Bei Ethereum hat sich die Staking-Landschaft im letzten Monat stark verändert. Insbesondere institutionelle Anleger wie BitMine und neue ETFs haben das Netzwerk überschwemmt.
Durch diesen Zustrom gibt es nun einen Engpass. Neue Teilnehmer müssen ungefähr einen Monat warten, bis ihre gestakten Vermögenswerte Erträge bringen.
SponsoredInstitutionen setzen verstärkt auf Ethereum-Staking – trotz Rekordtiefs bei den Renditen
Am 9. Januar hat der Blockchain-Analyst Ember CN berichtet, dass BitMine in den vergangenen 30 Tagen mehr als 1 Million ETH (über 3,2 Mrd. USD) in Ethereums Proof-of-Stake-System eingebracht hat.
Diese einzelne Einzahlung macht etwa ein Viertel von BitMines gesamtem Firmenvermögen aus und hat die Eintrittswarteschlange auf 1,7 Millionen ETH anschwellen lassen. Das ist der höchste Stand seit 2023.
Zudem wurde dieser Anstieg auch durch die Einführung regulierter US-Finanzprodukte bei Staking ausgelöst.
In der vergangenen Woche haben der Grayscale Ethereum Staking ETF und der TETH ETF von 21Shares ihre ersten Prämien ausgezahlt. Diese Zahlungen zeigen, dass traditionelle Anlageprodukte die Staking-Erträge aus dem Protokoll erfolgreich an die Anleger weitergeben können.
Bemerkenswert ist, dass dieser institutionelle Trend selbst bei deutlich gesunkenen Staking-Belohnungen anhält.
SponsoredLaut Daten zur Warteschlange der Validatoren ist der jährliche prozentuale Staking-Ertrag (APR) von ETH Anfang des Jahres auf das Rekordtief von 2,54 Prozent gefallen. Inzwischen hat er sich leicht auf 2,85 Prozent erholt. Im vergangenen Jahr lag der APR im Schnitt bei über 3,0 Prozent.
Diese Zahlen zeigen, dass Anleger weiterhin bereit sind, ihre Vermögenswerte zu staken – obwohl die Erträge deutlich gesunken sind.
Trotz des Einstiegs regulierter US-Unternehmen bleibt die Kontrolle beim ETH-Staking weiterhin auf einige wenige große Akteure verteilt.
Laut Daten von Dune Analytics dominiert die dezentrale Organisation Lido DAO mit 24 Prozent aller gestakten Ether. Binance folgt mit 9,15 Prozent und Ether.fi mit 6,3 Prozent. Coinbase, die größte US-Krypto-Handelsplattform, hält 5,08 Prozent.
Besonders auffällig ist, dass weiterhin viele anonyme Teilnehmer mitmachen. Die Daten von Dune Analytics zeigen außerdem, dass unbenannte Akteure etwa 27 Prozent der gesamten Einlagen kontrollieren.
So bleibt ein großer Teil von Ethereums Sicherheitsstruktur in den Händen von anonymen Operatoren. Diese müssen keine Vorschriften einhalten wie Unternehmen etwa BitMine.