Coinbase erklärte in dieser Woche gegenüber Senatsbüros, dass das Unternehmen die aktuelle Version des Stablecoin-Yield-Kompromisses im Digital Asset Market Clarity Act nicht unterstützen könne.
Bei einem Treffen am Montag äußerte die Börse Bedenken zu Bestimmungen, die von Senator Thom Tillis (R-N.C.) und Angela Alsobrooks (D-Md.) eingebracht wurden. Bereits zum zweiten Mal hat Coinbase das Gesetz aus diesem Grund aufgehalten.
Widerstand in der Community wächst
Die Ablehnung löste in der Krypto-Branche eine Welle der Frustration aus. Auf X (Twitter) wandten sich Nutzer und Branchenvertreter öffentlich gegen CEO Brian Armstrong.
Tommy Shaughnessy von Delphi Ventures formulierte zwar vorsichtiger, lehnte die Vorgehensweise aber trotzdem ab.
Er argumentierte, dass die Branche ein Gesetz brauche, bevor die Demokraten eventuell das Repräsentantenhaus zurückgewinnen. Die Einschränkungen beim Stablecoin-Yield könnten seiner Meinung nach geprüft werden, sobald der Markt gewachsen ist.
Auffällig ist, dass wichtige Senatoren in den letzten Tagen optimistisch waren, dass eine Einigung nahe sei.
Deshalb bleibt Coinbase stabil
Coinbase erzielte im Jahr 2025 einen Umsatz von 1,35 Milliarden USD mit Stablecoins, das entspricht etwa 19% des gesamten Umsatzes.
Der aktuelle Entwurf verbietet Erträge auf passive Stablecoin-Bestände sowie alles, was „wirtschaftlich einem Zins entspricht”. Die SEC, CFTC und Treasury sollen innerhalb von 12 Monaten definieren, welche Belohnungen erlaubt sind.
Diese regulatorische Unsicherheit ist das Hauptproblem. Coinbase kann künftige Einnahmen nicht gegen Regeln planen, die noch nicht feststehen.
Die Börse gehört außerdem zu den wichtigsten Geldgebern des Fairshake Super PAC Netzwerks und verfügt dadurch über politischen Einfluss, den die meisten Krypto-Unternehmen nicht haben.
Allerdings teilen nicht alle aus der Branche diese harte Haltung. Ein Branchencall in dieser Woche zeigte deutliche Meinungsverschiedenheiten. Einige Krypto-Vertreter hielten den Kompromiss für umsetzbar, während Coinbase dagegenhielt.
Das Gesetz könnte scheitern, falls der Bankenausschuss des Senats es nicht bis Ende April voranbringt.