BitGrail Hack: Steckt der CEO dahinter?

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IN KÜRZE
  • In Bezug auf den BitGrail Hack 2018 gibt es neue Erkenntnisse.

  • Möglicherweise steckt der CEO der Exchange hinter dem Vorfall.

  • Die Behörden ermitteln noch.

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Die italienische Krypto-Exchange BitGrail wurde im Jahr 2018 Opfer eines Hacks – oder doch nicht? Bei dem Vorfall gingen rund 17 Millionen Nano (XRB) verloren. Zum Zeitpunkt des Diebstahls war Nano rund 10 USD wert, sodass sich der Verlust auf 170 Millionen USD belief. Nun gibt es neue Erkenntnisse in dem Fall. Möglicherweise ist der Manager der Kryptobörse verantwortlich für den Coin-Verlust.



Was bisher geschah

Die italienische Polizei hat den Chef der in Rom ansässigen Krypto-Exchange BitGrail beschuldig, den Hack vorgetäuscht zu haben. So oder so hatte der Vorfall für das Unternehmen schwerwiegende Folgen und führte zum Bankrott.

Auf Twitter erklärte ein Nutzer:



Tolle Neuigkeiten für den Prozess gegen „The Bomber“, den CEO von #Bitgrail. Mit diesen Erkenntnissen ist das Protokoll von $NANO nachweislich nicht gehackt/haftbar für den Diebstahl von 11,5 Mio. $ XRB/NANO von BG im Februar 2018. Der CEO hat die Gelder gestohlen und behauptet, er sei gehackt worden. 230000 Leute sind betroffen.

Von Beginn an Zweifel

Zum Zeitpunkt des Vorfalls im Jahr 2018 betrug die Marktkapitalisierung der gestohlenen Kryptowährung laut CoinMarketCap 1.287.013.24 USD. Somit war NANO die 24. größte Kryptowährung.

Das Team hinter NANO hatte bereits zum Zeitpunkt des „Hacks“ Zweifel an der Richtigkeit der Angaben von BitGrail. In einem Blogbeitrag erklärt das Team:

Wir haben jetzt genügend Grund zu der Annahme, dass Firano das Nano Core Team und die Community in Bezug auf die Zahlungsfähigkeit der BitGrail-Exchange über einen längeren Zeitraum hinweg irregeführt hat.

Bei Nano gibt es keinerlei Transaktionsgebühren. Das Ganze läuft über eine neue Blockchain, die als DAG-Technologie bekannt ist. Derzeit beträgt die Marktkapitalisierung von Nano rund 141 Millionen USD. Bis Mitte 2019 war BitGrail die einzige Börse, die Nano-Handelspaare anbot. Bis dahin war die Website für den Löwenanteil des Nano-Handels verantwortlich.

Die Polizei erklärte:

Es ist der größte Cyber-Finanzangriff in Italien und einer der größten der Welt. Zum ersten Mal in Italien und in Europa haben wir betrügerisches und räuberisches Verhalten zum Nachteil von Investoren dokumentiert, das ausschließlich auf IT-Plattformen und unter Verwendung virtueller Währungen durchgeführt wurde.

Absicht oder Fahrlässigkeit?

Firano wird wegen Betrug, Geldwäsche und betrügerischen Bankrotts angeklagt. Allerdings ist Ivano Gabrielli, Direktor des Nationalen Zentrums für Cyber-Verbrechen, nicht sicher, ob Firano ein aktiver Teilnehmer des Raubüberfalls war oder ob er absichtlich fahrlässig die Sicherheit auf einem unzureichenden Niveau gehalten hat. Er erläuterte:

Es ist noch nicht klar, ob er sich aktiv an dem Diebstahl beteiligt hat oder ob er einfach beschlossen hat, die Sicherheitsmaßnahmen nicht zu erhöhen, nachdem er die Lücke entdeckt hat.

Entsprechend gehen die Behörden davon aus, dass Firano den Nano-Hack nicht wissentlich verhindert hat und von dem Vorfall profitiert haben könnte. Nun bleibt es weiter spannend, die behördlichen Untersuchungen laufen noch.

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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

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