Der Kryptomarkt ist in den letzten 24 Stunden um mehr als 1,4 % gestiegen. Dennoch konnte Bittensor (TAO) von der allgemeinen Erholung nicht profitieren.
Der Token ist in den vergangenen 24 Stunden um mehr als 9 % gefallen. Damit war TAO die Kryptowährung aus den Top 100 mit der schwächsten Kursentwicklung nach Marktkapitalisierung. Zum Redaktionszeitpunkt lag der Kurs bei 292 USD.
Der Ausverkauf erfolgte nach der Mitteilung von Covenant AI, dass das Unternehmen das Bittensor-Netzwerk verlässt. Das Team betrieb drei Subnets: Templar (SN3), Basilica (SN39) und Grail (SN81), und gehörte damit zu den wichtigsten Beitragsleistenden des Protokolls.
Sam Dare, der Gründer von Covenant AI, nannte Bedenken hinsichtlich der Dezentralisierung als Grund für den Ausstieg. In einer öffentlichen Stellungnahme warf Dare dem Bittensor-Mitgründer Jacob Steeves vor, eine zentrale Kontrolle über das Netzwerk auszuüben, obwohl dieses als dezentral vermarktet wird.
Konkret wirft Covenant AI vor, dass Steeves die Emissionen für die eigenen Subnets ausgesetzt, den Moderationszugang zu den eigenen Community-Kanälen entzogen, die Subnet-Infrastruktur einseitig abgewertet und wirtschaftlichen Druck durch gezielt getimte Token-Verkäufe ausgeübt habe.
„Wir können mit gutem Gewissen nicht weiter auf einem Netzwerk aufbauen, bei dem unser grundlegendes Versprechen gegenüber Investoren, dass die Infrastruktur dezentral und permissionless ist, durch die tatsächliche Governance des Netzwerks widerlegt wird”, schrieb Dare. „Bittensor arbeitet mit einer Triumviratsstruktur, drei Personen verwalten das Multisig für Netzwerk-Upgrades, das der Community als verteilte Governance präsentiert wird. Das stimmt nicht. Es ist ein Dezentralisierungs-Theater.”
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Der Ausstieg markiert eine deutliche Veränderung beim Sentiment. Das Covenant-72B-Modell von Covenant AI war zuvor ein wichtiger Auslöser für eine starke TAO-Rallye. Der Altcoin legte zu, nachdem NVIDIA-CEO Jensen Huang das Modell in einem Auftritt beim All-In Podcast erwähnte.
Obwohl Covenant AI Bittensor verlässt, will das Unternehmen sein Forschungsteam, die bisherigen Arbeiten und die Modelle behalten. Zudem sind laut Angaben schon bald Ankündigungen zu neuen Projekten geplant.
„Die Mission von Covenant AI bleibt unverändert. Dezentralisierte, permissionless KI-Trainings sind keine Funktion von Bittensor. Es ist eine technologische Fähigkeit, die unser Team weiter voranbringen möchte”, hieß es weiter in dem Beitrag.
Ob der Ausstieg in den kommenden Tagen weitere Debatten zur Governance innerhalb der Bittensor-Community auslöst, bleibt abzuwarten.
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