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Coinbase Kunde verliert 96.000 USD aufgrund einer Sicherheitslücke – selbst Schuld?

2 min
Von Martin Young
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IN KÜRZE

  • Zum wiederholten Male wurde ein Coinbase Nutzer bestohlen, wobei sich die Börse weigert, eine Entschädigung zu zahlen.
  • Das Opfer verlor 96.000 US-Dollar, nachdem seine Coinbase Anmeldedaten geändert wurden.
  • Wie CEO Brian Armstrong andeutete, werde die neue L2 Base Antigeldwäschemaßnahmen implementieren.
  • promo

Amerikas größte Kryptobörse Coinbase weigert sich, die Verantwortung für eine Sicherheitslücke zu übernehmen, die bei einem Kunden zu Verlusten in Höhe von 96.000 US-Dollar führte.

Wie Bloomberg am 7. März berichtete, weigert sich Coinbase, die Verantwortung für einen Hackerangriff zu übernehmen und das Opfer zu entschädigen. Auf den Nutzer, welcher im vergangenen Jahr 96.000 US-Dollar verloren hatte, reagierte das Unternehmen am Montag, dem 6. März, mit einer Klage.

Nach Angaben des New Yorker Nutzers, Jared Ferguson, wies die Börse ihm in einer E-Mail die Schuld zu:

“Bitte beachten Sie, dass Sie allein für die Sicherheit Ihrer E-Mails, Passwörter, 2FA-Codes und Geräte verantwortlich sind.”

Furgeson verklagte Coinbase daraufhin, denn seine Verluste waren im Mai 2022 durch eine Sicherheitslücke im System entstanden:

“In einer E-Mail lehnte Coinbase jegliche Verantwortung für die gehackten Kundenkonten ab.”

Sicherheitsmängel bei Coinbase

Wie Ferguson erklärte, habe er eine SMS seines Mobilfunkanbieters bezüglich eines SIM-Kartenwechsels erhalten, den er nie angefordert hatte. Am darauffolgenden Tag stellte er alle Funktionen auf seinem Gerät wieder her, nur um dann festzustellen, dass sein Konto leergeräumt worden war. Somit hatte er fast all seine Ersparnisse über Nacht verloren.

Ihm zufolge liege die Verantwortung für nicht autorisierte Abhebungen nach den Gesetzen der Bundesstaaten und des Bundes auf der Seite des Unternehmens. Amerikas milliardenschwere Kryptobörse hingegen sieht das anders.

In diesem Fall geht es um das Sicherheitssystem von Coinbase, welches offensichtlich betrügerische und unbefugte Transaktionen nicht erkannte, so der Kläger. Laut Ferguson konnte ein neues, unbekanntes Gerät sein Konto in weniger als acht Stunden leeren. Obendrein geschah dies unmittelbar, nachdem sein Passwort über eine IP-Adresse zurückgesetzt wurde, die nie zuvor mit seinem Konto verbunden war.

Bereits 2021 wurde ein Coinbase Kunde Opfer eines sogenannten SIM Swap Angriffs und verlor 7.200 US-Dollar. Auch damals weigerte sich das Unternehmen, die Verluste zu erstatten.

Obwohl Coinbase in den Vereinigten Staaten Branchenführer ist, geriet die Börse wegen des schlechten Kundensupports recht oft in die Kritik. Allerdings haben Mainstream Medien, wie Bloomberg, Kryptobörsen in letzter Zeit verstärkt ins Visier genommen.

Wird Base mehr Sicherheit bieten?

Wie Coinbase CEO Brian Armstrong in einem ähnlichen Zusammenhang andeutete, könnte das neue Layer 2 (L2) Netzwerk Base Antigeldwäschemaßnahmen unterliegen.

In einem Gespräch mit Bloomberg Radio am 6. März meinte Armstrong, Base werde anfangs zentralisiert und mit Transaktionsüberwachung versehen sein:

“Ich denke, zentralisierte Akteure werden hinsichtlich Transaktionsüberwachung, Vermeidung von Geldwäsche und Ähnlichem die größte Verantwortung tragen.”

Base ist das L2 Netzwerk des Unternehmens, mit dem es etwa eine Milliarde Web3 Nutzer an Bord holen will. Am 23. Februar launchte das Testnet und im zweiten Quartal 2023 soll schließlich das Mainnet live gehen.

Im Laufe des Tages fiel der Aktienkurs des Unternehmens um 2,7 % und hielt sich nach Börsenschluss bei 62,85 US-Dollar.

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Leonard Schellberg stieß im Jahr 2021 auf das Thema Kryptowährungen. Nachdem er sich ein fundiertes Wissen über den breiten Kryptomarkt angeeignet hatte, entwickelte er eine besondere Begeisterung für die Möglichkeiten der Distributed Ledger Technologie und Smart Contracts. Darüber hinaus hegt er ein großes Interesse für das globale Finanzsystem, Makroökonomie und Krypto-Trading. Noch während Leonard im Frühling 2022 seinen Bachelor in Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaften an der...
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