Der Cardano-Kurs ist gerade sehr günstig. Seit Anfang Dezember ist der Kurs fast 45 Prozent gefallen und erreichte vor kurzem 0,26 USD, bevor er wieder auf etwa 0,28 USD gestiegen ist. Auf den ersten Blick sieht dies wie eine gute Kaufzone aus.
Im Chart gibt es zudem erste Anzeichen für eine Umkehr. Private Anleger kaufen wieder ein. Große Inhaber (Wale) bleiben aber vorsichtig. Trotz des Rabatts und besserer Indikatoren kaufen sie nicht mit voller Überzeugung. Drei Daten erklären, warum das so ist.
Bullische Divergenz im Abwärtstrend – Wale bleiben weiter zurückhaltend
Technisch gesehen sieht der Cardano-Chart gemischt aus.
SponsoredSeit November bewegt sich ADA in einem fallenden Kanal. Dabei macht der Kurs immer tiefere Hochs und tiefere Tiefs zwischen parallelen Linien. Dies zeigt einen kontrollierten Abwärtstrend und keinen Panikverkauf, da der Kanal erhalten bleibt. Dennoch besteht weiter Abwärtsrisiko.
Gleichzeitig verbessert sich die Dynamik.
Zwischen dem 21. November und dem 31. Januar hat ADA ein tieferes Tief gemacht. Im selben Zeitraum hat der Relative-Stärke-Index (RSI) ein höheres Tief gebildet. Der RSI misst die Dynamik auf einer Skala von 0 bis 100. Wenn der Kurs fällt, aber der RSI steigt, deutet das darauf hin, dass der Verkaufsdruck abnimmt. Das nennt man eine bullische Divergenz, die oft am Anfang einer Trendwende zu sehen ist.
Allerdings reagieren die Wale trotz des Umkehrsignals nicht einheitlich.
On-Chain-Daten zeigen, dass drei große Wallet-Gruppen sich unterschiedlich verhalten:
- Wallets mit mehr als 1 Milliarde ADA haben nach dem 28. Januar leicht dazugekauft, aber nicht beim Kurstief am Monatsende.
- Wallets mit 100 Millionen bis 1 Milliarde ADA haben ihre Bestände von etwa 2,58 Milliarden auf 2,47 Milliarden ADA verringert.
- Wallets mit 10 Millionen bis 100 Millionen ADA haben ihre Bestände von rund 13,37 Milliarden auf 13,50 Milliarden ADA erhöht.
Wenn Wale wirklich an eine Erholung glauben, kaufen diese Gruppen normalerweise gemeinsam. Das geschieht gerade nicht. Die Netto-Kaufkraft liegt nur bei 20 Millionen ADA. Die Ursache ist das Risiko.
Sponsored SponsoredSolange ADA in der Nähe der unteren Grenze des fallenden Kanals bleibt, ist ein Durchbruch nach unten möglich. Ein bestätigter Bruch könnte einen weiteren Rückgang von 29 Prozent auslösen, was weiter unten beim Kurs erklärt wird. Diese strukturelle Gefahr sorgt dafür, dass große Anleger trotz bullischer Divergenz vorsichtig bleiben.
Schwache Social Dominance und vorsichtige Käufe bremsen das Momentum
Das zweite Hindernis ist die Stimmung.
Die soziale Dominanz misst, wie viel Aufmerksamkeit ein Coin im Vergleich zum restlichen Krypto-Markt bekommt. Sie zeigt den Anteil der Online-Gespräche über diesen Coin. Wenn die soziale Dominanz steigt, deutet das oft auf mehr Spekulation und Zuflüsse hin.
Bei Cardano erreichte die soziale Dominanz im November 2025 einen Höchstwert von etwa 1,08 Prozent, als der ADA-Kurs 0,59 USD erreichte. Seitdem fällt sie stetig und liegt nun bei etwa 0,047 Prozent – fast auf einem Mehrmonatstief.
Historisch gesehen ist das wichtig.
- Anfang Dezember gab es vor einer 12-Prozent-Rallye einen lokalen Höchststand beim sozialen Interesse.
- Ende Dezember führte ein weiteres Hoch zu einem Anstieg um 16 Prozent.
Wenn das soziale Interesse steigt, folgt der Kurs oft. Im Moment schwindet das Interesse. Ohne eine spannende Geschichte haben Wale kaum einen Grund, stark einzusteigen. Die Haltung von Privatanlegern ist zwar optimistischer, aber auch noch vorsichtig.
Seit dem 22. Januar verzeichnet ADA Nettoabflüsse von Krypto-Börsen auf täglicher Basis. Das bedeutet, dass Coins von den Börsen abgezogen werden und meist gehalten statt verkauft werden. Dies zeigt Kaufdruck an.
Der tägliche Nettokauf erreichte am 31. Januar einen Höchstwert von etwa 14,9 Millionen USD und ist danach auf rund 2,8 Millionen USD zurückgegangen. Seit Ende Januar hat es keine größeren Verkaufstage mehr gegeben.
Das zeigt, dass private Anleger langsam bei Rücksetzern zukaufen. Allerdings verläuft das recht vorsichtig. Ohne steigende Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken kann die Nachfrage von Kleinanlegern allein keinen starken Trend auslösen.
Sponsored SponsoredSchwäche von Smart Money und wichtige Cardano-Kursmarken halten Wale zurück
Die letzte Warnung kommt von „Smart Money“ und der Kursstruktur.
Der Smart Money Index zeigt, wie erfahrene Trader sich zu verschiedenen Handelszeiten positionieren. Er soll zeigen, wie informierte Anleger handeln, und nicht, wie emotional getradet wird.
Kürzlich ist dieser Index unter seine Signallinie gefallen und weiter gesunken. In früheren Kursanstiegen, zum Beispiel Anfang Januar, stieg er meist schon vor dem Kurs. Seine derzeitige Schwäche deutet darauf hin, dass professionelle Trader noch nicht auf eine Erholung setzen. Das bestätigt auch die vorsichtige Haltung der Wale.
Aus technischer Sicht bestimmen nun einige Marken den Ausblick für Februar.
Nach oben muss ADA zuerst die Marke von 0,319 USD zurückerobern. Das würde bedeuten, dass das Vertrauen zunimmt. Besonders wichtig ist ein Anstieg über 0,376 USD. Damit wäre der Abwärtstrend gebrochen und die Struktur würde von bärisch zu neutral wechseln. Das könnte zu neuen Käufen durch Wale führen.
Nach unten bleibt 0,268 USD entscheidend. Ein klarer Fall unter diese Marke würde den Bruch des Kanals bestätigen und einen weiteren Kursrückgang auf 0,188 USD ermöglichen. Das wäre ein Ziel von 29 Prozent Minus vom Bruchpunkt an gerechnet.
Solange der Kurs zwischen 0,268 USD und 0,319 USD bleibt, herrscht Unsicherheit. Die bullische Divergenz zeigt, dass der Verkaufsdruck nachlässt. Allerdings sorgen schwache soziale Signale, uneinheitliches Verhalten der Wale und fehlende Unterstützung von Smart Money für wenig Zuversicht. Erst wenn die Stimmung besser wird und wichtige Widerstände fallen, ist eine Erholung von Cardano möglich – aber noch nicht sicher.