Der Bitcoin (BTC) Miner Cango hat bekannt gegeben, dass er im März 2026 insgesamt 2.000 BTC verkauft hat. Das Unternehmen nutzte die Erlöse, um ausstehende, auf Bitcoin besicherte Kredite abzulösen.
Nach dem Verkauf verfügt der Miner über eine Treasury von 1.025,69 BTC und verbleibende Kreditverpflichtungen in Höhe von 30,6 Millionen USD.
Cango verkauft 2.000 BTC und baut Schulden ab: Ein Schritt, zwei Ziele
Das Unternehmen erklärte, dass diese Entschuldung zusammen mit aktuellen Kapitalzuflüssen, unter anderem einer Eigenkapitalinvestition von 65 Millionen USD durch Mitglieder des Managements sowie einer Wandelanleihe von 10 Millionen USD von DL Holdings, die Bilanz deutlich gestärkt hat.
„Zusammen bieten diese Maßnahmen eine solide finanzielle Grundlage, um Volatilität am Markt zu überstehen und den geplanten Wandel des Unternehmens in den Bereichen Energie und KI-Infrastruktur zu unterstützen“, heißt es in der Pressemitteilung.
Auf der Kostenseite hat das Unternehmen den durchschnittlichen Cash-Kosten je Coin im März auf 68.215 USD gesenkt, was ein Rückgang um 19,3% gegenüber dem vierten Quartal 2025 mit 84.552 USD ist. Zudem wurden ineffiziente Miner außer Betrieb genommen und das Unternehmen wechselte in Regionen mit hohen Hosting-Preisen auf Hashrate-Leasing.
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Branchenweiter Bitcoin-Verkauf
Cango ist nicht der einzige Miner, der derzeit BTC verkauft. Riot Platforms hat im ersten Quartal 2026 insgesamt 3.778 BTC für etwa 289,5 Millionen USD verkauft, mehr als das Zweieinhalbfache der eigenen Quartalsproduktion. Das Unternehmen beendete das Quartal mit 15.680 BTC im Bestand, was gegenüber Ende 2025 einem Rückgang um 18% entspricht.
MARA ging noch weiter und verkaufte im März 15.133 BTC für rund 1,1 Milliarden USD. Die Erlöse wurden genutzt, um Wandelanleihen im Nennwert von über 1 Milliarde USD abzulösen.
Der On-Chain-Tracker Lookonchain stellte zudem fest, dass beide Miner Anfang April weitere Transfers durchgeführt haben. Dies deutet darauf hin, dass die Verkäufe auch im zweiten Quartal weitergehen.
„Bitcoin-Miner MARA hat erneut 250 BTC (17,37 Millionen USD) transferiert“, postete das Unternehmen am 7. April.
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Miner verkaufen in einem Umfeld, in dem KI zunehmend um Rechenzentrumskapazitäten konkurriert. Dieser Wandel dürfte den Bitcoin-Mining-Sektor langfristig dazu bringen, vermehrt auf günstigere und gelegentliche Stromquellen zu setzen.
CoinShares schätzt, dass gelistete Miner bis Ende 2026 bis zu 70% ihres Umsatzes aus dem KI-Sektor erwirtschaften könnten, während es aktuell etwa 30% sind.