das Gesetz gilt nur für Insassen in Bundesgefängnissen, nicht für Landesgefangene. Lichtenstein fiel genau in diesen Bereich.

Lichtenstein: Seine Rolle beim Bitfinex-Hack enthüllt

Aus Unterlagen des Gerichts und Lichtensteins Geständnis geht hervor: Er hat den Bitfinex-Hack selbst geplant und durchgeführt.

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Dabei nutzte er interne Systeme aus, führte mehr als 2.000 betrügerische Transaktionen durch und überwies die Bitcoins auf eigene Wallets.

Die Geldwäsche dauerte mehrere Jahre. Seine Frau, Heather Morgan, wurde ebenfalls verurteilt, weil sie dabei geholfen hat, die Coins zu verstecken. Es gibt keine Hinweise, dass andere Hacker beteiligt waren.

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Bleiben Krypto-Vergehen unter Trump weiterhin ungeahndet?

Lichtensteins Entlassung passt in einen größeren Trend: Ein Jahr nach Trumps Rückkehr ins Amt haben prominente Krypto-Fälle Begnadigungen erhalten.

Dazu zählen zum Beispiel Ross Ulbricht, der nach zehn Jahren eine Begnadigung bekam, und Changpeng Zhao, den man nach einem Schuldeingeständnis bei Geldwäschevorwürfen begnadigte.

Diese Entscheidungen verändern, wie Durchsetzung von Strafen erwartet wird.

In Teilen der US-Krypto-Community führt das zu der Ansicht, es gelte jetzt: „Kriminalität ist legal“. Kritiker sagen, dass ständige frühe Haftentlassungen und Begnadigungen die Abschreckung schwächen.

Befürworter halten dagegen, dass Rehabilitation und angemessene Strafen wichtiger sind als reine Symbolik.

Im Moment ist Lichtensteins frühe Entlassung der jüngste Streitpunkt in dieser Diskussion.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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