Berichten zufolge hat Jack Dorsey im September 2025 ein persönliches Firmenevent veranstaltet, das unglaubliche 68,1 Mio. USD gekostet hat. Das entspricht etwa dem Jahresgehalt von 200 Mitarbeitern. Fünf Monate später gab es jedoch Entlassungen, bei denen 40 Prozent der Belegschaft von Block gehen mussten.
Diese Abfolge sorgt für Kritik und eine breite Diskussion über Künstliche Intelligenz, Unternehmenskultur und den verantwortungsvollen Umgang mit Geld. Der Twitter-Mitgründer und Block-Chef steht weiterhin wegen seiner Firmenstrategie im Silicon Valley in den Schlagzeilen.
Block: 68-Mio.-USD-Party, 4.000 Entlassungen und KI-Ausrede – Hat Jack Dorsey das Silicon-Valley-Playbook neu geschrieben?
Dorsey sagte, die Entscheidung habe zwischen einem langsamen Stellenabbau, der die Stimmung verschlechtert hätte, und einem klaren, einmaligen Einschnitt gestanden. So könne Block „zu unseren Bedingungen“ wachsen.
Er begründete die Kündigungen mit einem Aufbruch in Richtung Künstliche Intelligenz und neuen, agentenbasierten Arbeitsweisen. In einer Mitteilung an alle schrieb er: „100 Personen + KI = 1.000 Personen.“ Seiner Ansicht nach ermöglichen kluge Tools mit kleineren, flachen Teams ein neues, schnelleres Arbeitsmodell.
Die Börse reagierte sofort: Die Aktie von Block (XYZ) stieg binnen einer Stunde um 20 bis 23 Prozent und brachte rund 6 Mrd. USD mehr Börsenwert. Das entspricht etwa 1,5 Mio. USD Unternehmenswert pro gestrichener Stelle.
Block: 68-Mio.-USD-Party sorgt für Kritik
Inzwischen sorgt Jack Dorsey mit diesem Auftritt für Empörung und Diskussionen. Kritiker sagen, hier würden neue Maßstäbe für Unternehmen gesetzt.
Im September 2025 gab der frühere Twitter-Chef laut Berichten 68,1 Mio. USD für ein Block-Event aus. Das entspricht etwa dem Jahreslohn von 200 Mitarbeitern.
Das dreitägige Fest in der Innenstadt von Oakland bot Auftritte von Jay-Z, Anderson .Paak, T-Pain und Soulja Boy. Es kamen 8.000 Angestellte aus aller Welt.
Die Party wurde in der Block-Bilanz als allgemeine Verwaltungskosten um 68,1 Mio. USD verbucht und löste breite Kritik aus.
Auf Social Media wurde die Veranstaltung als „psycho“ und „verrückt“ bezeichnet. Viele verwiesen zudem auf den starken Gegensatz zwischen Feier und Verantwortung, besonders wegen der danach folgenden Kündigungen.
Für einige sendet die 68-Millionen-USD-Party direkt vor Massenentlassungen ein schlechtes Signal in Bezug auf Prioritäten und Führungsstil.
Das zeigt die Risiken von Übertreibungen während und nach der Pandemie und Luxus auf Chefetagen. Manche meinen, die Kündigungen seien eine Korrektur nach Jahren von zu vielen Einstellungen und Managementfehlern.
Andere wiederum sehen in den Kündigungen eher „AI-Washing“, also eine Ausrede, um echte Probleme in der Firma zu kaschieren.
„Sam Altman hat schon gesagt: ‚Manche Firmen schieben KI als Grund für Entlassungen vor, obwohl diese ohnehin geplant waren oder sowieso gekommen wären.‘ Er beschreibt dies und andere Übertreibungen zu KI als ‚AI-Washing‘… also eine Taktik, um Probleme zu verstecken. Nur mal so,” merkte Graham Stephan an.
Trotzdem meint Coinbases erster CTO, Balaji Srinivasan, das Ganze sei Zeichen für einen Wandel in der Tech-Branche: hin zu mehr KI und kleineren Teams.
Die Abfindungen bei Block waren großzügig und beinhalteten zwanzig Wochen Gehalt, sechs Monate Krankenversicherung, Unternehmensanteile und 5.000 USD Unterstützung beim Übergang – in der Tech-Branche ist das viel.