Der Vorsitzende des Senate Banking Committee, Tim Scott (R-SC), eröffnet am Dienstag den DC Blockchain Summit mit einer Session, die voraussichtlich die nächste Zeitplanung für das Clarity-Act-Markup behandeln wird.
Der Digital Asset Market Clarity Act wurde im Jahr 2025 im Repräsentantenhaus mit 294 zu 134 Stimmen angenommen. Allerdings liegt der Gesetzentwurf seit Januar im Senate Banking Committee still, weil es Streit um die Renditen von Stablecoins gibt.
Stablecoin-Renditekonflikt vor Lösung
Der CEO der Digital Chamber, Cody Carbone, sagte am Freitag gegenüber Crypto in America, dass die Verhandlungen zwischen der Kryptoindustrie und den Banken kurz vor dem Abschluss stehen.
Im Zentrum des Streits steht die Frage, ob in den USA regulierte Stablecoins über Vermittler Belohnungen oder Rendite anbieten dürfen. Die Banken meinen, dass Stablecoins mit Rendite zu einem Abfluss von Einlagen führen könnten.
Krypto-Unternehmen entgegnen, dass der Wegfall von Belohnungen die Emittenten in Offshore-Gebiete drängen würde. Faryar Shirzad, Chief Policy Officer bei Coinbase, wies darauf hin, dass Hongkong, Singapur, die VAE und Bermuda aktive Lizenzsysteme eingeführt haben, um Emittenten von USD-Stablecoins anzulocken.
Die Senatoren Thom Tillis (R-NC) und Angela Alsobrooks (D-MD) arbeiten an einem Kompromiss, der passive Renditen verbieten, aber Belohnungen für Transaktionen erhalten würde.
Die Uhr für 2026 läuft
Das Weiße Haus setzte eine Frist bis zum 1. März für eine Einigung. Dieser Tag verstrich ohne Ergebnis. Die Polymarket-Chancen für eine Verabschiedung sind von einem Höchststand von 82% auf etwa 60% gefallen.
John Thune, der Senate Majority Leader, hat angedeutet, dass es vor April im Jahr 2026 keine Abstimmung im Senat geben wird.
Schafft es das Gesetz nicht bis Ende April aus dem Committee, warnen Analysten, dass die Chancen auf eine Verabschiedung in dieser Sitzungsperiode fast auf null fallen. Dadurch könnte die Krypto-Markt-Volatilität steigen und institutionelle Zuflüsse stagnieren.