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BitMine-Aktionärstreffen signalisiert Abkehr vom ETH-Staking – Das rät Tom Lee jetzt

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Geschrieben von
Lockridge Okoth

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Redigiert von
Leonard Schellberg

16 Januar 2026 13:30 CET
  • BitMine will 5 % des gesamten Ethereum-Bestands kontrollieren.
  • Das Unternehmen setzt auf Ethereum-Staking und starke Medienpartnerschaften.
  • Durch MrBeast-Investment plant BitMine den Zugang zu Krypto neu zu gestalten.
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Das jährliche Aktionärstreffen von BitMine in Las Vegas sollte eigentlich ein gewöhnliches Treffen sein. Geplant waren Abstimmungen über die Wahl des Vorstands, die Vergütung der Chefs und eine Erhöhung der genehmigten Aktien.

Stattdessen wurde daraus ein wichtiger Moment für die Zukunft der Firma. BitMine zeigte sich nicht mehr nur als einfacher Ethereum-Staking-Anbieter, sondern kündigte größere Ziele an.

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Wie BitMine mit Distribution und Nutzergewinnung seine Ethereum-Strategie umsetzt

Im Mittelpunkt dieser Änderung steht BitMines Fortschritt beim eigenen Ziel, 5 Prozent vom gesamten Ethereum-Bestand zu kontrollieren.

Laut Aussagen während des Treffens besitzt die Firma schon ungefähr 75 Prozent der ETH, die sie für dieses Ziel braucht. Das bedeutet: BitMine hat aktuell etwa 3,36 Prozent vom ETH-Bestand. Das Ziel sind 5 Prozent. Die Bilanz zeigt fast 1 Milliarde USD Guthaben und keine Schulden.

BitMine Ethereum Holdings
Bestand von BitMine an Ethereum. Quelle: strategicethreserve.xyz

Das Management sagte, das Ziel von 5 Prozent könne schon dieses Jahr erreicht werden. Früher war dieses Ziel noch für mehrere Jahre geplant.

Die Einnahmen damit sind keine Theorie mehr. Beim aktuellen ETH-Kurs verdient BitMine bereits 400 Milllionen bis 430 Millionen USD pro Jahr. Diese Summe entsteht aus ETH-Staking-Belohnungen und Zinsen auf Bargeld.

Wird die Grenze von 5 Prozent erreicht, steigt das Ergebnis auf etwa 540 Millionen bis 580 Millionen USD jährliches Einkommen vor Steuern – vorausgesetzt, der Kurs bleibt gleich.

Weil die Firma wenig Personal hat, ist BitMine so profitabel wie einige der größten Unternehmen in den USA.

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Die möglichen Gewinne sind sogar noch größer. BitMine hat verschiedene Szenarien durchgerechnet, zum Beispiel wenn Ethereum 12.000 USD erreicht. Dann könnten die Staking-Einnahmen auf rund 2 Milliarden USD im Jahr steigen.

Wichtig für die Aktionäre: Der Cashflow wäre dauerhaft und nicht verwässernd. So kann BitMine das Geld zum Beispiel in folgende Dinge stecken:

  • neue Plattformen
  • Infrastruktur oder
  • mögliche Zahlungen an Aktionäre, ohne Schulden aufnehmen zu müssen.

Diese Strategie erklärt auch die bisher umstrittenste Entscheidung der Firma. BitMine investierte 200 Millionen USD in Beast Industries, das Medienunternehmen von YouTube-Star MrBeast.

Das sorgte zuerst für Verwunderung. Management und Investoren erklären aber: Es ist nicht nur ein Versuch, die Marke zu stärken. Es geht um eine neue Art, die eigenen Produkte zu verbreiten.

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BitMine setzt auf ETH und MrBeast: Neue Chance für Krypto-Einsteiger

Im Gespräch mit CNBC vor dem Aktionärstreffen sagte BitMine-Vorsitzender Tom Lee, die Entscheidung liege am Schnittpunkt von digitalen Plattformen und Finanz-Infrastruktur.

„Wir sind der Meinung, dass Ethereum als Plattform für Smart Contracts die Zukunft der Finanzen ist. Nicht nur USD, sondern auch Aktien und Wertpapiere werden digitalisiert. Im Laufe der Zeit verschwimmt die Grenze zwischen Dienstleistungen und digitalem Geld. Genau an diesem Punkt ergibt die Zusammenarbeit und Investition in Beast Industries Sinn“, sagte Lee.

Lee betonte, wie stark MrBeast die Kultur beeinflusst. Er sagt, MrBeast sei „wahrscheinlich die Ikone für Gen Z, Gen Alpha und vielleicht auch für Millennials“. Tatsächlich erreichen einzelne Videos von MrBeast mehr Leute im Monat als der Super Bowl.

„Das ist nicht einfach eine Krypto-Firma, die für Bekanntheit zahlt. Hier entsteht der größte DeFi-Zugang für normale Nutzer, den es je gab. 450 Mio. Abos. 1,4 Mrd. Views in 90 Tagen. 473 Mio. USD Umsatz im Jahr 2025“, schrieb Analyst Shanaka Anslem.

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Laut Lee plant Beast Industries „eine neue Plattform mit digitalen Produkten und sogar Finanzdienstleistungen“. Nach Aussage eines BitMine-Managers ist damit eine direkte Verbindung zu Ethereum-Produkten wie Stablecoins und Token möglich.

Für BitMine ist die Idee: Die Art, wie Produkte verteilt werden, ist eine Art Infrastruktur. Das Unternehmen bereitet sich auf eine Welt vor, in der Wallets, Token und digitaler Besitz über Plattformen von bekannten Kreatoren zu Milliarden Menschen kommen. Nicht nur Banken und ETFs bilden den Zugang, sondern große Communitys auf digitalen Plattformen.

Wichtig für dieses Modell ist eine starke Bilanz. BitMine hat keine Schulden und viel Bargeld. So kann die Firma Schwankungen am Krypto-Markt besser aushalten und muss bei Kurseinbrüchen nicht verkaufen.

Dass das Aktionärstreffen öffentlich und mit Live-Fragen stattfand, sollte diesen Eindruck von Vertrauen und Offenheit noch stärken.

Alles in allem deutet das Treffen darauf hin, dass BitMine nicht mehr nur als einfacher ETH-Staking-Anbieter gesehen werden will.

Stattdessen stellt es sich selbst als eine Art Berkshire-Holdinggesellschaft für die digitale Wirtschaft dar. In diesem Modell bietet Ethereum die Grundlage, um Geld zu verdienen, aber auch die Möglichkeit, Kapital zuzuweisen. Das kann dann die nächste Wachstumsphase bestimmen. Anders als bisher verlässt man sich also nicht nur auf ETH für das Staking.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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