Chainlink hat 17,875 Millionen LINK-Token mit einem Wert von etwa 165 Millionen USD wie geplant im vierteljährlichen Unlock freigegeben, wie Daten auf der Blockchain zeigen.
Von dem neu freigegebenen Angebot wurden 14,875 Millionen LINK im Wert von etwa 125 Millionen USD direkt an die Kryptowährungsbörse Binance überwiesen. Marktanalysten erklären, dass solch hohe Zuflüsse an Börsen meist auf erwartete Verkäufe hindeuten.
Whale-Interesse an LINK steigt, trotz bärischem Kurs
Der Blockchain-Analyst EmberCN erklärte, dass Chainlink die restlichen 4,125 Millionen Token, etwa 40,1 Millionen USD wert, an eine Multi-Signatur-Wallet überwiesen hat, die Staking-Belohnungen ausschüttet.
Zwar werden damit Teilnehmer im Netzwerk motiviert, jedoch entsteht dadurch ein kreislaufartiges wirtschaftliches Problem. Chainlink erhöht sein Angebot, um Staker zu bezahlen, wodurch der innere Wert verwässert wird, den diese Staker eigentlich sichern wollen.
Diese strukturelle Inflation wirkt sich negativ auf die Marktentwicklung des Token aus. Daten von BeInCrypto zeigen innerhalb der letzten 24 Stunden einen kleinen Zuwachs von 0,83 % auf 8,67 USD.
Allerdings ist der LINK-Kurs im vergangenen Monat um 7 % gefallen und innerhalb der vergangenen sechs Monate um 60 % eingebrochen.
Trotz bärischer Kursentwicklung berichtet das Blockchain-Analyseunternehmen Santiment von einem Anstieg von 25 % bei der Anzahl der Whale-Wallets, die eine Million oder mehr LINK halten innerhalb des vergangenen Jahres. Die Gesamtzahl dieser großen Adressen stieg von 100 auf 125.
Santiment sieht diese Akkumulation als Hinweis darauf, dass “Smart Money” heimlich auf eine Marktwende setzt und sagt dazu:
„Dies scheint möglicherweise keinen starken Zusammenhang mit dem Kurs zu haben, während Bitcoin und die gesamte Krypto-Branche in einem Bärenzyklus bleiben… Doch sobald die Märkte wieder positiv werden, sollten Sie nach Vermögenswerten Ausschau halten, zu denen Wale heimlich gewechselt sind.”
Dies überrascht wenig, da Chainlink als zentrale Infrastruktur für die Krypto-Branche angesehen wird.
Im vergangenen Jahr hat Chainlink Pilotprojekte mit globalen Akteuren wie Swift, Mastercard und J.P. Morgan für tokenisierte Vermögenswerte und Blockchain-übergreifende Lösungen gestartet.
Insgesamt scheint Chainlink das Rennen um die Unternehmensinfrastruktur auf der Blockchain zu gewinnen, während Retail- und institutionelle Investoren jedoch durch die strukturelle Verwässerung Verluste erleiden.
Bis der Markt eine deutliche Verringerung der vierteljährlichen Verteilungen an Börsen sieht oder ein direkter Mechanismus entsteht, der die institutionelle Nutzung mit der öffentlichen Token-Nachfrage verbindet, bleibt die Erholung der Asset-Bewertung schwierig.